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Berufsschul-Abschluss
Ausbildung ist wie eine WM
Die Ausgezeichneten
Alle Ausgezeichneten (ohne namentliche Zuordnung) – links: StD Roland Bitsch und stv. Landrätin Brigitte Meyerdierks, rechts: StD Thomas Burkard und Birgit Winzek (stv. Vorsitzende Förderverein). // Klaus Werner
Schülersprecher
Schülersprecher Redo Setiawan und Kinga Marciniak. // Klaus Werner
Bad Kissingen – Abschlussfeier an der Staatliche Berufsschule: Was Brigitte Meyerdierks den jungen Leute verspricht

Wohltuend und sympathisch durchbrach stellvertretende Landrätin Brigitte Meyerdierks die Glückwunsch-Routine bei der Abschlussfeier an der Staatlichen Berufsschule Bad Kissingen. „Ich freu‘ mich so, dass ich hier bei Ihnen sein kann und ich seh‘ in Ihnen die Zukunft unseres Landkreises, die Zukunft unserer Kommunen“, sagte sie und strahlte. Herzlicher hätte es nicht sein können.

Studiendirektor Thomas Burkard verglich die zwei- oder dreijährige Ausbildungszeit mit der Fußballweltmeisterschaft in Nordamerika, wobei die Spielstätten der Berufsausbildung einerseits die Betriebe und andererseits die Berufsschule gewesen seien. Die Gruppenphase sei der Einstieg in den Beruf gewesen, um nach einem langen Weg mit Fitness, Ausdauer und Disziplin die Finalrunde zu erreichen und letztlich den verdienten Lohn eines Abschlusszeugnisses als „WM-Tophäe“ entgegen nehmen zu können.

Sein Dank galt den „Trainern“, die als Ausbilder oder als Lehrkräfte zum Erfolg beigetragen haben, und den „treuen Fans“, die als Familie und Freunde in der Fankurve saßen und anfeuerten.

Teamgeist ist wichtig

Seine Wünsche für die Zukunft der Absolventinnen und Absolventen: „Betrachten Sie Ihr Zeugnis als Fundament, auf dem Sie aufbauen können. Setzen Sie auf Teamgeist, denn niemand bewegt große Dinge alleine. Glauben Sie an Ihre Stärken, denn Sie haben das Rüstzeug für kommende Herausforderungen.“

Für den Verein der Freunde und Förderer der Staatlichen Berufsschule Bad Kissingen gratulierte Thomas Leiner und forderte die Nachwuchskräfte auf: „Bleiben Sie neugierig, bleiben sie lernbereit.“ Der Berufsschule sagte er auch weiterhin die Unterstützung des Vereins zu, um dort zu helfen, wo staatliche Mittel fehlen. Er nannte als Beispiele die Umsetzung von Projekten, die Beschaffung zusätzlicher Werkzeuge oder Hilfen für Exkursionen.

Brigitte Meyerdierks reflektierte einen Besuch bei einer Meisterfeier in Würzburg mit den Worten: „Das ist der Schritt, der sich bei Ihnen anschließen kann.“ Mit Motivation und Engagement, mit der Unterstützung der Betriebe und der Berufsschule sei ein beachtlicher Weg zurückgelegt worden, so Meyerdierks, der in einer erfolgreichen Abschlussprüfung mündete. Die Folge: „Die Arbeitswelt wartet auf Sie. Sie werden umworben sein.“

Die jungen Fachkräfte sollen ihr Talent, ihr Wissen und ihre Energie im Landkreis einbringen, so ihr Wunsch, „und wenn Sie sich die Welt anschauen wollen, dann kommen Sie zurück – hier erwartet Sie eine besondere Lebensqualität“.

Für die Absolventinnen und Absolventen bedankten sich Kinga Marciniak und Redo Setiawan bei den Lehrkräften für den „geschützten Raum Berufsschule“.

