Bis zuletzt waren es vor allem Gesundheitsgäste, die den Salzheilstollen „Meditrina“ am Marktplatz besucht haben. Sie haben dort auf den Liegestühlen Platz genommen, die salzhaltige Luft inhaliert, haben etwas für ihre Atemwege getan und Entspannung gesucht. Wegen Insolvenz wurde der Betrieb allerdings im November eingestellt.
Jetzt tut sich dort wieder etwas. Nach einem mehrmonatigen Umbau sind die Räumlichkeiten wieder geöffnet – als Kaffee- und Weinbar. „Die zentrale Lage am Marktplatz ist dafür natürlich sehr gut und das Ambiente in dem Salzheilstollen perfekt“, sagt der neue Betreiber, Sascha Benkert.
Pächter baut Salzstollen am Marktplatz Bad Kissingen zur Gastronomie um
Der 32-jährige Würzburger hat den Laden gepachtet und gemeinsam mit dem Eigentümer des Gebäudes für den Gastronomiebetrieb umgebaut. „Das Schaufenster ist neu, ebenso die Bar, das gesamte Mobiliar und die Böden in dem früheren Salzstollen“, berichtet er.
Die „Cave“ Kaffee- und Weinbar bietet innen 30 Sitzplätze und außen zehn. Um den Flair als Salzgrotte zu bewahren, ist viel Salz in den Gasträumen geblieben: An den Wänden etwa ist noch die Salzkruste erkennbar und der Sockelbereich zwischen Wand und Fußbodenbelag ist mit Salz abgegrenzt. „Für den Umbau mussten wir viel Salz wegschaufeln, aber wir haben einiges davon wiederverwendet“, sagt er.
Benkert ist gelernter Kfz-Mechanikermeister und Betriebswirt. Zuletzt hat er in Würzburg als Werkstattleiter gearbeitet. Über private Kontakte und weil er sich beruflich verändern wollte, entstand die Idee, den Salzheilstollen als Lokal zu pachten. „Das ist ein großer Schritt für mich. Ich habe sehr viel Respekt vor der Aufgabe“, erzählt er.
In der Bar bietet er Kaffee und Tee, Matchagetränke, Weine aus der Region, Spritzgetränke und andere Alkoholika. Beim Essen setzt er auf eine kalte Karte, etwa Käseplatten, Tapas und Fingerfood. Mitarbeiter hat er für den Anfang nicht, den Betrieb stemmt er mit Unterstützung der Familie aktuell in Eigenregie.













