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Wirtschaft
Münnerstadt: Berufswunsch von Anfang an
Christine Schikora (vorn) mit Mitarbeiterin Sabine Mauer bei der Arbeit. Seit 25 Jahren gibt es nun schon Grafik.Design Schikora.
Christine Schikora (vorn) mit Mitarbeiterin Sabine Mauer bei der Arbeit. Seit 25 Jahren gibt es nun schon Grafik-Design Schikora. // Thomas Malz
Münnerstadt – Diplom-Designerin Christine Schikora hat sich unmittelbar nach dem Studium selbstständig gemacht. Inzwischen gibt es das Büro seit 25 Jahren.

Die drei verbliebenen Türme Münnerstadts gehören zweifellos zu den markantesten Gebäuden. Kein Wunder, dass Christine Schikora sie für das touristische Markenzeichen der Stadt ausgewählt hat.

Sie hat sich auch erfolgreich an das Logo für das Heimatspiel herangetraut, ein äußerst sensibles Thema. „Ich hatte schon Ehrfurcht davor“, gesteht sie. Aber es ist gelungen. Nach 25 Jahren in Münnerstadt und in ihrem Beruf kennt sie sich bestens aus. Ihre Liebe zum Grafik-Design ist aber eigentlich schon viel älter. „Es war mein Berufswunsch von klein auf.“

Auf Wohnungssuche

Eigentlich stammt Christine Schikora aus Bad Neustadt, Münnerstadt hat ihr aber schon immer gut gefallen, sagt sie. Unmittelbar nach ihrem Kommunikationsdesign-Studium suchte sie zusammen mit ihrem Mann, Oliver Schikora, eine Wohnung in Münnerstadt. In der Hennebergstraße wurden sie fündig. Weil dort aber auch das Büro untergebracht werden musste, war das erste Domizil bald zu klein.

Über ihr Engagement beim Verein „Zukunft für das Heimatspielhaus“ wurden die Schikoras auf das Nachbargebäude aufmerksam, das ebenfalls zum Heimatspiel-Ensemble gehört. Nach einer aufwendigen Restaurierung ist dies nun ihr Zuhause und Firmensitz von Grafik-Design Schikora.

Netzwerk aufgebaut

Gleich zu Beginn ihres Berufslebens hat sie ein Netzwerk mit Kollegen aufgebaut. „Ich konnte alles anbieten, weil ich ein Netzwerk aus Profis hatte.“ Später hat sie ihre Angebotspalette ausgeweitet, fotografiert beispielsweise seit vielen Jahren. Einen großen Teil der Aufträge erledigt sie inzwischen selbst, bei Bedarf aber kann sie noch immer auf ihr Netzwerk zurückgreifen.

Für Vereine tätig

Viele Dinge entwirft Christine Schikora für die Vereine, teilweise auch ehrenamtlich. Für den Gewerbeverein „Kaufhaus“ Mürscht, bei dem sie selbst stellvertretende Vorsitzende ist, erstellt sie seit 2010 den Geschäfts- und Branchenführer „Einkaufen und Genießen“, in dem sämtliche Gastronomie, Einzelhandel und Dienstleistungen der Stadt Münnerstadt zu finden sind. Sie ist aber auch beim Altstadtverein und beim Verein „Zukunft für das Heimatspielhaus“ aktiv, wo sie jeweils als Beisitzer im Vorstand sitzt.

Rose als Zeichen der Muttergottes

Das touristische Logo der Stadt mit den drei Türmen ist in ihrem Büro entstanden und auch das für das Heimatspiel „Die Schutzfrau von Münnerstadt“. Für dieses hat Christine Schikora die Stadtmauer mit den Türmen, das umkämpfte Jörgentor und die Rose als Zeichen der Muttergottes gewählt.

Schon mit dem verstorbenen langjährigen Vorsitzenden der Heimatspielgemeinde, Bruno Eckert, hatte sie über ein komplett neues Erscheinungsbild für das Heimatspiel nachgedacht, auch wenn sie ein wenig „Bammel“ davor hatte, wie sie selbst sagt.

Zwei Mitarbeiterinnen

Inzwischen hat sie so viele Aufträge, dass sie es allein nicht mehr schafft. Vor fünf Jahren ist Sabine Mauer dazu gekommen, seit diesem Jahr gehört auch Vanessa Geiling zum Team.

Um die Zukunft macht sich Christine Schikora keine Sorgen. Ihr Berufsbild habe sich zwar geändert, „aber es macht es auch spannend, dass es sich immer weiter entwickelt“. Dass sie von Künstlicher Intelligenz (KI) abgelöst wird, kann sie sich nicht vorstellen. „Du brauchst das Fachwissen und das Gespür für den Kunden“, betont sie.

Viele Kunden, viele Themen

Das Schöne sei, dass sie so viele Kunden haben und so viele Themen. „Das macht es so interessant.“ Denn die Palette reicht vom Pflastersteinhersteller über Leder- und Lammfellbekleidung bis hin zur Katzenverhaltensberatung.

Zu ihrem Jubiläum hat Christine Schikora rund 150 Einladungen verschickt. Statt Geschenke hat sie die Gäste um Spenden gebeten. Die gehen nun an das Netzwerk für soziale Dienste, ans Tierheim Wannigsmühle und an Oxfam, ein Schulprojekt für Mädchen in Pakistan.

 

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