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Kommentar
Keine Subventionen für Parken im Kissinger Zentrum
Benedikt Borst
Benedikt Borst // Matthias Hoch
Bad Kissingen – Widersprüche in der Bad Kissinger Verkehrspolitik: Um die Stadt fahren, aber drinnen parken.

Bad Kissingen hat vor Jahrzehnten die Innenstadt zur Fußgängerzone gemacht, innerhalb des Rings gilt quasi überall Tempo 30. Zudem tragen der Stadtring und die Kurgebiete dazu bei, einen großen Teil des Verkehrs aus der Innenstadt herauszuhalten. Insgesamt ist es für Autofahrer praktischer und auch schneller, um die Stadt herum, anstatt durch sie hindurchzufahren. Das steigert die Verkehrssicherheit im Zentrum und tut Fußgängern und Radfahrern gut.

Parken in Innenstadt wird gefördert

Leider geht die Verkehrspolitik in Bad Kissingen in Sachen Parken in genau die gegenteilige Richtung: und zwar in die Innenstadt. Parken im Zentrum ist seit vielen Jahren sehr attraktiv und wird bewusst gefördert. Es gibt zwar grundsätzlich große und kostenfreie Parkplätze außerhalb des Rings, um Dauerparker dazu zu bringen, ihr Auto dort abzustellen und dann zu laufen oder den Bus zu nehmen.

Wie die Ergebnisse des neuen Verkehrsplans zeigen, ist das Parken innerhalb des Rings aufgrund diverser Vergünstigungen und ausreichender Parkplätze aber insgesamt sehr attraktiv und zieht die Autos hinein. Nicht umsonst sind die Stellflächen dort stärker ausgelastet, als die außerhalb.

Parken nach draußen verlagern

Sich stehende Blechmassen in die Innenstadt zu ziehen, wird subventioniert. Das wiederum geht zulasten der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt. Das günstige Parken schadet zudem dem Stadtbusverkehr, der preislich nicht mithalten kann. Die Monatskarte für den Bus ist zwölf Euro teurer, als die fürs Parken. Konsequent wäre es, nicht nur den fließenden, sondern auch den ruhenden Verkehr aus dem Zentrum zu bekommen. Einem Gesundheitsstandort würde das guttun.

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