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Arbeitsmarkt Main-Rhön
Mehr Menschen ohne Beschäftigung
Arbeitsmarkt Main-Rhön
Die Agentur für Arbeit Schweinfurt hat die neuesten Arbeitsmarktzahlen für die Region Main-Rhön vorgelegt. // Dagmar Klumb/Symbolbild
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Bad Kissingen – Auch im Januar 2026 bleibt der regionale Arbeitsmarkt unter Druck.

Richard Paul, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schweinfurt, betont: „Dass die Arbeitslosigkeit zu Jahresbeginn steigt, ist saisonal üblich, wird aber derzeit durch die konjunkturelle Zurückhaltung verstärkt. Unsere regionale Wirtschaftskraft hängt massiv am globalen Handel, am Export und ist somit auf offene Märkte und verlässliche Lieferketten angewiesen. Das Handelsabkommen mit Indien ist hier ein vielversprechendes Signal: Es schafft die Planbarkeit, die unsere Industrie braucht, um trotz der aktuellen Herausforderungen mutig in die Zukunft zu blicken und verstärkt in Beschäftigung zu investieren oder zumindest diese zu sichern.

Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Schweinfurt (Stadt Schweinfurt, Landkreis Bad Kissingen, Landkreis Rhön-Grabfeld, Landkreis Haßberge, Landkreis Schweinfurt) im Januar deutlich gestiegen. 10.182 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 852 Personen mehr (9 Prozent) als im Dezember und 380 Personen beziehungsweise 4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 4,1 Prozent und lag mit 0,4 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 3,9 Prozent.

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 2784 Personen arbeitslos. Davon kamen, mehr als sonst, nämlich 1415 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 1936 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen nur 555 eine Erwerbstätigkeit auf.

Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Bad Kissingen im Januar gestiegen. 2297 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 219 Personen mehr (11 Prozent) als im Dezember und 31 Personen beziehungsweise 1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 3,9 Prozent und lag mit 0,3 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 3,9 Prozent.

675 meldeten sich arbeitslos

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 675 Personen arbeitslos. Davon kamen 337 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 454 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 119 eine Erwerbstätigkeit auf.

In der Arbeitslosenversicherung (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1259 Personen (176 Personen mehr als im Vormonat und 84 Personen mehr als vor einem Jahr). In der steuerfinanzierten Grundsicherung (Jobcenter) waren 1038 Arbeitslose registriert (43 Personen mehr als im Vormonat, aber 53 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 45 Prozent aller Arbeitslosen betreut.

In der Grundsicherung (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 33 (entspricht minus 2 Prozent) auf insgesamt 1678.

Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 2220 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 35 Personen weniger (minus 2 Prozent) als vor einem Jahr. red

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