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Testphase abgeschlossen
Startschuss für die digitale Gastkarte
Gästekarte
Die digitale Gästekarte startet in diesem Monat in Bad Kissingen. // Julia Gerber
Signet des Fränkischen Tags von Redaktion
Bad Kissingen – Nach einer Testphase können nun alle Beherbergungsbetriebe in Bad Kissingen das System einführen, die Papierform gibt es aber weiterhin.

Nach einer Testphase steht die Bad Kissinger Gastkarte ab Oktober auch in digitaler Form zur Verfügung. Damit führe die Bayerische Staatsbad Bad Kissingen GmbH eine zeitgemäße Lösung ein, die sowohl Gästen als auch Beherbergungsbetrieben mehr Komfort und einfachere Abläufe bietet, heißt es in einer Pressemitteilung.

Im Vorfeld wurde die digitale Gastkarte gemeinsam mit Bad Kissinger Testbetrieben intensiv erprobt und weiterentwickelt. Die Testphase diente dazu, die Anwendung unter realen Bedingungen zu prüfen und Erfahrungen der teilnehmenden Betriebe in die Umsetzung einfließen zu lassen, heißt es weiter.

Mit der Zeit gehen

„Bei der Auswahl war es uns besonders wichtig, die gesamte Bandbreite der Beherbergungsbetriebe von der Klinik über das klassische Hotel bis hin zur Ferienwohnung mit einzubeziehen: Nur so konnten wir sicherstellen, dass das neue System überall reibungslos funktioniert“, erklärt Sebastian Dresbach, Kurdirektor und Geschäftsführer der Staatsbad Bad Kissingen GmbH. Und: „Die Einführung der digitalen Gastkarte ist ein weiterer wichtiger Schritt, um unseren Gästeservice zeitgemäß weiterzuentwickeln.“

Zu den Testern gehörten unter anderem die Parkklinik Heiligenfeld, die Hescuro Klinik, das Rhönkitz Hotel und die Ferienwohnungen der Familie Blaßdörfer, die gleich mehrere ihrer Unterkünfte für die Testphase bereitstellte. Die Rückmeldungen aus der Praxis waren durchweg positiv.

Unkompliziert nutzen

„Patientinnen und Patienten haben die Karte direkt auf dem Smartphone dabei und können die Angebote der Kurkarte unkompliziert nutzen. Für mich ist das ein gutes Beispiel dafür, wie Digitalisierung sinnvoll eingesetzt werden kann“, so Markus Schmöger, Klinikmanager der Parkklinik Heiligenfeld.

„Die digitale Gästekarte macht vieles einfacher – für Gastgeber und Gäste“, wird Julius Blaßdörfer, Geschäftsführer der Blaßdörfer Trading GmbH, zitiert.

„ Wir sind bereit für die Umstellung auf die digitale Gastkarte“, so Sabrina Storath, betriebliche Leitung Hotel Rhönkitz.

„Die digitale Gastkarte ist ein wichtiger Schritt in der Digitalisierung und bietet unseren Patientinnen und Patienten einen praktischen Mehrwert. Als Klinik und Testnutzer begrüßen wir ihre Einführung ausdrücklich“, so der Geschäftsführer der Hescuro Klinik, Stephan Greb.

Prozesse vereinfacht

Im nächsten Schritt sollen alle weiteren Beherbergungsbetriebe einbezogen werden, so die Pressemitteilung der Staatsbad GmbH. Bislang mussten Gastkarte und Meldeschein auf einem Vordruck ausgedruckt werden. Mit der digitalen Variante ist die Gastkarte künftig auf dem Smartphone des Gastes abrufbar und bleibt bei Änderungen der hinterlegten Daten automatisch aktuell. Für die Beherbergungsbetriebe werden die Prozesse vereinfacht, schreibt die Staatbad GmbH: Datenänderungen würden automatisch übernommen und bei inländischen Gästen entfällt der Ausdruck der Meldeformulare. Für ausländische Gäste allerdings bleibt die handschriftliche Unterschrift auf dem Meldeschein gesetzlich verpflichtend.

Die digitale Gastkarte lässt sich den Gästen vorab zusenden. So profitieren sie bereits am Anreisetag – noch vor dem eigentlichen Check-in – von den Vorteilen. Das gilt auch für die kostenfreie Nutzung des ÖPNV im gesamten Landkreis und der Stadt Bad Kissingen, heißt es weiter. Wer beispielsweise am Bahnhof in Bad Kissingen ankommt, kann mit der digitalen Gastkarte direkt am Bahnsteig in den Bus steigen und kostenfrei zu seiner Unterkunft fahren – die digitale Gastkarte macht es möglich.

Speziell für Familien

Zu den bereits bestehenden Vorteilen und Rabatten sind weitere Gastkartenleistungen in Planung, die künftig speziell auf Familien ausgerichtet sind. Ein weiterer Vorteil ist der Schritt hin zu mehr Nachhaltigkeit. Allein im vergangenen Jahr wurden rund 180.000 Meldescheine in Papierform ausgedruckt. Das soll durch die digitale Variante nun reduziert werden.

Ebenfalls ist die Digitalisierung keine Frage des Alters, wie die Testphase gezeigt hat, schreibt die Staatsbad GmbH. Auch ältere Nutzerinnen und Nutzer entdecken Bad Kissingen heute ganz selbstverständlich per digitaler Form. Sollten Gäste keine digitale Gastkarte wünschen, besteht weiterhin die Möglichkeit, die Gastkarte in Papierform zu erhalten.

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