„Unsere Spenden sollen Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt zugute kommen - egal ob jung oder alt“, betont Horst Waldner, Präsident des Lions Clubs Bad Kissingen.
Zum Jahresanfang übergab er deshalb im Namen des Clubs 1500 Euro an den Kliegl-Kindergarten zur Anschaffung von Bewegungsmaterialien sowie 2000 Euro an den Verein Kidro zur Renovierung der Kleiderkammer und zur Einrichtung eines Notschlafplatzes in der Wärmestube (Maxstraße).
Bewegungsräume und Bewegungsvielfalt
„Das ist eine schöne Sache für unsere Kinder“, bedankte sich Manuela Sauer, Gesamtleiterin der drei Häuser des Kliegl-Kindergarten mit 140 Kindern, beim Besuch des Lions-Präsidenten im Haus Maxstraße und fügte gleich hinzu: „Ohne Ihre Spende hätten wir uns dies nicht leisten können.“
Denn die acht unterschiedlich gestalteten Module kosteten immerhin 3000 Euro, die der Lions Club zur Hälfte mitfinanzierte.
Die hölzernen Module lassen sich variabel zusammenbauen – ebenerdig, schräg, als Brücke oder aufgehängt an einer Sprossenwand – und sind mit verschiedenen Materialien bestückt von Holz über Stein oder Schaumstoff bis zu Schmirgelpapier oder Teppichboden, die die Kinder ähnlich wie bei einem Barfußpfad mit den Füßen ertasten sollen.
Doch auch ohne diese Aufgabe eignet sich das robuste Mobiliar, das sogar für Erwachsene zugelassen ist, zum Darüberlaufen oder Klettern.
In der Stadt kaum noch Flächen zum Austoben
„Ohne Bewegung findet Leben nicht statt“, meinte Elternbeiratsvorsitzende Marieke Krug, die den Kontakt zum Lions Club hergestellt hatte. Natürlich wäre für die Kleinen das Toben in freier Natur gesünder, weiß sie selbst aus eigener Kindheit, „aber in der Stadt gibt es doch kaum noch freie Flächen zum Austoben“.
Zudem schränken selbst auf Spielplätzen viele Vorschriften die Bewegungsfreiheit der Kinder ein. „Man muss also Bewegungsräume und Bewegungsvielfalt schaffen“, begründete Erzieherin Karina Kralle, Leiterin des Hauses Maxstraße mit 65 Kindern, die Anschaffung des neuen Spielgeräts.
Acht Module für die Kinder überall aufbaubar
Ein besonderer Vorteil dieser Neuanschaffung ist zudem, dass sich die acht Module, die man jederzeit um weitere Einheiten ergänzen und überall aufbauen kann, schnell verstauen und transportieren lassen. So können sie auch jederzeit in den anderen beiden Häusern in der Kapellenstraße und in der Steinstraße aufgebaut werden.
Bei seiner Spendenvergabe denkt der Lions Club nicht nur an die Kleinen, „die Zukunft unserer Stadt“, wie Präsident Waldner sie nennt, sondern auch an bedürftige Erwachsene wie etwa beim Weihnachtsessen für die Kunden der Kissinger Tafel, das im Dezember schon zum zweiten Mal stattfand und jährlich fortgesetzt werden soll.
Kosten für Kidro-Projekte Renovierung der Kleiderkammer und Notschlafplatz übernommen
Um bedürftige Erwachsene geht es deshalb auch bei der zweiten Spende des Clubs. „Im November hatte unser Vorstand ein Gespräch mit Oberbürgermeister Dirk Vogel“, berichtet Waldner über das Zustandekommen.
Auf die Frage, wo der Lions Club etwas Gutes tun könne, schlug der Oberbürgermeister spontan die Kissinger Wärmestube vor, eine Einrichtung des Vereins Kidro für Bedürftige. Beim späteren Treffen mit dessen Vorsitzenden Christian Fenn äußerte dieser sogleich Finanzbedarf für die Renovierung der Kleiderkammer in der Wärmestube.
Außerdem plante er angesichts der Vollbesetzung des Kissinger Obdachlosenheims die Einrichtung einer Notschlafstelle für den Fall des spontanen Bedarfs. Der Lions Club Bad Kissingen übernahm für beide Kidro-Projekte die Gesamtkosten in Höhe von 2000 Euro.









