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Kur- und Gästeseelsorge
Inspiration und Ruhe für Körper, Geist und Seele
Vorstellung des neuen Programms der ökumenischen Kur-, Gäste- und Reha-Seelsorge.
Vorstellung des neuen Programms der ökumenischen Kur-, Gäste- und Reha-Seelsorge. Das Bild zeigt von links: Diakon Maik Richter, Gemeindereferentin Petra Müller, Gemeindereferentin Susanne Köhler und Timo Tully (Leiter Gästeservice). // Marion Eckert
Bad Kissingen – Wo die Natur zur Kraftquelle wird: Das neue Sommerprogramm der Kurseelsorge verbindet spirituelle Impulse mit der Ruhe des Luitpoldparks. Hier die wichtigsten Programmpunkte für alle Interessierten.

Manchmal braucht es einen Moment der Ruhe, einen Ort zum Nachdenken oder einfach ein Gespräch, um neue Kraft zu schöpfen. Die ökumenische Kur-, Gäste- und Reha-Seelsorge in Bad Kissingen und Bad Bocklet bietet genau das: inspirierende Angebote für alle, die innehalten möchten – egal, ob Kur- oder Rehagast, Urlauber oder Einheimischer.

Ein Team, das Brücken baut

Hinter den vielfältigen Angeboten steht ein engagiertes ökumenisches Team, das Menschen auf ihrem Weg begleitet: Petra Müller, katholische Gemeindereferentin, ist als Kur- und Rehaseelsorgerin ausschließlich in Bad Kissingen tätig, während Gemeindereferentin Susanne Köhler mit ihrer halben Stelle in Bad Bocklet wirkt. Von evangelischer Seite bringt sich Maik Richter als Diakon für die Gästeseelsorge in beiden Orten ein. Gemeinsam schaffen sie Raum für Begegnung, Spiritualität und Austausch – unabhängig von Konfession oder Religionszugehörigkeit.

Neue Wege: Outdoor-Angebote für die Seele

Die Pandemie hat vieles verändert, auch die Seelsorge. Weg von klassischen Gesprächsgruppen und Vorträgen hin zu Outdoor-Aktivitäten, die Körper, Geist und Seele gleichermaßen ansprechen. Diese neuen Formate sind nicht nur eine Antwort auf die Herausforderungen der letzten Jahre, sondern auch eine Einladung, die Natur als Quelle der Inspiration zu entdecken.

Neu im Programm ist in diesem Jahr der Rundgang ‚Vom Trost der Bäume‘ im Luitpoldpark in Bad Kissingen. Sieben Bäume stehen dabei im Mittelpunkt – jeder mit einer eigenen Botschaft. Die mächtige Eiche symbolisiert Stärke und Schutz, die Trauerweide vermittelt Trost, und die Linde steht für Frieden und Liebe. „Bäume können eine biografische Bedeutung haben“, erklärt Petra Müller. „Sie erinnern uns an unsere Kindheit, an Verwurzelung und Familie.“ Der Spaziergang lade dazu ein, über das eigene Leben nachzudenken und neue Kraft zu schöpfen.

In Bad Bocklet bietet Susanne Köhler den „Spaziergang für die Seele“ an. Hier führen Wege durch den Kurpark zu besonderen Orten wie einer Quelle oder einem Wäldchen. „Es geht darum, achtsam zu sein und die Seele nachkommen zu lassen“, beschreibt Köhler das Konzept. Die Natur wird zum Raum für Reflexion, Gespräche und Begegnung – mit sich selbst, mit anderen und mit Gott.

Ganzjährige Angebote für innere Stärke

Ein weiteres Highlight ist der „Weg der Besinnung“ am Heiligenhof, der seit 2006 im Angebot ist. Hier können Teilnehmer auf einer kurzen Strecke innehalten und neue Perspektiven gewinnen. Jede Station bietet Impulse zu Themen wie Achtsamkeit, Lebensfragen oder Spiritualität und schafft Raum für Reflexion und inneren Ausgleich. 

Bewährt und beliebt sind auch die Sommergespräche, die dreimal jährlich mit einem Impulsvortrag zu lebensnahen Themen starten. Für 2025 stehen unter anderem die Themen „25 Jahre evangelische Kurseelsorge“ sowie „Krankheit und Krise – den Himmel gibt es, oder? Nachtoderfahrungen als Quelle der Hoffnung“ auf dem Programm.

Abendsegen am Pavillon der Religionen

Ein besonderer Ort der Inspiration ist der Pavillon der Religionen im Luitpoldpark. Der sechseckige Pavillon vereint die fünf großen Weltreligionen – Christentum, Judentum, Islam, Buddhismus und Hinduismus – sowie eine offene Spiritualität. Hier findet regelmäßig ein Abendsegen statt, der Menschen aller Glaubensrichtungen einlädt, zur Ruhe zu kommen und sich inspirieren zu lassen.

Einladung zum Innehalten

Die Angebote der Kurseelsorge sind für alle offen – unabhängig von Konfession oder Glaubensrichtung. „Ob getauft oder ungetauft, religiös oder nicht – die Fragen nach Leben, Tod, Krankheit und Sinn verbinden uns alle“, sagt Maik Richter.

Von Mai bis Oktober wechseln sich Outdoor-Angebote wie Spaziergänge und Rundgänge. Die Strecken dieser Veranstaltungen sind bewusst kurz gehalten, um allen Interessierten eine Teilnahme zu ermöglichen.

Ganzjährig finden in den Rehakliniken Gottesdienste, Meditationen und Gespräche statt. Diese Indoor-Angebote sind jedoch nicht öffentlich und richten sich ausschließlich an die Patientinnen und Patienten der Kliniken. 

Praktische Informationen

Alle Angebote der Kurseelsorge finden sich im vierteljährlich erscheinenden Veranstaltungsflyer des Bayerischen Staatsbads, auf der Homepage der Kurseelsorge und in den Schaukästen der Kirchen. Timo Tully, Leiter des Gästeservices, sieht in den Angeboten der Kurseelsorge eine wertvolle Bereicherung für Kurgäste, Urlauber und Einheimische gleichermaßen.

Start der Outdoor-Saison ist traditionell der Gottesdienst an Christi Himmelfahrt, Donnerstag, 29. Mai, um 9 Uhr in der Wandelhalle, begleitet von den Staatsbad-Philharmonikern. Das Thema 2025 lautet „Was bleibt?“ – eine Frage, die zum Nachdenken einlädt und den Kern der Seelsorgearbeit auf den Punkt bringt.

 

 

 

 

 

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