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Nach fünf Jahren
ZF-Werkleiter verlässt Schweinfurt
Verlässt den ZF-Standort Schweinfurt zum Sommer hin: Werksleiter Manfred Süß.
Verlässt den ZF-Standort Schweinfurt zum Sommer hin: Werksleiter Manfred Süß. // Anand Anders
Signet des Fränkischen Tags von Marcel Dinkel
Schweinfurt – Nach fünf Jahren als Standortleiter kehrt der 58-jährige Manfred Süß Schweinfurt den Rücken. Wohin er wechselt und wann seine Nachfolge bekannt gegeben werden soll.

Beim Automobilzulieferer ZF in Schweinfurt steht ein Wechsel an der Spitze bevor: Werksleiter Manfred Süß wird den Standort im Sommer dieses Jahres verlassen. Das teilte das Unternehmen am Freitag offiziell auf einer Betriebsversammlung mit.

„Gemeinsam mit dem Standortleitungsteam und der Arbeitnehmerseite will ich für Schweinfurt ein wirtschaftlich erfolgreiches und wettbewerbsfähiges Zukunftsbild erarbeiten“, wird Süß in einer offiziellen Mitteilung zitiert.

Rückkehr an vorherige Wirkungsstätte

Aus familiären Gründen verlässt der 58-jährige Schweinfurt und kehrt wieder in seine oberbayerische Heimat zurück. Dort soll der aus Wasserburg am Inn stammende studierte Maschinenbauingenieur laut Unternehmen in seiner früheren Wirkungsstätte bei ZF Lifetec in Aschau die Position des Vice President der Produktlinie Gasgeneratoren übernehmen und das Angebot an passiven Sicherheitslösungen weiterentwickeln.

„ZF Lifetec“ ist ein weltweit führender Anbieter und Systemhersteller für passive Sicherheitslösungen in Fahrzeugen. Der Bereich entwickelt und produziert Sicherheitssysteme wie Airbags, Lenkräder und Sicherheitsgurte für Autos, die durch Trends wie Elektrifizierung, intelligente Fahrzeuginnenräume oder den Übergang zum assistierten und autonomen Fahren weiter an Bedeutung gewinnen würden.

Nachfolge für Manfred Süß noch nicht geklärt

Bis es so weit ist, bleibt der 58-Jährige Süß dem Werk in Schweinfurt jedoch weiterhin erhalten. Demnach plant er den zum Jahresanfang gestarteten Zielbildprozess am Standort noch zu einem „erfolgreichen Abschluss“ zu bringen, wie das Großunternehmen weiter mitteilt.

„Dazu brauchen wir neue, langfristig erfolgreiche Produkte, aber auch innovative Prozesse und Herangehensweisen“, so Süß. Wer Süß in Schweinfurt nachfolgt, ist noch unklar. „Gespräche dazu werden jetzt geführt“, sagt eine Unternehmenssprecherin gegenüber der Redaktion.

Letztlich seien Know-how und Fachkenntnisse für die Position entscheidend. Süß selbst wolle den Übergang daher sorgfältig vorbereiten: „Jeder einzelne Mitarbeiter hier trägt mit seinem innovativen Denken und seiner vorbildlichen Einsatzbereitschaft dazu bei, dass Schweinfurt eine führende Rolle weltweit im ZF-Konzern einnimmt. Das ist die beste Basis für die neue Standortleitung.“

Tobias Brugger, Leiter der Produktion der Elektrosparte von ZF, dankt Manfred Süß für seine erbrachte Leistung in Schweinfurt. Der Manager habe bei der Ausrichtung des Standorts großartige Arbeit geleistet. „Sein tiefes Verständnis der Produktionsprozesse war entscheidend, um Probleme schnell zu identifizieren und gute Lösungen zu finden“, wird Brugger zitiert.

Lage bei ZF in Schweinfurt ist angespannt

Damit sei es ihm in herausfordernden Zeiten gelungen, auf Arbeitnehmerseite Verständnis für notwendige Maßnahmen zur künftigen Aufstellung des Standortes zu schaffen. „Wir danken ihm für sein wertvolles Engagement und wünschen ihm für seine neue Rolle bei ZF Lifetec alles Gute.“

Süß verlässt Schweinfurt in einer schwierigen Phase. Der Standort mit seinen 9000 Mitarbeitenden steckt tief in der Krise, vor allem in der Elektrosparte. Hohe Produktionskosten und die sinkende Nachfrage nach E-Autos setzen dem Konzern zu.

ZF hat nicht nur Arbeitszeiten gekürzt, sondern streicht wie an allen Standorten auch Stellen in Schweinfurt. Vorstandschef Holger Klein gab kürzlich bekannt, dass das Unternehmen einen Partner für die E-Antriebssparte in Schweinfurt sucht.

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