Ferienprogramm
Paddel-Spaß auf dem Main
Die Tour auf dem Main kam als Ferien-Angebot gut an.
Die Tour auf dem Main kam als Ferien-Angebot gut an.
Foto: Dieter Radziej
F-Signet von Dieter Radziej Fränkischer Tag
LKR Lichtenfels – Eine Tour unter fachkundiger Anleitung stieß auf großes Interesse. Einige Kilometer flussabwärts wäre das derzeit nicht mehr möglich.

Das Jugend-Sommer-Ferienprogramm am Obermain hat inzwischen Fahrt aufgenommen und bietet Kindern und Jugendlichen interessante Aktionen. Ein gelungener Beitrag war am Freitag das Paddeln auf dem Main, organisiert von der Jugendarbeit des Landkreises. Thomas Limmer vom Burgkunstadter Paddle-Shop „Wild Zebra“ leitete das Event.

Ein Gespann voller Boards

Ausgangspunkt war der Dorfanger von Strössendorf. Als Thomas Limmer mit einem Gespann, voll beladen mit Boards, vorfuhr, wurde deutlich, welch lebhaftes Interesse schon im Vorfeld herrschte. Nachdem alles abgeladen war, gab es zunächst Erläuterungen für alle Paddler, insbesondere wie jeder sicher auf dem Board stehen könne, welche Paddellänge erforderlich sei, und dass man zumindest das Schwimmen beherrschen sollte, wenn man sich diesem Freizeitvergnügen zuwenden wolle. Alle, die sich nicht ganz so sicher fühlten, durften Schwimmwesten anlegen, die ebenfalls in großer Zahl bereit lagen.

Nachdem sich das Wetter von seiner angenehmen Seite zeigte und der Main in diesem Bereich noch ausreichend Wasser führte, konnte mit den Vorbereitungen begonnen werden. Jedes Mädchen und jeder Junge erhielt entsprechend seines Alters und der Körpergröße ein passendes Board.

Lebhaftes Treiben nahe der Mainbrücke

Bald herrschte lebhaftes Treiben im Umfeld der Mainbrücke. Bevor das Vergnügen dann begann, gab es noch letzte Hinweise hinsichtlich der Paddel-Haltung und wie zu Paddeln sei, damit die Boards sowohl vorwärts wie auch rückwärts im Wasser bewegt werden könnten. Selbst Tandem-Paddler waren unterwegs. Zwischenzeitlich bevölkerte schon eine ganze Armada das Gewässer und zog die Blicke auf sich, bevor unter der Leitung von Thomas Limmer der „Main-Trip“ begann. Jeder konnte dabei entscheiden, ober er kniend oder stehend paddeln wollte, bevor es mainabwärts ging. Die Fließgeschwindigkeit des Gewässers erleichterte das Paddeln. Als dann das Mainwehr bei der Trebitzmühle langsam in Sichtweite kam, hieß es umdrehen. Mainaufwärts war die Fahrt nicht mehr ganz so einfach. Dennoch bereitete es allen sichtlich Freude, wenngleich es auch schon ein wenig anstrengend war.

Möglichkeit zum Baden

Es gab bei der Paddel-Tour dann noch ein weiteres Ziel: Auf halbem Weg bog die Flottille dann in den Baggersee ab, wo für diejenigen, die Lust dazu hatten, noch Zeit für ein erfrischendes Bad war. Nach einem erlebnisreichen Tag konnten die Paddler wohlbehalten von ihren Eltern wieder abgeholt werden.

Gruppenbild der Teilnehmer an der Ferien-Aktion
Gruppenbild der Teilnehmer an der Ferien-Aktion
Foto: Dieter Radziej

Übrigens hat sich am Obermain das „Stand-Up-Paddeln“ längst zu einem beliebten Freizeitangebot entwickelt. Thomas Limmer betreibt sein Unternehmen mittlerweile im siebten Jahr. Der Burgkunstadter Raum ist dafür gut geeignet, da dort Stauwehre zur Stromerzeugung einen ausreichenden Wasserstand gewährleisten.

Extremer Niedrigwasserstand

Anders sieht es da schon zwischen Hochstadt und Schwürbitz sowie ab Hausen flussabwärts aus, wo laut Limmer der Main inzwischen für gewerbliche Anbieter gesperrt ist.

Der Niedrigwasser-Informationsdienst des Bayerischen Landesamtes für Umwelt registrierte am vergangenen Samstag bei Schwürbitz mit nur 2,07 Kubikmetern pro Sekunde die geringste Wassermenge seit Beginn der Aufzeichnungen. Und diese bestehen bereits seit etlichen Jahrzehnten. Die im Sommer übliche Niedrigwasser-Situation in der Region sei heuer bereits zwei, drei Wochen früher dran, stellt Thomas Limmer fest.

Trockenheit und die Folgen

Bereits Mitte Juli hatte das Landratsamt Lichtenfels darauf hingewiesen, dass kleinere Flüsse und Bäche beginnen auszutrocknen und eine Wasserentnahme nicht mehr erlaubt ist. Schon das Herausnehmen geringer Mengen könnten der Gewässerökologie schaden und ein Fischesterben beziehungsweise Austrocknen des Bachbetts zur Folge haben.pp

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