Im kommenden Jahr wird der 100. Geburtstag der evangelischen Kirche in Schwürbitz gefeiert. Damit bis dahin alles in neuem Glanz erstrahlt, haben sich die Verantwortlichen der Kirchenverwaltung zu einer umfangreichen Renovierung entschlossen.
So lief die Renovierung der evangelischen Kirche in Schwürbitz
Doch wo beginnt eine Kirchenrenovierung? Als erstes wurde die Orgel abgebaut und eingelagert, bevor sich am vergangenen Samstag zahlreiche Helfer einfanden, um mit dem Ausbau der Bänke zu beginnen und mit der Räumung des Kirchenraums weiterzumachen.
Es herrschte eine betriebsame Geschäftigkeit, und durch bereits durchgeführte Vorarbeiten war die Kirche in kürzester Zeit wie leer gefegt. Ein ungewohnter Anblick, so ein vertrautes, schmuckes Gotteshaus so zurückgebaut und „nackt“ zu sehen.
Team um Thomas Gruber packt an
Immer wieder schallte der Name „Thomas“ durch das speziell klingende Kirchenschiff, und der Manager der Baustelle, Thomas Gruber, hatte auf jede Frage eine Antwort. „Was machen wir denn mit den Hockern? Wohin tun wir die Stoffe und Kissen?“
Während sich kräftige Männer um den Abtransport der Kirchenbänke kümmerten, wuselten einige Frauen durch Sakristei und Altarraum. „Das kommt ins Gemeindehaus, das in den Turm“, war zu hören, und die Harmonie und das schnelle Vorankommen förderten die gute Stimmung unter den Helfern.
Zurück zum ursprünglichen Charakter aus dem Jahr 1927
Es folgten Elektroarbeiten und man muss kein Fachmann sein, um zu erkennen, dass die in die Jahre gekommene Elektroinstallation ersetzt werden muss. Wenn dieses kostspielige Gewerk geschafft ist, folgen gebotene Putz- und Malerarbeiten.
Dabei, so Thomas Gruber, werde man darauf achten, dass die Kirche ihren ursprünglichen Charakter und die Farbgebung aus dem Jahr 1927 zurückerhält. Auch die Sandsteine im Inneren des Altarraums möchte man wieder herausarbeiten und so eine Harmonie zum beige-braunen Innenanstrich erreichen. Dabei soll das der Zeit der letzten Renovierung entsprechende Einheitsweiß komplett weichen.
Evangelische Kirche in Schwürbitz: Aufwertung des Altarraums geplant
Malereien, also übertünchte Kunstwerke, erwarte man nicht unter dem kühl wirkenden, schon leicht angegrauten und durch Kerzenruß schmutzig wirkenden Anstrich aus den 80er Jahren.
Thomas Gruber und mit ihm viele Gläubige und Freunde der kleinen Kirche in Schwürbitz freuen sich auf die Aufwertung des Bogens und des Altarraums. Und er ergänzt: „So etwas muss man schon einmal mitgemacht haben!“
Neuer Name zum hundertjährigen Bestehen
Thomas Gruber verriet auch, dass mit der im nächsten Jahr geplanten Einweihung das schmucke Gotteshaus einen Namen erhalten wird. Der Altar wird in der Kirche verbleiben und, so wie jetzt schon das Gestell der Orgel, ordentlich verpackt der Wiedereröffnung entgegenwarten. Auf dem Altar ist das Bild des „guten Hirten“ zu sehen, und das werde wohl auch der Name des 100-jährigen Gotteshauses.
Kirchweih und Konfirmation bereits für 2027 geplant
Auf die bevorstehende Kirchweih angesprochen, verrät der Kirchenvorstand, dass es selbstverständlich einen „Kerwesgottesdienst“ geben werde. Je nach Wetterlage werde man am 27. September um 9 Uhr den Gottesdienst im Garten oder im Gemeindehaus abhalten.
Wenn es keine größeren Hindernisse oder unvorhergesehene Probleme gebe, hat Gruber die Hoffnung, dass im nächsten Jahr die Konfirmation wieder im Gotteshaus gefeiert werden könne.
Wer nicht helfen kann, aber spenden möchte, ist herzlich willkommen. Die Kontonummer der Kirchengemeinde Schwürbitz ist hier zu finden.














