0
Planungsstart 2026
Bad Staffelstein plant Schutz vor neuen Überflutungen
Bürgermeister Mario Schönwald, Bauamtsleiter Werner Gunreben, Stadtbaumeister Johannes Schmidt, Steffen Gaul (Gaul Ingenieure), Geschäftsleiter Fabian Leppert, und Martin Löffler (Gaul Ingenieure) am Hirtengraben in Nedensdorf (von links).
Bürgermeister Mario Schönwald, Bauamtsleiter Werner Gunreben, Stadtbaumeister Johannes Schmidt, Steffen Gaul (Gaul Ingenieure), Geschäftsleiter Fabian Leppert, und Martin Löffler (Gaul Ingenieure) am Hirtengraben in Nedensdorf (von links). // Barbara Haas
Bad Staffelstein – Nach heftigen Überflutungen 2024 beginnt Bad Staffelstein die Planung für einen besseren Schutz. Ein neues Konzept soll künftige Risiken minimieren.

Die Stadt war im Juni 2024 von starken Überschwemmungen betroffen. Diese kamen sowohl aus sogenannten Gewässern III. Ordnung als auch aus den Außen-Einzugsgebieten (wild abfließendes Wasser bei Starkregen abseits von Gewässern). Die Überschwemmungen führten zu zahlreichen Sachschäden.

Zur Vorsorge soll daher ein Konzept zum kommunalen Sturzflutrisikomanagement erstellt werden, das zu 75 Prozent vom Freistaat Bayern gefördert wird, wie die Stadt in einer Pressemitteilung erklärt.

Fünf Bearbeitungsschritte

Das Sturzflutkonzept umfasst demnach fünf Bearbeitungsschritte, die eine Bestandsanalyse, eine Gefahrenermittlung, eine Gefahren- und Risikobeurteilung, eine Ausarbeitung von konzeptionellen Maßnahmen sowie eine integrale Strategie zum weiteren Vorgehen. Dabei werden unter anderem Überflutungsberechnungen zur Ableitung einer grundstücksbezogenen Gefährdung durchgeführt und Maßnahmen zum Schutz vor Überflutungen entwickelt. Dies dient als Grundlage für Förderungen von baulichen Maßnahmen.

Die Ergebnisse sollen den Bürgern als Information zur Verfügung gestellt werden und im Rahmen verschiedener Öffentlichkeitsbeteiligungen auch die Eigenvorsorge zum Schutz vor Überflutungen gestärkt werden, so die Stadt.

Die Konzepterstellung ist in zwei Lose aufgeteilt. Los 1 umfasst den Bereich westlich des Mains, der beim Starkregen 2024 am stärksten Betroffen war, und Los 2 den Bereich östlich des Mains.

Als erster Schritt finden ab Anfang Februar 2026 Gewässerbegehungen und Vermessungsarbeiten durch das Büro Gaul Ingenieure aus Bamberg statt.

Zutritt zu Privatgrundstücken

Hierbei wird es teilweise auch nötig werden, eingefriedete Privatgrundstücke zu betreten. Dabei werden sich die Vermesser individuell bei den Betroffenen Eigentümern anmelden.

Für Los 1 wird es ab Mitte April 2026 mehrere Bürgerversammlungen in den betroffenen Ortschaften geben, bei denen über das Vorgehen informiert wird und die Ortsbevölkerung ihre Erfahrungen und Wahrnehmungen für die Konzepterstellung einbringen kann. Veranstaltungsorte und -termine werden rechtzeitig bekanntgegeben, so der Pressetext weiter.

Umsetzung soll schnell kommen

Beim Auftaktgespräch mit Vertretern des ausführenden Büros Gaul Ingenieure und Vertretern der Stadt freute sich Erster Bürgermeister Schönwald, dass die Arbeiten für die Konzepterstellung nun starten können. „Die Ereignisse von Juni 2024 haben gezeigt, wie ausgeliefert und verwundbar man bei Starkwetterlagen ist. Ich möchte nach der Konzepterstellung schnell in die Umsetzung einzelner Maßnahmen kommen, um für kommende Ereignisse gewappnet zu sein“, sagte Schönwald. red

Inhalt teilen
  • kopiert!