Bei der Abschlussfeier wurden auch zwei Schülerinnen und zwei Schüler der „Berufsschule Plus“ verabschiedet. Auch sie erhielten ihre Abschlusszeugnisse.

Dorothea Heuer-Kretschmer erläuterte als verantwortliche Lehrkraft die besondere Leistungsbereitschaft dieser jungen Fachkräfte, die neben dem Berufsabschluss auch die Fachhochschulreife durch zusätzlichen, samstäglichen Unterricht erreicht hätten. Mit dem Abschluss der „Berufsschule Plus“ öffne sich für Christina Brehm, Enola Buttler, Nils Rausch und Julia Schwaderer der Weg an die Hochschulen.

Die Besten

Nachfolgende Prüflinge wurden für einen Notendurchschnitt von unter 1,5 im Abschlusszeugnis ausgezeichnet beziehungsweise als Klassenbeste belobigt.

Kaufleute im Gesundheitswesen: Lena Heß, Paula Sandra Keß, Nele Debora Nolte, Jennifer Schuhmann, Anne Sorgenfrei, Annika Willnauer

Bankkauffrau: Lea Gor

Kaufleute für Büromanagement: Samira Genzler

Verkäufer/Verkäuferin: Kira Ebe, Yassine Teban

Kfz-Mechatroniker: Justus Schmid

Hotelfachleute: Mehdi Rihab Ait, Haylee Krug, Luisa Schäfer

Fachleute für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie: Maurice Thüring, Felix Dirk Zimmermann, Marcel Zimmermann

Belobigt wurden Chavez Lidia Geis (Köchin), Hanna Gerstner (Friseurin), Mia Benkert und Andreas Wiegandt (Kaufleute im Einzelhandel).

Schließlich wurden zwei Staatspreise der Regierung von Unterfranken für besonders herausragende Leistungen vergeben. Ausgezeichnet mit Urkunde und Geldpräsent wurden Katja Hey, Kauffrau für Büromanagement (Ausbildungsbetrieb: Deegenberg-Klink KG, Bad Kissingen) und Letizia Sauer, Kauffrau im Gesundheitswesen (Ausbildungsbetrieb: Reha-Zentrum, Bad Kissingen), für einen Notendurchschnitt von 1,0.

Zahlen und Daten zur Berufsschule

  • Schülerzahlen: An der Staatlichen Berufsschule Bad Kissingen wurden im aktuellen Schuljahr insgesamt 1634 Schülerinnen und Schüler in rund 20 verschiedenen Berufen ausgebildet – davon waren fast zwei Drittel Bestattungsfachkräfte, die aus dem gesamten Bundesgebiet nach Bad Kissingen kommen. 
  • Zeugnisse: Im Schuljahr 25/26 waren 387 Auszubildende im dritten Ausbildungsjahr, wovon 330 nach einer zwei- oder dreijähriger Ausbildungszeit in ihren jeweiligen Berufen in die Gesellen- bzw. Gehilfenprüfung gegangen sind. In der Abschlussfeier der Staatlichen Berufsschule erhielten ein Teil davon ihre Abschlusszeugnisse, die restlichen erhalten diese im Rahmen von Veranstaltungen von Innungen, Verbänden oder der Kammern. 
  • Die Fachbereiche: Unter den Auszubildenden, die ihr Abschlusszeugnis im Rahmen der schulischen Veranstaltung erhielten, waren 25 Kaufleute im Gesundheitswesen, 22 Kaufleute für Bürokommunikation, 28 Kaufleute im Einzelhandel, zwei Bankkaufleute, 14 Köchinnen/Köche, 14 Fachkräfte für Restaurants und Systemgastronomie, 16 Hotelfachleute, neun Kfz-Mechatroniker, vier Friseurinnen, 21 Tischler, ein Drechsler und 13 Maler/innen und Lackierer/innen – in der Summe 169 junge Fachkräfte, die in den Bereichen Handwerk, Handel, Industrie und Dienstleistungen ausgebildet wurden.
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