Natur
Nestbau auf auf dem Strössendorfer Schloss
Intensiv baut derzeit ein Storchenpaar auf dem Strössendorfer Schloss ein Nest. Wird es bald Nachwuchs geben?
Intensiv baut derzeit ein Storchenpaar auf dem Strössendorfer Schloss ein Nest. Wird es bald Nachwuchs geben?
Foto: Dieter Radziej
Strössendorf – Ein Storchenpaar hat einen Kamin als Nistplatz auserkoren. Es scheint ein längerer Aufenthalt zu werden.

Wie zwei Geschwister, so vermerkte einst ein Chronist, erheben sich die evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Katharina und das Schloss von Strössendorf am Mainufer und verleihen dem Altenkunstadter Gemeindeteil seine besondere Prägung. Derzeit ist es aber ein anderes Ereignis, das die Blicke auf sich zieht: Störche, die auf einem der Kamine des altehrwürdigen Schlosses mit dem Bau eines Nestes begonnen haben.

Immer mehr Weißstörche rund um Altenkunstadt

Wenn die Weißstörche, die in der kalten Jahreszeit überwiegend in Afrika überwintern, am Obermain wieder eintreffen, dann ist dies ein sichtbares Zeichen, dass der Frühling und damit die wärmere Jahreszeit begonnen haben. Seit etlichen Jahren haben Weißstörche Altenkunstadt und sein Umfeld als Refugium entdeckt.

Man sieht die Tiere vor allem in den Mainwiesen bei Theisau, in Altenkunstadt, Weidnitz und Neuses am Main, wenn sie mit ihren langen Beinen die Wiesen, Flachwasserzonen und sumpfige Gebiete durchschreiten und nach Nahrung suchen.

Einstmals wurde eine Nisthilfe sogar mit einer Kamera auf dem ehemaligen Grundschulgebäude von Altenkunstadt angebracht – in der Hoffnung, dass die Zugvögel eine Bleibe finden könnten. Zumal alljährlich Störche auf den hohen Gebäuden wie der katholischen Pfarrkirche in Altenkunstadt zu sehen sind.

Mehrfach schon beobachtet

In einem zunehmenden Maße hat Adebar aber auch den Gemeindeteil Strössendorf entdeckt. Er wurde mehrfach schon auf Nebengebäuden des Strössendorfer Schlosses und auf den Schlossdächern selbst gesehen.

Auch hier konnte dem Storch in der Vergangenheit schon einmal Unterstützung gegeben werden. Und tatsächlich, eines Tages war ein Storch in einem künstlich geschaffenen Nest zu sehen. Allerdings hielt sich die Freude darüber in Grenzen, denn ein näheres Hinsehen verdeutlichte: Es handelte sich um ein Exemplar, das aus Holz ausgesägt, angestrichen und in das Netz gesetzt worden war.

Bemühungen scheinen Erfolg zu haben

Doch Spaß beiseite. Die Bemühungen, den Storch im Strössendorf wieder anzusiedeln, scheinen in diesem Jahr tatsächlich Erfolg zu haben. Übernachtete er in den letzten Jahren häufig auf den hohen Dächern, so scheint es diesmal ein längerer Aufenthalt zu werden. Aufmerksame Einwohner von Strössendorf beobachten seit einigen Tagen ein Storchenpaar, das mit kleinen Zweigen und stärkeren Ästen im Schnabel über die Wohngebäude hinweg und durch die Häuserreihen hindurch zielstrebig auf das Schloss in Strössendorf fliegt. Hier hat es einen Kamin zu seinem Nistplatz auserkoren.

Viele erfreuen sich an diesem Anblick, und selbst bis in die Biergärten des Orts hinein ist es zu hören, wenn die Störche mit ihren großen und kräftigen Schnäbeln klappern. Alle Einwohner sind natürlich gespannt, wann die Bruttätigkeit beginnt. Wird in Strössendorf ein Storchennachwuchs das Licht der Welt erblicken?

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