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Bahnhof, Anger oder Mobilität
20 mögliche Projekte in der Münnerstädter Altstadt
20 Projekte schlägt das Isek nur für die Altstadt vor.
20 Projekte schlägt das Isek nur für die Altstadt vor. // Ellen Mützel, Heike Beudert
Münnerstadt – Eine umfassende Studie untersuchte, wo in der Altstadt noch Handlungsbedarf ist. 20 mögliche Projekte wurden ausgemacht - von einer Sanierungsberatung bis zur Neugestaltung diverser Plätze.

Um herauszufinden, wo in der Kernstadt Handlungsbedarf ist und welche Projekte sinnvoll sind, aber auch, um diese abzustimmen und zu strukturieren und am Ende Fördergelder für diese Projekte zu bekommen, hat die Stadt Münnerstadt ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) erstellen bzw. fortführen lassen. 

Darin wurde auch genaustens untersucht, wo in der Altstadt städtebauliche Missstände sind und wie diese beseitigt werden (Vorbereitende Untersuchungen, VU). Daraus ergaben sich 20 Projekte. Diese lassen sich fast alle durch die Städtebauförderung, teilweise andere Fördertöpfe unterstützen. 

Wohnen und Innenentwicklung

Fortschreibung Gestaltungshandbuch mit Sanierungsberatung (2025-29)

Die baukulturelle Identität, die Authentizität des mittelalterlichen Gefüges Münnerstadts soll erhalten bleiben, auch mit Förderung. Baustein 1 ist ein Gestaltungshandbuch zu erarbeiten (förderfähig), Baustein 2 eine Sanierungsberatung anzubieten. Grober Kostenansatz::  Gestaltungshandbuch ca. 50.000 Euro, Beratung ca. 20.000 Euro / a.

Innenentwicklung historischer Stadtquartiere (2025-29)

Zur Sicherung und Bewahrung des Stadtbilds soll ein Rahmenplan für die Innenentwicklung von ausgewählten Quartieren im Sanierungsgebiet bestimmt werden. Nächste Schritte sind die Bestandsaufnahme vorhandener Quartiers-Konzepte, Erarbeitung eines Innenentwicklungskonzeptes als Machbarkeitsstudie, Rahmenplan ausgewählter Quartiere und Dialog mit den Eigentümerinnen und Eigentümern. Grober Kostenansatz: ca. 50.000 Euro.

Entwicklungsquartier Grube (2025-29)

Um attraktiven Wohnraum in der Stadt zu schaffen und eine Wegeverbindung zwischen Altstadt und Treibhaus-Areal herzustellen, soll die Grube umgestaltet werden. Zum einen sollen die Scheunen umgenutzt werden, etwa zum Wohnen oder als Quartiersgarage, zum anderen soll die Grube umgestaltet werden. Nächster Schritt ist ein Wettbewerbsverfahren. Grober Kostenansatz: 100.000 Euro.

Quartiersmanagement / Verfügungsfonds (2025-39)

Damit die Altstadt nicht ausstirbt, soll ein übergreifendes Quartiersmanagement eingerichtet werden, das Leerstände erfasst, den Einzelhandel auch mit unkonventionellen Lösungen fördert, Bauleute berät und verschiedene Akteure vernetzt. Grober Kostenansatz: ca. 50.000 Euro 

Vollumfängliche Sanierung stadtbildprägender Gebäude (2025-29)

Um erhaltenswerte und stadtbildprägende Bebauung zu sichern, soll zunächst eine Analyse angestellt und entweder die Gebäude direkt saniert oder eine Machbarkeitsstudie erstellt werden. Grober Kostenansatz: nach Umfang.

Versorgung und Einzelhandel

Entwicklungsperspektive westliche Stadtkante (2030-34)

Um die westliche Stadtkante, an der sich Netto und Bahnhof befinden, aufzuwerten, soll eine Machbarkeitsstudie untersuchen, was an dem Areal zu machen ist. Dies geht von Begrünung bis zu weiteren Nahversorgungs- und Dienstleistungsangeboten. Grober Kostenansatz: je Studie 30.000 Euro.

Stadtbild und öffentlicher Raum

Rahmenkonzept erlebbare Altstadtzugänge (2025-29)

Um die Eingänge zur Stadt an allen vier Seiten aufzuwerten, sollen sie verändert werden. Hierzu sind Machbarkeits- und Gestaltanalysen zu erstellen. Grober Kostenansatz: nach Umfang.

Erlebbare Stadtbefestigung (2030-34)

Um die Erlebbarkeit der Stadtgeschichte zu stärken, sollen Stadtmauer und Türme saniert werden, möglicherweise illuminiert. Der Stadtmauerweg soll aufgebessert werden und Lücken geschlossen. Die Wiederherstellung des historischen Verlaufs am Dicken Turm ist in Planung. Für beides muss ein Nutzungs- und Gestaltungskonzept erarbeitet werden. Grober Kostenansatz: nach Umfang.

