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Fußball-Kreisliga Coburg
Derby und Topspiel: TSV Staffelstein bleibt ungeschlagen
Die Bad Staffelsteiner um Dominik Kremer (links) halten den FC Lichtenfels II um Lukas Kühnberger auf Distanz.
Die Bad Staffelsteiner um Dominik Kremer (links) halten den FC Lichtenfels II um Lukas Kühnberger auf Distanz. // Gunther Czepera
Signet des Fränkischen Tags von Tobias Ebner, Gunther Czepera
Lichtenfels – Der TSV Staffelstein und der FC Lichtenfels II bestritten am Sonntag das Topspiel der Fußball-Kreisliga Coburg. So blicken die Spieler Dominik Kremer und Colin Carl auf das umkämpfte Spitzenspiel und Landkreis-Derby zurück.

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass das Topspiel der Fußball-Kreisliga Coburg zwischen dem Tabellenersten und seinem schärfsten Verfolger ausgerechnet zwei Mannschaften aus dem Landkreis Lichtenfels bestritten. Doch genau das war der Fall am Sonntagnachmittag, als die zweite Mannschaft des FC Lichtenfels den TSV Staffelstein zum Landkreis-Derby empfing.

Die Thermalbadstädter hielten sich im Karl-Fleschutz-Stadion schadlos, gewannen das Spiel knapp mit 1:0 und bauten damit ihren Erfolgslauf zum Abschluss der Hinrunde weiter aus: Auch im 15. Spiel blieb der Absteiger aus der Bezirksliga Oberfranken West ohne Niederlage. Und der Vorsprung auf die immer noch zweitplatzierte Lichtenfelser Reservemannschaft beträgt inzwischen satte 15 Punkte.

Auf beiden Seiten ist man sich einig: Der knappe Erfolg der Bad Staffelsteiner geht letzten Endes in Ordnung. TSV-Spieler Dominik Kremer sprach von einem „verdienten Auswärtssieg“, während der Lichtenfelser Colin Carl meinte: „Der knappe Sieg für Staffelstein geht insgesamt in Ordnung.“

TSV Staffelstein nutzt nur eine Chance

Das Tor des Tages erzielte Nils Schlosser in der 25. Minute, in einer Phase, in der seine Mannschaft das Spielgeschehen bestimmte. „Wir sind gut ins Spiel gekommen. In der ersten Halbzeit waren wir die dominante Mannschaft und hatten mehrere hochkarätige Torchancen. Leider haben wir nur eine davon genutzt. Deshalb hätte es zur Halbzeit auch 2:0 oder 3:0 für uns stehen können“, sagt Kremer.

Auch das sieht Carl so: „In der ersten Halbzeit hat Staffelstein sein Spiel durchgezogen, und wir haben sie zu viel spielen lassen. So fängst du dann auch das Gegentor, weil du in den Zweikämpfen nicht konsequent genug bist. Wir müssen sogar froh sein, dass wir nicht noch weitere Tore kassiert haben.“

In der zweiten Hälfte schwächten sich die Lichtenfelser dann selbst: Schiedsrichter Fabian Götz zeigte Eugen Lorenz nach einem erneuten Foulspiel die gelb-rote Karte. Rund 30 Minuten lang agierte die „Zweite“ des FCL in Unterzahl. Doch das setzte laut Carl nochmal neue Kräfte bei den Korbstädtern frei: „Nach der Gelb-Roten Karte hat die gesamte Mannschaft dann große Moral gezeigt.“

FC Lichtenfels II trotzt Unterzahl-Situation

„Wir waren entschlossen in den Zweikämpfen, haben ordentlichen Fußball gespielt, die Angriffe aber leider nicht sauber zu Ende gebracht. Am Ende waren wir vielleicht nicht zwingend genug.“ Nicht zwingend genug waren aber auch die Gäste in der Offensive, man habe die „Angriffe nicht mehr so gut ausgespielt“ und sich auch „nicht mehr so viele Torchancen erarbeitet“, berichtet Kremer.

Unter dem Strich blieb es also beim 1:0 für Bad Staffelstein. „So können wir unsere Hinrunde mit einem Derbysieg beim FC Lichtenfels II krönen und sind natürlich sehr glücklich über die drei Auswärtspunkte“, freut sich Kremer. Die Thermalbadstädter grüßen zum Ende der Hinrunde mit 43 Punkten von der Tabellenspitze, die Lichtenfelser bleiben mit 28 Punkten Tabellenzweiter.

Denn der Dritte FC Krecktal (27) konnte nicht von der Niederlage profitieren: Er kam zuhause nicht über ein 1:1 gegen den TSV Oberlauter (26) hinaus. Dieser ist weiter Fünfter, punktgleich mit dem SV Ketschendorf, der den TSV Heldritt mit 6:2 besiegte. Drei Spiele wurden abgesagt: Haarbrücken gegen Scherneck, Sonnefeld gegen Niederfüllbach/Grub und SV Bosporus gegen Gestungshausen.

Glückwunsch: Der SV Ketschendorf hat sich durch ein 6:2 gegen den TSV Heldritt auf Platz vier nach vorne geschoben.
Glückwunsch: Der SV Ketschendorf hat sich durch ein 6:2 gegen den TSV Heldritt auf Platz vier nach vorne geschoben. // Hagen Lehmann

Fußball-Kreisliga Coburg: Die Statistiken zum 15. Spieltag 

FC Haarbrücken – TSV Scherneck abgesagt

SV Ketschendorf – TSV Heldritt 6:2 (2:0)
Tore: 1:0 Schlüter (33.), 2:0 Schlüter (45.), 3:0 Häßler (50.), 4:0 Schramm (58.), 4:1 Westhäuser (71.), 5:1 Höhn (75.), 5:2 Fischer (81.), 6:2 Nillies (88.) / Schiedsrichter: Patrick Zahner / Zuschauer: 45

TSV Sonnefeld – SG Niederfüllbach/Grub abgesagt

FC Lichtenfels II – TSV Staffelstein 0:1 (0:1)
Tor: 0:1 Schlosser (25.) / Schiedsrichter: Fabian Götz / Zuschauer: 250

FC Krecktal – TSV Oberlauter 1:1 (0:0)
Tore: 1:0 H. Aladi (Elfmeter, 71.), 1:1 Scheurer (74.) / Schiedsrichter: Paul Migge / Zuschauer: 80

SV Großgarnstadt – SV Heilgersdorf 2:1 (0:1)
Tore: 0:1 Waltes (34.), 1:1 Scharpf (Eigentor, 68.), 2:1 Hofmann (90.+1) / Schiedsrichter: Blerim Berisha / Zuschauer: 50

SV Bosporus Coburg – TSV Gestungshausen abgesagt

TSV Pfarrweisach – VfB Einberg 2:1 (1:1)
Tore: 1:0 S. Pecht (22.), 1:1 Skiba (27.), 2:1 Schorr (47.) / Schiedsrichter: Ali Ekber Duman / Zuschauer: 80

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