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KOMMENTAR
Wird sich in der Pflege etwas ändern?
Marion Eckert
Marion Eckert // Marion Eckert
Bad Kissingen – Am Lebensende: Bitte nicht ins Pflegeheim. Die Angst und Unsicherheit ist groß.

Der Vortrag von Claus Fussek machte betroffen. Wer möchte schon in einem Heim den Lebensabend verbringen, ausgeliefert der Willkür des Pflegepersonals und der Heimleitung? Und aus Angst vor noch schlechterer Behandlung in Schweigen verfallen? Das ist eine Horrorvorstellung.

Für mich ist es eine Zwickmühle: Meinen Kindern möchte ich im Alter nicht zur Last fallen. Gelegentlich mal im Garten helfen ist das eine, aber pflegebedürftig, das ist eine ganz andere Nummer.

Was tun, wenn ich doch einmal Pflege nötig haben sollte? Ins Heim? Das möchte ich keinesfalls. Bleibt zu hoffen, dass ich keine Pflege benötigen werden. Doch wie wahrscheinlich ist das?

Ganz ehrlich, ich weiß nicht, wie ich das für mich eines Tages regeln möchte. Zwar habe ich meiner Tochter jüngst gesagt: Bitte bringt mich niemals in ein Pflegeheim. Nur, welchen Druck lade ich ihr da auf?

Sicherlich, es gibt gute Pflegeheime und engagierte, liebevolle Pflegekräfte, die voller Leidenschaft ihren Beruf ausüben, für die Pflege eine Herzensangelegenheit ist. Doch wie wahrscheinlich ist das, solche eine Pflegekraft zu bekommen?

Fusseks Vortrag  hat klargemacht, wie dringend notwendig es ist, die Zustände in der Pflege zu ändern. Zugleich hat er aber auch ernüchtert, denn Fussek kämpft seit 40 Jahren darum – nahezu vergeblich.

Zurück bleibt ein mulmiges Gefühl. Wie wahrscheinlich ist es, dass sich in den nächsten 20 Jahren etwas ändern wird? Und dann? Endstation Pflegeheim? Augen zu und durch? Oder doch hoffen, dass es einen selbst nicht treffen wird?

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