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Sicher feiern in Bad Kissingen
Wie Besucher beim Rakoczy-Fest 2025 geschützt werden
Besucherinnen und Besucher beim Rakoczy-Fest am Sonntag
Besucherinnen und Besucher beim Rakoczy-Fest am Sonntag // Karl Kovacs (Archiv)
Bad Kissingen – Mobile Sperren und verstärkte Polizeipräsenz sollen die Menschen in Bad Kissingen schützen. Polizei und Staatsbad GmbH geben Einblicke ins Sicherheitskonzept. Im Verkehr kommt es zu Einschränkungen.

2025 setzt Bad Kissingen beim Rakoczy-Fest auf ein bewährtes, erneut weiterentwickeltes Sicherheitskonzept. Das bestätigt die Bayerische Staatsbad Bad Kissingen GmbH gegenüber dieser Redaktion: „Wie bereits in den vergangenen Jahren wurde auch für das Rakoczy-Fest 2025 ein umfassendes Sicherheitskonzept erstellt. Es ist Teil der Verfügung des Ordnungsamtes der Stadt Bad Kissingen nach dem Bayerischen Landesstraf- und Verordnungsgesetz (LStVG).“

Anpassungen gab es insbesondere mit Blick auf die aktuelle nationale Sicherheitslage: „Angesichts der aktuellen Lage wurde dieses Konzept um gezielte Sperrmaßnahmen für den Fest- und Umzugsbetrieb erweitert“, teilt die Staatsbad GmbH weiter mit.

Sperrelemente und Zufahrtsschutz

Eine der sichtbarsten Neuerungen: Die Innenstadt wird wie ein Festivalgelände abgesichert – erstmals kommen, neben den angemieteten Sperrelementen auch schwere Fahrzeuge als mobile Sperren zum Einsatz.

Dazu Polizeichef Christian Pörtner: „Die Polizei bestätigt, dass zur Außensicherung der Veranstaltung schwere Kfz eingesetzt werden. So wurde zusammen mit anderen Einfahrtshindernissen ein Absperrkonzept entwickelt, das 2025 erstmals zum Einsatz kommen wird.“

Die konkreten Standorte dieser Fahrzeuge ergeben sich laut Polizei und Staatsbad GmbH aus den veröffentlichten Übersichtsplänen.

Christian Pörtner, Leiter der Polizeiinspektion Bad Kissingen
Christian Pörtner, Leiter der Polizeiinspektion Bad Kissingen // Rüdiger Schwenkert

Die barrierearmen Sperranlagen stoppen „bei verbleibender Restgeschwindigkeit gängige Fahrzeuge zuverlässig, gleichzeitig wurde darauf geachtet, dass die angemieteten Sperrelemente barrierefrei bleiben – Kinderwagen, Rollstühle und Rollatoren können problemlos passieren“, so die Staatsbad GmbH.

Ergänzende Vorkehrungen und fortlaufende Zusammenarbeit

Die Veranstalter betonen, dass ein detaillierter Maßnahmenkatalog aus nachvollziehbaren Gründen nicht veröffentlicht wird. Man arbeite seit Jahren eng und diskret mit allen Sicherheitspartnern zusammen. Das Ziel sei, „präventiv und verantwortungsvoll mit Fragen der Sicherheit umzugehen.“

Auch die Polizei hebt hervor: „Die Sicherheitsarchitektur hat sich aus den Vorjahren bewährt und wurde für 2025 in Bezug auf die Gefahren von Überfahrtaten neu abgestimmt. Sämtliche Sicherheitspartner, Beteiligte, Behörden und Organisationen gehen dabei in ein fortentwickeltes gesamtes Sicherheitskonzept auf“, erläutert Christian Pörtner.

Polizeimaßnahmen und Ansprechpartner vor Ort

Für das Festwochenende werde das Polizeiaufgebot deutlich erhöht. „Die Polizei hat für die vier relevanten Einsatzphasen […] neben dem verstärkten Regeldienst zusätzliche Sonderkräfte mit jeweiliger Einsatzleitung im Dienst“, schildert Pörtner. Neben den Kräften aus Bad Kissingen kommen weitere Einheiten aus Hammelburg, Bad Brückenau, Schweinfurt und Würzburg (Bereitschaftspolizei) zum Einsatz.

Zentraler Anlaufpunkt am Marienplatz

Ein zentraler Anlaufpunkt für Besucher sei eingerichtet: „Es gibt am Marienplatz eine Festleitung, die ständig besetzt ist. Dort wird auch die polizeiliche Einsatzleitung zusammen mit den Befehls- und Einsatzleitungen des Rettungsdienstes, der Feuerwehr beziehungsweise des THW zu finden sein“, erklärt der Polizeichef.

Zugleich betont Pörtner die Stärke des abgestimmten Vorgehens: „Insgesamt gilt während des Fests das Prinzip der vernetzten Sicherheit. So werden Sicherheitsstörungen recht schnell und in der Regel per eigener Wahrnehmung erkannt, egal durch welchen Beteiligten der Sicherheitspartner.“

Auch zivile Kräfte sind im Einsatz, insbesondere beim Jugendschutz in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt.

Änderungen gegenüber Vorjahren

Die Verstärkung der Sperrmaßnahmen ist die auffälligste Neuerung. „Die polizeiliche Schwerpunktsetzung liegt auf uniformierter Präsenz sowie auf dem Raumschutz in Abstimmung mit dem Sicherheitsdienst, der Sicherheitswacht und den Blaulichtpartnern. Es werden aber auch Zivilkräfte im Einsatz sein“, bekräftigt Pörtner. Streifen- und Kontrolltätigkeiten seien flexibel auf Lage und Ort abgestimmt.

Verkehrsregelungen und Hinweise für Anwohner

An allen Veranstaltungstagen kommt es im Innenstadtbereich zu verkehrsbedingten Einschränkungen:

  • Freitag, 25. Juli: 18:00 bis 2:00 Uhr
  • Samstag, 26. Juli: 14:00 bis 2:00 Uhr
  • Sonntag, 27. Juli: 10:00 bis 00:30 Uhr

Außerhalb dieser Zeitfenster bleiben die Sperren geöffnet; sie dürfen im Schritttempo passiert werden. Die Veranstalter bitten alle Anwohner um Verständnis.

Zahlen und Prognosen: Sonntag als besucherstärkster Tag

Den Höhepunkt erwartet man traditionell am Festsonntag: „Die Polizei rechnet bei gutem Wetter am Sonntag mit den meisten Besuchern inklusive dem Festausklang und dem Umzug“, so Christian Pörtner.

Die Staatsbad Bad Kissingen GmbH betont abschließend: „Das Rakoczy-Fest ist ein Besuchermagnet mit Strahlkraft über die Region hinaus. Gute Stimmung, gelebte Tradition und das Wiedersehen vieler bekannter Gesichter machen es zu einem der Höhepunkte im Jahreskalender. […] Die Sicherheitsmaßnahmen dienen dem Schutz aller Beteiligten.“

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