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Närrische Zeit in Kissingen
Beeindruckende und kreative Tänze zum Faschingsabschluss
Die Linsenspitzer-Garde von Fidelia Reiterswiesen mit „Alles steht Kopf“.
Die Linsenspitzer-Garde von Fidelia Reiterswiesen mit „Alles steht Kopf“. // Philipp Tappe
Bad Kissingen – Die fünfte Jahreszeit neigt sich dem Ende zu. BTC Garitz und Fidelia Reiterswiesen haben den Fasching deshalb nochmal kräftig gefeiert – mit eindrucksvollen Darbietungen ihrer Garden.
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Zum Faschingsauftakt am 11. November 2025 hatten die Närrinnen und Narren von Fidelia Reiterswiesen und BTC Garitz Schlüssel und Kasse beim Rathaussturm erobert. Nun am Faschingsdienstag (17. Februar 2025) stand das Ende der närrischen Zeit nahe und so mussten die Karnevalisten beides schweren Herzens dem Oberbürgermeister Dirk Vogel (SPD) wiedergeben.

Garitz' Sitzungspräsident Christian Rüth warnte, dass die Narren das ganze Geld genommen haben, obwohl sie das erst gar nicht vorgehabt hatten. Dirk Vogel will das nicht so recht glauben. „Habt ihr überhaupt etwas gefunden?“, fragt er. Nun ja, die klamme Haushaltslage der Kurstadt ist natürlich auch den Narren bekannt.

Hier finden Sie die schönsten Bilder: 

Trotz allem hat der OB versöhnliche Worte an Fidelia und Garitz übrig: „Es gilt sie zu loben, unsere Faschingsvereine mit ihrem herausragenden Nachwuchs. Es ist schön, dass es sie gibt, sonst wäre Fasching nicht nur trocken, sondern auch langweilig.“

OB Dirk Vogel bekommt den Schlüssel und die Kasse zurück, den die Narren beim Rathaussturm erobert hatten.
OB Dirk Vogel bekommt den Schlüssel und die Kasse zurück, den die Narren beim Rathaussturm erobert hatten. // Philipp Tappe

Jener Nachwuchs trat dann auch auf. Die Sitzungspräsidenten Christian Rüth (BTC Garitz) und Constantin Kleinhenz (Fidelia Reiterswiesen) kündigten die Garden mal etwas humorvoll, mal etwas steif an. Die jungen Mädchen hingegen präsentierten eindrucksvolle Tänze.

Italien als Motto

Während die Garden von Fidelia ein sehr buntes Programm darboten, hatte sich BTC Garitz – wie schon bei der Elferratssitzung vor wenigen Wochen – vor allem auf das Motto Italien konzentriert. Und so traten die Jüngsten als „Citronella-Girls“ auf. Die Jugendgarde zeigte die düstere Seite Italiens – die Mafia. Unter anderem zur Filmmusik von „Der Pate“ stellten die Mädchen tänzerisch den Machtkampf zweier Schwestern dar, die beide den Thron des verhafteten Mafiabosses besteigen wollen.

Die Jugendgarde von BTC Garitz mit ihrem Mafia-Showtanz.
Die Jugendgarde von BTC Garitz mit ihrem Mafia-Showtanz. // Philipp Tappe

Auch die Garden der Fidelia zeigten sich kreativ. So führten die Kinder der Minigarde als Bäume und Elche verkleidet den Showtanz „Rettet den Wald“ auf. Die Linsenspitzer-Garde stellte – vom Animationsfilm „Alles steht Kopf“ inspiriert – die verschiedenen Emotionen des Menschen dar.

Auszeichnung für Garde

Natürlich gab es auch ganz klassische Aufführungen mit Gardekostüm – wie von der Prinzengarde von Fidelia, die zu Songs von ABBA tanzte, und der Garde des BTC Garitz. Letztere erhielt an diesem Nachmittag für ihr Engagement den Verdienstorden „Till von Franken“. Denn die jungen Frauen hatten nach erfolgreich bestandenem Casting in der BR-Sendung „Franken Helau“ getanzt. „Die Mädchen waren Botschaft des Brauchtums über Garitz und Bad Kissingen hinaus“, lobte der OB Dirk Vogel.

Tanzmariechen Helena Klein von Fidelia Reiterswiesen.
Tanzmariechen Helena Klein von Fidelia Reiterswiesen. // Philipp Tappe

Ein weiteres Highlight war sicherlich der Auftritt von Tanzmariechen Helena Klein (Fidelia Reiterswiesen) – Saltos inklusive. Später führten mehrere Gardegruppen zusammen, in aufwändigen Kostümen gekleidet, verschiedene Märchen wie „Schneewittchen“, „Aschenputtel“ und „Arielle – die Meerjungfrau“ auf.

Bekannte Gesichter

Mehrere hundert Zuschauer waren in die Bayernhalle geströmt, darunter bekannte Gesichter wie SPD-Stadträtin Christina Scheit und CSU-OB-Kandidat André Kiesel. Sie quittierten die Tänze der Mädchen mit viel Applaus und forderten mehrmals Zugabe, die sie auch immer zu sehen bekamen. Etwas schade: Bis auf die Kinder waren nur wenige verkleidet.

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