Die Bad Kissinger Altstadt scheint so früh am morgen noch zu schlafen. Bei Pralinen Troll dagegen ist hinter dem Schaufenster schon Betrieb. Konditormeister Ottmar Troll und Tochter Kim Troll nutzen die Stille, um die Auslagen des Pralinenladens wieder mit frischen Produkten füllen zu können.
Etwa alle drei Wochen fertigt er jede Sorte seiner Pralinen einmal. Heute ist es die Praline zu Ehren von Therese von Bayern. Anlässlich des Rakoczy-Festes 2024 hat der Chocolatier die Kreation entworfen.
So funktioniert's:
Tochter Kim Troll füllt die Pralinen von Hand mit einer Creme aus Birne, Wildkräutern und einem Hauch Likör.
Kim Troll füllt die Pralinen.
Otmar Troll verschließt die Pralinen mit flüssiger Schokolade. Zum einen werden die Pralinen so haltbar, zum anderen klebt Troll den Deckel auf die noch warme Schokolade.
Die Pralinen werden mit flüssiger Schokolade verschlossen.
Das Logo der Therese von Bayern Praline hat Troll selbst gezeichnet. Nach seinem Design wird auf es die Pralinendeckel aufgedruckt. Die „Tinte“ aus Kakaobutter ist dabei nicht nur filigran, sondern auch essbar.
Der Deckel der Praline wird auf die warme Schokolade gesetzt.
Abgekühlt kann die Therese von Bayern nun einsortiert werden und ist fertig für den Verkauf. Welche neue Praline es zum diesjährigen Rakoczy-Fest geben wird, verrät der Konditormeister noch nicht.
Otmar Troll sortiert die fertigen Pralinen ein.
Therese von Bayern: Gründerin der Theresienspitalstiftung
Königin Therese von Bayern war für ihr soziales Engagement bei der Bevölkerung beliebt. Auch in Bad Kissingen wirkt sie bis heute nach: 1833 initiierte sie den Bau eines Spitals in der Kurstadt, sowie später eine dazugehörige Stiftung. Die Theresienspitalstiftung war bis 2003 Trägerin des Theresien-Krankenhauses. Heute unterstützt ihre Stiftung örtliche soziale Einrichtungen, vor allem die lokale Drogenberatung, die Kissinger Wärmestube und einen Hort für sozial benachteiligte Kinder.
Namensgeberin der Theresienwiese
Therese Charlotte Luise Friederike Amalie wurde 1792 als Tochter des Herzogs Friedrich von Sachsen-Hildburghausen und seiner Frau Charlotte von Mecklenburg-Strelitz geboren. Ihre Hochzeit mit dem bayerischen Thronfolger Ludwig im Jahr 1810 war ein glänzendes Fest. Es begann am 12. Oktober und endete am 17. Oktober mit einem Pferderennen auf einer Münchner Wiese, die zu Ehren der Kronprinzessin Theresienwiese genannt wurde. Dort wird jedes Jahr das weltweit berühmte Oktoberfest gefeiert.
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