Ein wenig verwundert waren die Bürgerinnen und Bürger des Marktes Bad Bocklet über ein Schreiben der Telekom. Darin war zu lesen, was bereits bekannt ist: Die Telekom baut das Glasfasernetz aus. Die Bürgerinnen und Bürger könnten ihre Immobilie kostenlos an das Glasfasernetz des Anbieters anschließen lassen. Dazu ein QR-Code und ein Link, unter dem sie den Glasfaseranschluss beauftragen können.
Noch keine Aufträge entgegengenommen
„Mit Ihrem Auftrag erteilen Sie uns Ihr Einverständnis für den Ausbau und die Anbindung Ihres Gebäudes an das Glasfasernetz der Telekom“, heißt es.
Lena Raschke, eine Pressesprecherin von Telekom, stellt dazu klar: „Aktuell können sich die Bürger bereits registrieren und damit ihr Interesse bekunden. Dies ist noch kein Auftrag für einen Glasfaseranschluss.“ Erst wenn die Vorvermarktung starte, komme der Anbieter noch einmal auf die Bürger zu.
Infoveranstaltung kommt
Und erst dann könne man auch einen Hausanschluss beauftragen. Weitere Informationen erfolgten sukzessive mit Flyern oder per Post. Eigentlich war auch eine Info-Veranstaltung geplant, sagt Bürgermeister Andreas Sandwall (CSU). Dazu bestätigt Raschke, dass es diese geben wird. Wenn der Termin bekannt ist, werde die Telekom ihn kommunizieren.
Weiter heißt es im Schreiben, dass der Anschluss „nur bei rechtzeitiger Beauftragung kostenfrei ist. Sollten Sie sich erst nach Abschluss der Vorvermarktung für einen Glasfaser-Hausanschluss entscheiden, können wir diesen nicht mehr unentgeltlich bereitstellen.“
Drängt die Zeit?
Müssen die Menschen in Bad Bocklet jetzt also schnell handeln? Nein, so Raschke. Es gibt noch nicht einmal einen Termin für den Start der Vorvermarktung. Aber auch danach sei noch Zeit, einen Glasfaseranschluss zu beauftragen.
„Solange der Bagger noch nicht an der Haustür vorbeigefahren ist, kann ein Glasfaseranschluss kostenfrei beauftragt werden“, so die Pressesprecherin. Hintergrund des Schreibens ist eine Kooperation mit Förderung des Freistaats, die der Markt Anfang des Jahres mit der Telekom geschlossen hat.
Start vermutlich frühestens 2024
„Der Ausbau kostet 2,7 Millionen Euro, wir zahlen nur zehn Prozent“, berichtet Sandwall. Doch er schätzt, dass es frühestens 2024 losgeht. „Wir warten auch noch auf die Detailplanung. Dazu nehmen wir dann Stellung, und dann geht es weiter“, so der Bürgermeister. Dazu heißt es von der Telekom: „Sobald die Feinplanung vorliegt, werden wir auf den Bürgermeister zukommen.“
Dass das Schreiben viel zu früh an die Bevölkerung ging, habe damit zu tun, dass Vertrieb und Ausbau bei der Telekom getrennt sei.
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