Hoher Staatsbesuch aus München in der Ärztegemeinschaft Bad Staffelstein: MdL Judith Gerlach, Bayerische Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention, kam kürzlich in besonderer Mission in die Gemeinschaftspraxis. Auf dem Programm standen ein Rundgang durch die mittlerweile elf Ärzte umfassende Praxis sowie Gespräche mit Bundestagsabgeordneter Emmy Zeulner, Bürgermeister Mario Schönwald und Ärzten aus der Umgebung. Vor allem aber ging es um die symbolische Überreichung der sogenannten „Landarztprämie“ in Höhe von 60.000 Euro brutto.
Im Mittelpunkt des Besuchs stand somit Kinderarzt Dr. Daniel Deuber, der seit Januar 2026 als niedergelassener Arzt und einer von drei Gesellschaftern der Ärztegemeinschaft tätig ist. Der 42-Jährige ist in Scheßlitz aufgewachsen und lebt seit mehr als 20 Jahren in Bamberg. Seine Frau stammt mit ihrer Familie aus dem Itzgrund.
In Scheßlitz bei Bamberg aufgewachsen
„Durch meine Kindheit im Raum Scheßlitz und die vielen Kontakte, die über die Jahre entstanden sind, haben wir viel Verbindung in die Region“, erzählt Deuber. „Daher war Bad Staffelstein ideal, um der klassische Landarzt zu sein, den man auch persönlich kennt und der bereits Teil der regionalen Gesellschaft war und ist.“
Von April 2023 bis Dezember 2025 arbeitete er bereits als angestellter Kinderarzt in Bad Staffelstein. Im Januar 2026 folgte dann die Niederlassung als Kinderarzt und der Einstieg als Gesellschafter in die Ärztegemeinschaft.
Deubers Werdegang
Vor seinem Medizinstudium absolvierte Deuber zunächst seinen Zivildienst und anschließend eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger in Kutzenberg. Vor und während des Studiums arbeitete er zudem auf der Intensivstation der Universitätsklinik Erlangen. Während seiner Assistenzarztzeit an der Kinderklinik Bamberg absolvierte er Weiterbildungen in der pädiatrischen Palliativmedizin und Schmerzmedizin in München sowie in Datteln.
Dieser Bereich der Kinder- und Jugendmedizin liegt ihm bis heute besonders am Herzen. Er darf die Zusatzbezeichnung „Pädiatrische Palliativmedizin“ führen und steht in enger Verbindung zum Kinder- und Jugendhospiz Sternenzelt in Bamberg. Darüber hinaus absolvierte er Weiterbildungen in spezieller Schmerztherapie für Kinder und Jugendliche sowie in psychosomatischer Grundversorgung.
Ernsthaftigkeit, Empathie und Professionalität
Dass er Kinderarzt werden würde, war ursprünglich gar nicht geplant. „Zu Beginn des Studiums wollte ich eigentlich kein Kinderarzt werden“, sagt er. Erst eine Famulatur – ein Pflichtpraktikum für Medizinstudenten – habe ihn von dem Fachgebiet überzeugt. „Hier wurde mir klar, dass es ein guter Mix aus ärztlicher Ernsthaftigkeit, Empathie und Professionalität gegenüber den Eltern sowie dem humorvollen Kontakt zu den kleinen und größeren Patienten ist.“ Besonders schätze er, „auch einmal Quatsch und Spaß machen zu dürfen, obwohl ich Arzt bin“.
Kein weißer Arztkittel
Diesen persönlichen Ansatz zeigt Deuber auch im Praxisalltag. Auf die klassische weiße Arztkleidung verzichtet er bewusst. Zur weißen Hose trägt er meist Shirts mit Motiven. „Gerne mit Tieren“, sagt er und zeigt sein Gorilla-Shirt.
Ministerin Gerlach würdigte dessen Entscheidung für den Standort Bad Staffelstein. „Ich freue mich sehr, dass Sie sich hier für eine Niederlassung entschieden haben. Gerade bei der medizinischen Versorgung von Kindern ist eine wohnortnahe Einrichtung für Familien besonders wichtig“, betonte die Ministerin.
In ihrem Grußwort hob Gerlach die Bedeutung der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum hervor: „Eine gute medizinische Versorgung vor Ort schafft Vertrauen und gibt den Menschen Sicherheit, gerade dann, wenn sie krank sind.
Für Familien in der Region bedeutet dies kurze Wege und eine wohnortnahe kinderärztliche Betreuung. Seit einer Gesetzesänderung im Jahr 2026 kann Dr. Deuber übrigens nicht nur Kinder, sondern auch junge Erwachsene bis zum Alter von 21 Jahren behandeln. In der „Ärztegemeinschaft Bad Staffelstein“ übernimmt er die Nachfolge von Kinderarzt Dr. Christian Hartnik.











