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Energiewende
Zeitlofs: Großer Plan für Photovoltaik
Dieses Symbolbild zeigte eine PV-Anlage in Brandenburg.     So ähnlich könnte eine Anlage bei Weißenbach aussehen.
Dieses Symbolbild zeigte eine PV-Anlage in Brandenburg. So ähnlich könnte eine Anlage bei Weißenbach aussehen. // Patrick Pleul/dpa
Weißenbach – Zeitlofs könnte Strom über Sonnenenergie für 4381 Haushalte produzieren. Zusätzlich plant eine regionale Arbeitsgemeinschaft ein eigenes Projekt.

Im Februar genehmigte die Marktgemeinde Zeitlofs die Errichtung einer Freiflächenphotovoltaikanlage in der Gemarkung von Weißenbach. Jetzt machte das Projekt noch einmal einen Stopp im Gremium. Denn: „Angrenzende Flächeneigentümer möchten sich gerne daran beteiligen“, erklärt Bürgermeister Matthias Hauke (GMZ).

Damit müsse der Beschluss noch einmal überarbeitet werden. Denn klar ist: Mit 15 Hektar Photovoltaik ist die neu geplante Fläche nun doppelt so groß als die bisherige. In der Bevölkerung sei die Vergrößerung des Projektes nicht bekannt, so der Bürgermeister weiter, im Gegensatz zu dem bisherigen, kleineren Projektvorhaben.

Einnahmen vergrößern sich

Hauke äußert seine Bedenken: „Nun ist es eben doch eine große Fläche mit einem Investor von außen.“ Aber: Grundsätzlich sei so ein Vorhaben zu begrüßen, um die Energiewende voranzutreiben. Außerdem, so verspricht das Unternehmen, habe sich die Einsehbarkeit der Anlage durch die Erweiterung nicht erhöht.

Zusätzlich entstünden kommunale Mehreinnahmen in den ersten 20 Jahren von etwa 375.000 Euro, berechnen die Projektierer. Auch Zweiter Bürgermeister Volker Roth sprach sich für das Projekt aus. Aber er erinnerte daran, dass nur ein Teil der Wertschöpfung bei der Gemeinde bleibt. Eventuell könne sich eine Genossenschaft daran beteiligen.

Ideen aus der Bevölkerung

Trotz mancher Bedenken äußerte sich der Marktgemeinderat positiv zum Vorhaben der Vergrößerung. Für die weiteren Schritte leitet die Gemeinde nun ein Regelverfahren ein, das laut Verwaltung praktikabler für alle Beteiligten sei.

Ende März formierte sich zudem ein Arbeitskreis aus Zeitlofser Bürgerinnen und Bürgern. Volker Roth, Alexander Kessler sowie Alfred von Thüngen konnten dazu mehr als ein Dutzend Interessierte aus der Marktgemeinde gewinnen. „Wir sind überrascht, wie viele das Thema interessiert“, betont Volker Roth.

In der Findungsphase

Ziel ist es, die Wertschöpfung im Gegensatz zu dem geplanten Großprojekt von Weißenbach in der Region zu belassen. Das alles müsse nun strukturiert und organisiert werden, fügt Roth hinzu. „Wir sind aktiv und treffen uns, um weitere Schritte zu planen.“ Wichtig sei in erster Linie, den landwirtschaftlichen Betrieb möglichst wenig einzuschränken.

„Wir befinden uns noch in der Findungsphase, eine Machbarkeitsstudie soll Möglichkeiten für Energieerzeugung analysieren“, erklärt Roth. Der Arbeitskreis ist derzeit als Bürgerenergie-Gemeinschaft benannt. „Langfristig könnten wir uns in eine Genossenschaft umwandeln“. Interessierte seien nach wie vor willkommen und können sich bei ihm melden. „Wir sind offen für weitere Ideen“, betont Roth weiter.

Weitere Punkte aus dem Gemeinderat

Die Alte Schule Zeitlofs beheimatete übergangsweise bis Ende letzten Jahres die Grundschüler der Marktgemeinde. Dafür wurde das Gebäude vor einigen Jahren saniert und ist seitdem wieder nutzbar. Seit dem Umzug ins neue Schulgebäude steht sie jedoch leer. „Wir möchten, dass die Alte Schule zeitnah eine neue Nutzung erhält“, sagt Bürgermeister Matthias Hauke. Dafür soll das Gebäude im Standortportal der IHK zum Verkauf oder zur Vermietung ausgeschrieben werden.

Der Bürgermeister erinnert die örtlichen Vereine daran, Programmpunkte für das Ferienprogramm anzubieten. Bisher habe sich immer ein gutes Programm gefunden. Leider sei die Nutzung oftmals gering. Deshalb sei die Bewerbung des Programms umso wichtiger, sagt der Bürgermeister.

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