„Happy Birthday – alles Gute zum 20-jährigen Bestehen“, so begann Kurdirektor Sebastian Dresbach sein Grußwort bei der Mitgliederversammlung des Vereins der Freunde und Förderer Rakoczy-Fest Bad Kissingen. Darüber hinaus drückte er seine Wertschätzung für das ehrenamtliche Engagement des Vereins aus und bekräftigte: „Ohne ihr Zutun wäre das Rakoczy-Fest nicht der Publikumsmagnet, der es weit über die Landkreisgrenzen hinaus geworden ist.“
Auch Vorsitzende Anna Krug erinnerte an die Gründung des Vereins im Jahr 2006 im Tattersall, wo 50 Gründungsmitglieder zum Geburtshelfer für den Verein wurden. Ziel war damals und ist immer noch, dass man das Rakoczy-Fest ideell und finanziell unterstützen könne. Mittlerweile, so Anna Krug, habe man 201 Mitglieder, die mit viel ehrenamtlichem Engagement zum Beispiel das jährliche Sonderkonzert ausrichteten oder als „WaWa-Schrauber“ einen historischen Wasserspritzwagen renovierten und neue Festwagen aufbauten.
Errungenschaften des Vereins
Insgesamt konnten 183.000 Euro „zum Erhalt, zur Qualitätssicherung und zur Attraktivitätssteigerung“ aufgebracht werden. Ihr Dank galt in diesem Zusammenhang auch den großzügigen Sponsoren, die wesentlich zu diesem Geldsegen beigetragen haben. Ein Wermutstropfen: Die Mitgliederzahl stagniere und die Mitglieder werden älter; deshalb sollte man für eine Mitgliedschaft beim Verein werben. „Ihr seid die besten Botschafter hierfür“, lautete ihr Appell.
In ihrem Jahresrückblick berichtete Anna Krug von den Vorstandssitzungen, von finanzieller Unterstützung des Rakoczy-Festes und historischen Persönlichkeiten sowie von der neuen IT-gestützten Mitgliederverwaltung. Leider wurden einige Mitgliedsdaten nicht übertragen. Kurdirektor Sebastian Dresbach versprach Unterstützung und stellte spontan einen Antrag auf Mitgliedschaft, womit er ein Zeichen setzte.
Finanzen und Ausgaben
Schatzmeisterin Karin Matthes bezifferte die Einnahmen und Ausgaben, wobei sich ein positiver Saldo ergab, der die Rücklagen erhöhte. Besonders ins Gewicht fielen die Anschaffungen von Uniformen und Kleidern sowie die Renovierung von Kutschen. Teile dieses Vermögens stammen aus der Auflösung des Kurvereins, der seine Mittel dem Rakoczy-Verein zweckgebunden übereignete.
Die ordnungsgemäße Buchführung wurde von den Kassenprüfern gelobt und bestätigt. Die Entlastung des Vorstands erfolgte einstimmig, ebenso die Annahme des Haushaltsplans 2026, der von Karin Matthes vorgestellt wurde. Bei den Neuwahlen wurden alle Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestätigt. Ludwig Büchner, Gründungsmitglied und nicht mehr als Beisitzer kandidierend, wurde für sein langjähriges Engagement gewürdigt und zum Ehrenmitglied ernannt.
Neue Quellenkönigin
Einen Höhepunkt der Versammlung bildete die Vorstellung der Quellenkönigin Lea Söder, die von Bruno Heynen als „Repräsentantin des ganzen Rakoczy-Festes, der ganzen Stadt“ angekündigt wurde. Mit Dank und Lob wurde auch Julia Meder verabschiedet, die als Quellenkönigin 2025 stürmische Umstände beim letzten Festumzug erlebt hatte.
Die 25-jährige Lea Söder, Steuerfachangestellte und begeisterte Motorrad- und Fahrradfahrerin, sprach von ihrer Vorfreude auf die Aufgabe, die sie als große Ehre empfand. Mit all den historischen Persönlichkeiten freue sie sich darauf, das Fest zu bereichern. Besonders hervorgehoben wurde auch die langjährige Unterstützung von Heike Ulsamer und Jutta Bögner, die als „gute Seele“ den Verein wesentlich prägten.









