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Wirtschaft
Kritik an Plänen für Gewerbegebiet Westheim
Seit Jahren gibt es Beschwerden über zu viel Lkw-Verkehr im Gewerbegebiet Westheim, vor allem in der Nacht. In dieser Langzeit-Belichtung erscheinen die Lichter eines in die Frankenstraße fahrenden Lkw als lange Streifen.
Seit Jahren gibt es Beschwerden über zu viel Lkw-Verkehr im Gewerbegebiet Westheim, vor allem in der Nacht. In dieser Langzeit-Belichtung erscheinen die Lichter eines in die Frankenstraße fahrenden Lkw als lange Streifen. // Ralf Ruppert/Archiv
Westheim bei Bad Kissingen – Vier Stadträte aus Westheim fordern die Stadt zum Handeln auf. Der Projektentwickler kündigt Sprechstunden vor Ort an.

„Im Namen der Bürger von Westheim“ haben die vier Westheimer Stadträte Norbert Schaub (SPD), Monika Horcher (Grüne), Gabi Ebert (FWG) und Alexander Stolz (CBB) Bürgermeister Armin Warmuth (CSU) und die Vorsitzenden der Stadtratsfraktionen angeschrieben. „Die Bürger von Westheim sind sehr besorgt über die möglichen Auswirkungen“, heißt es in dem gemeinsamen Schreiben zur geplanten Erweiterung des Gewerbegebietes.

Zwei Termine im MGV-Heim

Gleichzeitig bieten CSU-Stadtrat und Bauunternehmer Patrick Bindrum sowie Mitarbeiter seiner Projektentwicklung noch vor der für Donnerstag, 11. Mai, geplanten Bürgerversammlung zwei Sprechstunden in Westheim an: Am Dienstag, 9. Mai, von 19 bis 21 Uhr und am Donnerstag, 10. Mai, von 19.30 bis 21 Uhr könnten interessierte Bürgerinnen und Bürger ins MGV-Heim kommen.

Er und seine Mitarbeiter würden alle Fragen zur geplanten Erweiterung des Gewerbegebietes beantworten, aber auch Anregungen zur Umsetzung entgegennehmen, sagt Bindrum.

Sorge um Lebensqualität

Seine vier Stadtratskollegen befürchten eine Verschlechterung der Lebensqualität im Stadtteil, unter anderem durch mehr Verkehr und Lärm auf den umliegenden Kreisstraßen KG 37 und KG 12. Die Straßen zum und im Gewerbegebiet seien bereits jetzt „stark befahren und oft, gerade in den Nachtstunden, überlastet“.

„Westheim ist mit dem Gewerbepark 1, 2 und 3 mehr als genug belastet“, heißt es in der gemeinsamen Stellungnahme der vier Stadträte. Als Beispiele werden die Erweiterung des Runderneuerungswerkes von „Reifen Müller“ und das Umsatteln von Lkw auf dem Gelände der Firma Schießer genannt.

Die Stadträte fordern den Bürgermeister auf, im vorhandenen Gewerbepark Westheim „endlich zu handeln und für Ordnung und Sicherheit zu sorgen“. Insbesondere müssten die Vorgaben des bestehenden Lärmgutachtens eingehalten werden. Die Stadträte kritisieren die Parksituation und das Umsatteln von Lkw auf öffentlichen Straßen, das Vermüllen des Gewerbegebietes und fehlende Toiletten für die Lkw-Fahrer. „Die Stadt wird aufgefordert, hier sofort zu handeln.“

Die Westheimer Stadträte sind nach eigenen Angaben nicht gegen die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt, die Erweiterung des Gewerbegebietes dürfe aber nicht auf Kosten der Lebensqualität und des Wohlbefindens der Bürger von Westheim gehen.

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