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Cape Classic
Barockklänge, Charity und Meistermusik in Bad Kissingen
Cape Classic-Konzert 9. Mai
Kirchenmusiker Stefan Baier, Orgel und Cembalo // Uwe Moosburger
Signet des Fränkischen Tags von Sigismund v. Dobschütz
Bad Kissingen   – Extra für ein Konzert in Bad Kissingen wird ein Cembalo aus Regensburg in die Jakobuskirche gebracht, um den authentischen Klang eines typischen Barockkonzerts genießen zu können. Dazu kommen hochkarätige Musiker.

Nach zwei erfolgreichen Wohltätigkeitskonzerten in der südafrikanischen Kapprovinz, deren Erlös gemäß Vereinssatzung wie immer caritativen Einrichtungen zur Förderung von Township-Kindern zugutekam, lädt der in Bad Kissingen ansässige Verein Cape Classic erneut zu einem festlichen Barockkonzert am 9. Mai um 19 Uhr – diesmal in der Jakobuskirche am Kissinger Rathausplatz.

Geboten werden neun Werke für Orgel, Cembalo, Trompete, Violoncello und Sopran von bekannten Barockkomponisten aus Deutschland, England und Italien. Auch der Reinerlös dieses Abends wird wieder ausgewählten Hilfsorganisationen in der Kapprovinz gespendet.

Klang des Cembalos

Auf dieses Konzert am Abend vor dem Muttertag ist Vereinsgründerin Gabi Zahn, zugleich Organisatorin der seit über 20 Jahren laufenden Cape-Classic-Kammerkonzertreihe, besonders gespannt: Denn extra für den 9. Mai wird ein Cembalo aus Regensburg in die Jakobuskirche gebracht, um den authentischen Klang eines typischen Barockkonzerts genießen zu können.

Besonders eindrucksvoll wird dieses nur noch selten eingesetzte Instrument als Solist im Stück „Passacaglia“ aus der Suite „Urania“ von Johann Caspar Ferdinand Fischer (1656 bis 1746) zu hören sein, einem der einflussreichsten deutschen Komponisten für Tasteninstrumente im 17. und 18. Jahrhundert. Es spielt der Cembalist, Organist und Kirchenmusiker Stefan Baier. Er ist seit 2003 Professor an der Musikhochschule in Regensburg, die er von 2011 bis 2023 auch leitete. Ein weiteres Cembalostück ist „O Maria“ aus dem Jahr 1655 von Barbara Strozzi (1619 bis 1677). Die „singende Venus“, wie man die Venezianerin einst nannte, war nicht nur eine bekannte Sängerin, sondern auch Komponistin innovativer Arien und Kantaten.

Starke Gesangsstimme

Den Gesangspart in der Jakobuskirche übernimmt die Sopranistin Katja Stuber. Ihr Debüt gab sie bei den Bayreuther Festspielen 2011. Bei den Salzburger Festspielen trat sie erstmals 2013 auf. Beim Kissinger Barockkonzert wird sie noch in vier weiteren Werken zu hören sein.

Cape Classic-Konzert 9. Mai
Sängerin Katja Stuber, Sopran. // Maria Konradi

Nicht nur am Cembalo, auch an der Orgel ist Stefan Baier ein Meister seines Fachs. Dies wird er gleich zu Konzertbeginn im Stück „Con voce festiva“ von Alessandro Scarlatti (1660 bis 1725), auch im anderen Scarlatti-Opus „Mio tesoro per te moro“ sowie in zwei weiteren Werken beweisen. Gemeinsam mit ihm konzertieren Moritz Görg (Trompete) und Karlheinz Busch (Violoncello).

Virtuose an der Trompete

Musiker Moritz Görg ist erster Trompeter des Balthasar Neumann Orchesters (Freiburg), lehrt an den Musikhochschulen in Hamburg und Mannheim und gibt außerdem Meisterkurse im In- und Ausland. Er ist bekannt als Spezialist an der ventillosen Naturtrompete und arbeitet mit führenden Dirigenten der Alten Musik.

Cape Classic-Konzert 9. Mai
Musiker Moritz Görg mit seiner ventillosen Naturtrompete // Björn Kadenbaach

Görg wird in der Jakobuskirche unter anderem im Stück „La Tromba Canto solo“ des italienischen Komponisten Alessandro Melani (1639 bis 1703) zu hören sein und gemeinsam mit Stefan Baier an der Orgel in der „Suite of Ayres“ vom englischen Barockkomponisten Jeremiah Clarke (1674 bis 1707). Als Organist der Chapel Royal komponierte Clarke Musik für Zeremonien am königlichen Hof.

Erfahrung am Cello

Der vierte Musiker des Quartetts ist der bereits aus früheren Cape-Classic-Konzerten in Bad Kissingen bestens bekannte Cellist Karlheinz Busch. Von 1971 bis 2010 war er Mitglied der Bamberger Symphoniker und über viele Jahre auch Lehrer für Violoncello und Kammermusik. Zudem ist er Gründer und Manager des Bamberger Streichquartetts. Er wird in fast allen Werken, die beim Barockkonzert am 9. Mai in der Jakobuskirche dargeboten werden, sein Können zeigen können – vor allem aber in seinem Solo aus der Suite Nr. 3 C-Dur von Johann Sebastian Bach (1685 bis 1750).

Cape Classic-Konzert 9. Mai
Musiker Karlheinz Busch, Violoncello // Sonja Krebs

Den festlichen Schlusspunkt des Abends „Der Sopran im Barock“ setzen Sopranistin Katja Stuber und ihre drei Musikerkollegen Karlheinz Busch, Moritz Görg und Stefan Baier mit dem geistlichen Konzert „O felicissimus paradysi aspectus“ des deutschen Komponisten Johann Rosenmüller (1619 bis 1684). In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts zählte Rosenmüller im deutschen Sprachraum zu den bekanntesten und meistaufgeführten Komponisten. Da er lange in Italien gelebt hat, gehörte seine Musik damals zu den wichtigsten Vermittlern italienischer Stilmerkmale für die deutsche Musik.

Hier gibt es Tickets

Termin Kammerkonzert: „Der Sopran im Barock“, Samstag, 9. Mai, ab 19 Uhr in der Jakobuskirche, Kirchgasse 9 in Bad Kissingen

Vorverkauf 45 Euro (bei Postversand zuzüglich Bearbeitungsgebühr); Email: ticket@cape-classic.com ; Telefon: 0170 2992996.

Ticket- und Spendenkonto Cape Classic e.V., IBAN: DE31 7935 1010 0008 2097 02

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