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Weihnachtsgeschichten
Neue Geschichten zur Adventszeit
Literarischer Kalender
Der Schriftsteller und Theologe Rainer Haak (79). // Stefan Weigand
Bad Kissingen – 24 Texte: Literarischer Kalender von Bestsellerautor Rainer Haak soll Hoffnung machen

Als ein „wunderbares Geschenk zur Adventszeit“ empfiehlt der Schriftsteller und evangelische Theologe Rainer Haak (79) sein kürzlich erschienenes Büchlein „Hell leuchtet der Stern“ vor allem jenen Menschen, die nachdenkliche ebenso wie unterhaltsame Momente in der Vorweihnachtszeit suchen. Seit 1990 ist der einstige Pfarrer aus Norddeutschland, der von 2018 bis 2024 in Bad Kissingen lebte und in diesen sechs Jahren auch in der Kurstadt bei Lesungen begeisterte Zuhörer fand, durch seine in zehn Sprachen übersetzten und millionenfach verkauften meditativen Geschenkbücher zum Bestseller-Autor geworden.

In seinen 24 neuen Weihnachtsgeschichten – also zu jedem Tag der Adventszeit eine – lädt Rainer Haak seine Leserinnen und Leser dazu ein, für einige Momente innezuhalten und neue Hoffnung zu schöpfen.

Berührende Momente

„Gerade die Advents- und Weihnachtszeit erinnert uns daran, dass wir nicht allein sind“, heißt es im Klappentext des Buches. Sie schafft Momente wie helle Lichter in der dunklen Jahreszeit, in denen wir uns geborgen und gesehen fühlen. Oft ereignen sie sich gerade dort, wo wir sie am wenigsten vermuten. „Es sind teilweise sehr skurrile Typen, die uns in diesem Buch begegnen“, schreibt der Autor zur Einführung. In seinen mal sehr kurzen, mal längeren Geschichten oder Gedichten erzählt er von berührenden Momenten, in denen christlicher Glaube im Alltag spürbar wird – wie bei Inga, die an Heiligabend einen alten Laden für einsame Menschen öffnet, oder bei Kaja, die in einer Zeit lebt, in der Weihnachten verboten ist und alle Erinnerungen ausgelöscht sind. Karin und Konrad können gern auf Weihnachten verzichten, ist dieses Fest für sie doch „von gestern“, – bis sie bei Giuseppe landen und alles ganz anders kommt.

„Ich liebe Weihnachten“, erklärt Rainer Haak im Interview mit der Redaktion. „Das habe ich gerade beim Schreiben meiner Texte wieder festgestellt.“ Denn wann sonst, kommt dies alles zusammen: Schmerz und Hoffnung, neues Leben, Frieden und Geborgenheit und ein Stern, der hell am Himmel leuchtet. „Vor allem liebe ich die Menschen, die leicht übersehen werden, aber ohne die unsere Welt ein Stück dunkler und kälter wäre.“ Es sind für den Autor diese kleinen „Helden“, die am Rand stehen und doch verstehen, was mit dem Weihnachtswunder gemeint ist.

Besinnliche Einstimmung

So versteht Haak seine Geschichten als besinnliche Einstimmung auf das Fest, das die Menschen wieder näher zusammenrücken lässt. Ob es das unverhoffte Glück durch ein altes Schaukelpferd ist, das am Ende ein ganz anderes Herz erfreut, oder die leise Freude zwischendurch: Inmitten der vielen Lichter dieser Welt gibt es diesen einen Stern, der nur für uns leuchtet.

„Viele Geschichten gehen auf Erinnerungen aus meiner Zeit in Bad Kissingen und Franken zurück“, ergänzt Rainer Haak, „obwohl sie auch überall geschehen könnten“. So beginnt seine fünfte Geschichte in der Bad Kissinger Stögerstraße: Die skurrilen älteren Schwestern Dorothea und Gabriele „wanderten an Siedlungshäusern vorbei hangaufwärts Richtung Bismarckturm“. Dort entdecken sie Bäume mit den schönsten Quitten der Welt und denken sofort an das alte Weihnachtsrezept ihrer Mutter.

Eine Lesung im Süden

In der Adventszeit wird es der heute in Niedersachsen lebende Autor nicht nach Bad Kissingen schaffen. Deshalb bittet Rainer Haak alle Leserinnen und Leser seines neuen Buches „Hell leuchtet der Stern“, selbst seine kurzen Geschichten und Gedichte anderen vorzulesen. Doch im kommenden Jahr hofft er wieder mal zu einer Lesung in den Süden kommen zu können: „Schließlich ist Bad Kissingen meine zweite Heimat geworden.“

Das Buch

Rainer Haak: „Hell leuchtet der Stern“, bene! Verlag, gebunden, 160 Seiten, Preis: 15 Euro, ISBN ‎978-3963403811

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