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Heute im Fernsehen
Garitzer Fasching im Fernsehen: Auftritt bei Franken Helau
Die Gardemädchen des BTC Garitz bei ihrer Sitzung im Jahr 2025 auf der Bühne.
Die Gardemädchen des BTC Garitz bei ihrer Sitzung im Jahr 2025 auf der Bühne. // Markus Fay
Garitz/Steinach – Die Garitzer Narren haben es geschafft: Am 23. Januar sind sie bei Franken Helau im BR zu sehen. Wieso der Biertümpelclub ein Teil der Sendung wurde und wie sie die Aufzeichnung erlebt haben.

Die Narren des Garitzer Biertümpelclubs (BTC) können stolz sein: Nach ziemlich genau 60 Jahren taucht die Garde des Garitzer Faschings zum ersten Mal im Fernsehen auf, wenn auch nur für acht Minuten.

Am 4. Februar 1966 fand die erste Elferratssitzung statt. Am Freitag, 23. Januar 2026, wird der BTC nach 60 Jahren Tradition in der Sendung „Franken Helau“, die der BR ab 20.15 Uhr ausstrahlt, zu sehen sein – und das zwei Wochen vor dem großen Klassiker und Straßenfeger, der „Fastnacht in Franken“.

Es wurde aber auch höchste Zeit, wenn man Sitzungspräsident Christian Rüth darauf anspricht.

Die Gardemädchen des BTC Garitz bei der Sitzung 2025
Die Gardemädchen des BTC Garitz bei der Sitzung 2025 // Markus Fay

Die Rhön – ein weißer Fleck auf der Landkarte des FVF 

„Der Fastnachtsverband Franken (FVF) macht vier Veranstaltungen im Jahr, die im Bayerischen Fernsehen übertragen werden. Da ist zum Auftakt die Närrische Weinprobe aus der Hofkellerei in der Würzburger Residenz, als Nächstes die Franken-Helau-Sitzung, und dann erst gibt es den Straßenfeger, die Fastnacht in Franken aus Veitshöchheim sowie die Fastnacht jung und närrisch, die Kinder- und Jugendsitzung, die sie seit einigen Jahren auch machen“, erklärt er und ordnet weiter ein: „Ich sage es mal so, die Franke-Helau-Sitzung spiegelt den Amateursport Fasching wider, damit den Leuten gezeigt wird, wie der im Normalbetrieb läuft. Die „Fastnacht in Franken ist dann eher der Profibereich, denn die meisten Darsteller haben ihre Auftritte zum Beruf gemacht.“

Die Franken-Helau-Sendung wechsele jährlich zwischen Unter-, Mittel- und Oberfranken. Der Präsident des FVF, Marco Anderlik, habe schon lange die Idee gehabt, die Sendung auch mal in die Rhön zu bringen, die bis dato noch ein weißer Fleck auf der Landkarte des FVF war. „Wir haben im Mai immer unsere Regionaltagungen und im Herbst die Jahresversammlung des gesamten Verbandes in Hendungen. Dabei hat sich herauskristallisiert, dass Franken Helau in diesem Jahr aus der Rhön gesendet werden soll.“

Christian Rüth vom BTC Garitz
Christian Rüth, Sitzungspräsident des BTC Garitz // Axel Dürheimer

Franken Helau: 15 Beiträge, nicht länger als acht Minuten

Kurz danach ging die Arbeit dann auch schon los, denn es gab jede Menge organisatorische Probleme zu lösen. Ein Veranstalter musste gesucht werden und ein geeigneter Raum. Es traf die Werbegemeinschaft „Aktives Mellrichstadt“, die auf die Oskar-Herbig-Halle zugreifen konnte, welche die besten technischen Voraussetzungen bot. „Wir brauchen 15 Beiträge, nicht länger als acht Minuten“, hieß es von Seiten des BR. Die Akquise lief zäh. Nicht, weil die Vereine kein Interesse gehabt hätten, sondern weil sie nichts von dem Projekt wussten.

Christian Rüth: „Es gab nichts Schriftliches. Wer nicht zu den Versammlungen kam, erfuhr auch nichts.“ Für die BTCler war sofort klar, dass sie mitmachen; und auch für die Schönauer Fosenöchter um Sitzungspräsidentin Elke Kiesel. „Aber ansonsten gab es da noch keine anderen Gruppen aus der Rhön, obwohl der Untertitel von Franken Helau heißt: ‚Die Rhön dreht am Rad‘. Vor dem Casting habe ich da an Frank Schmitt in Steinach und den Heimatverein gedacht, der im Fasching auch recht aktiv ist. Bevor die Grabfelder da oben den ganzen Kuchen an sich reißen, müssen wir schon mal dazwischengrätschen.“

Die Garde des BTC Garitz bei der Elferatssitzung 2025.
Die Garde des BTC Garitz bei der Elferatssitzung 2025. // Philipp Cramer

Garitzer Tänzerinnen proben doppelt

Am 12. Juli war dann das Casting in Mellrichstadt, an dessen Ende die Mitarbeiterjury des BR bekanntgab, welche Beiträge ins Programm aufgenommen werden. Die Garde des BTC wurde ausgewählt. Christian Rüth hatte „im Sommermodus“ noch eine Büttenrede geschrieben. „Die wurde aber nicht genommen. Da war ich, glaube ich, ein bisschen zu politisch“, sagt er. „Wir waren mit unserer Tanzgarde gekommen und haben den Tanz aus der letzten Session aufgeführt. Der neue war noch in Arbeit und sollte auch nicht vorzeitig verraten werden.“

Die Tänzerinnen waren begeistert, obwohl sie vorübergehend doppelt proben mussten. Neben dem neuen Tanz musste auch der alte wieder zur gewohnten Präzision gebracht werden. Die beiden Steinacher Frank Schmitt und Lorena May griffen auf ihr bewährtes, eingespieltes, typisches Rhöner Ehepaar Elfriede und Ludwig zurück, für die der Streit zum Lebensmittel geworden ist.

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So war die Aufzeichnung im November

Ende November wurde die Sendung dann unter Realbedingungen aufgenommen, also an zwei Abenden mit Publikum. Es sei mal eine Erfahrung gewesen, wie so eine Aufzeichnung mit detaillierten Plänen läuft, wer wann wo zu stehen hat, wie das Licht eingesetzt wird und andere Dinge, so Rüth. Die Regie habe immer wieder eingegriffen, und wenn es nur mit der Forderung nach mehr Applaus war. Etwas mehr als zwei Stunden hat die Aufzeichnung gedauert. Sie wurde dann auf eineinhalb Stunden eingedampft. „Das Ergebnis, das muss ich schon sagen, war von wirklich guter Qualität.“

Auch was die beiden Elferratssitzungen des BTC in der Garitzer Turnhalle betrifft, ist Christian Rüth optimistisch: „Wir sind vorbereitungstechnisch in den letzten Zügen. Die Sache läuft. Das Thema wird natürlich nicht verraten. Da muss dann wieder die Speisekarte herhalten.“

Und worüber er sich auch freut: „Wir sind wieder ausverkauft. Der Samstag ist eigentlich immer sofort voll. Freitag hast du meistens hinten noch ein paar Plätze, die aber immer auch noch weggehen. Die ersten zwei Jahre nach Corona, da hast du es ein bisschen anschieben müssen, aber mittlerweile sind wir wieder auf dem Stand vor Corona, dass man da nicht mehr viel machen muss.“

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