Stadtbodenkonzept (2025-29)

Um den Stadtboden einheitlich zu gestalten, soll die bisher verwendete Gestaltung fortgeführt werden. Auf einheitliche Stadtmöbel und barrierefreie Zugänge ist ebenfalls zu achten. Hierfür soll ein Konzept mit Oberflächenanalyse, Leitdetails und Materialauswahl erarbeitet werden. Grober Kostenansatz: ca. 25.000 Euro.

Gestaltung Marktplatz (2025-29)

Der Marktplatz soll als Treffpunkt der Stadt umgestaltet werden. Hier spielen Begrünung, Multifunktionalität, die Außengastronomie oder eine anders organisierte Erschließung eine Rolle. Nächster Schritt ist ein Wettbewerbsverfahren. Grober Kostenansatz: 100.000 Euro

Gestaltung Anger (2025-29)

Um den ursprünglichen Anger-Charakter wiederherzustellen und Nutzungsvielfalt und Aufenthaltsqualität zu schaffen, soll der Platz umgestaltet werden. Dabei soll unter anderem der Bodenbelag erneuert, der Platz begrünt und der Parkraum neugeordnet werden. Hier steht ein Wettbewerbsverfahren an.  Grober Kostenansatz: 100.000 Euro.

Gestaltung Kirchplatz mit Kirchgasse (2030-34)

Der Kirchplatz soll als Raum für Kultur, Aufenthalt und Kommunikation umgestaltet werden: neuer Bodenbelag, Multifunktionalität, Barrierefreiheit und Klimaanpassung spielen hier eine Rolle. Davor braucht es das Stadtbodenkonzept. Grober Kostenansatz: Platzgestaltung: ca. 600.000 Euro.

Neuordnung und Gestaltung Hafenmarkt (2030-34)

Die Zehntscheune entspricht nicht den Anforderungen an ein Feuerwehrhaus. Deshalb soll das angrenzende Gebäude für Feuerwehrzwecke umgebaut und in der ehem. Zehntscheune ein Kulturschwerpunkt geschaffen werden. Das Gebäude muss jedoch dringend saniert werden. Zudem soll auf dem Platz leicht umgestaltet werden. Davor braucht es das Stadtbodenkonzept. Grober Kostenansatz: Platzgestaltung: ca. 650.000 Euro.

Gestaltung und Aufwertung des öffentlichen Straßenraums (2030-34)

Damit der Straßenraum aufgewertet wird, sollen die größeren Straßen der Altstadt umgestaltet werden: Punkte sind Klimaanpassung, breitere Gehwege, Barrierefreiheit. Grober Kostenansatz: nach Umfang (267 EUR/qm)

Kultur, Freizeit und Tourismus

Umnutzung alte Turnhalle (2025-29)

Die Alte Turnhalle (links der Bücherei) soll saniert und genutzt werden. Wie genau, soll noch erörtert werden.  Grober Kostenansatz: ca. 20.000 Euro.

Kulturförderung durch Zwischennutzung (2025-29)

Um Leerstände aufzuwerten und sie in das Bewusstsein der Bürgerschaft zu rücken, soll die Stadt die Zwischennutzung der Gebäude durch kulturelle Projekte fördern. Genanntes Beispiel: Else! Hierfür soll ein Verfügungs- bzw. Aktionsfonds eingerichtet werden. Grober Kostenansatz: ca. 15.000 bis 50.000 Euro.

Umwelt, Landschaft, Energie und Klima

Masterplan grüner Altstadtring (2025-29)

Grünflächen in Münnerstadt sollen erhalten und der Grüngürtel um die Stadt herum bestmöglich geschlossen werden. Dafür soll der Masterplan "grüner Altstadtring" erstellt werden.  Grober Kostenansatz: ca. 15.000 Euro.

Verkehr und Mobilität 

Verkehrskonzept / Parkraumkonzept (2025-29)

Die Münnerstädter Mobilität soll neu formatiert und zukunftsweisend organisiert werden. Das Konzept soll Kurzzeitparken, Dauerparken, Park-and-Ride sowie Parken-und-Mitfahren einbeziehen. Grober Kostenansatz: Parkraumkonzept: ca. 30.000 Euro, Parkleitsystem ca. 20.000 Euro, Stellplatzsatzung ca. 15.000 Euro.

Parken vor den Toren der Altstadt (2030-34)

Um die Innenstadt vom Verkehr zu entlasten, sollen Parkangebote am Rande der Altstadt gebündelt und klimagerecht umgestaltet werden, etwa mit E-Ladesäulen. Wichtiger Punkt dabei werden die neuen Stellflächen an der Inneren Lache. Grober Kostenansatz: ca. 20.000 Euro.

Mobilitätsdrehscheibe Bahnhof (2025-29)

Um den Bahnhof als Mobilitätspunkt attraktiv zu machen, soll dort unter anderem das Mobilitätsangebot (z.B. Car-Sharing) erweitert, eine Toilette geschaffen und die Fuß- und Radwegeverbindung verbessert werden. Dies passiert in Verbindung mit dem Projekt "Entwicklungsperspektive westliche Stadtkante". Grober Kostenansatz: 100.000 Euro.

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