Mit der Begeisterung für Elektroautos fing alles an. Eigene Erfahrungen mit alternativen Antriebstechniken stellten begeisterte Autofahrer aus Bad Kissingen und Umgebung in den Mittelpunkt ihrer Initiative „lade&weile“.
Bei Stammtischen tauschten sie sich monatlich aus. Inzwischen weitet eine gewachsene Zahl an Interessierten ihren Blick über das Thema Fortbewegung hinaus. So dreht sich bei der Initiative inzwischen alles um Themen rund um regenerative Energien, deren Erzeugung, Speicherung und Einsparung.
Treffen und Exkursionen
Das jetzt präsentierte Jahresprogramm für 2023 kündigt einige Treffen und sechs Exkursionen an. Dabei möchten die Organisatoren das Stammtisch-Image hinter sich lassen. „Ziel ist es, klar zu machen, dass die Themen jeden angehen“, so Mitinitiator Fritz Lang bei einem Pressegespräch.
Deshalb freut sich „lade&weile“ nach eigenen Angaben schon jetzt über steigendes Interesse an ihren Veranstaltungen. Größte Aktion war bisher der Korso für E-Mobilität im Herbst 2022. Aufräumen wolle man mit dem Vorurteil, dass die Auseinandersetzung mit der Technik ein reines Männerthema sei.
Den Nerv getroffen
Zum jüngsten Treffen im Bayrischen Hof erschienen rund 25 Zuhörer, die den Ausführungen von Thiemo Schroll (Reiterswiesen) zum Thema „Blackout und die Folgen“ lauschten.
Offenbar trafen die Organisatoren mit dem Thema einen Nerv. Zwar sehen Expertinnen und Experten aktuell keine unmittelbare Gefahr für einen Totalausfall der Stromversorgung. Dennoch lohne sich eine gewisse Vorsorge im häuslichen Bereich, so Schroll. Denn im Ernstfall drohe ja die ganze Infrastruktur mit Geldautomaten oder Tankstellen zusammenzubrechen. Auch Pflegebetten oder Beatmungsmaschinen funktionieren in so einem Fall nicht mehr.
Eine Alternative zu Notstromaggregaten seien Powerbanks, mit denen sich Lücken bei der Stromversorgung eine Weile überbrücken ließen. Zudem gelte es, etwas Bargeld vorzuhalten und einen Koffer mit dem Nötigsten, falls man etwa überraschend ins Krankenhaus muss. Eine Zigarettenreserve als Tauschware sei denkbar.
Energieautarkie im Blick
Vorgesehen sind im Jahresprogramm unter anderem die Auseinandersetzung mit den Themen Windkraft, Energieautarkie, sowohl privat als auch im Ortsverbund, Balkonkraftwerke und Biogasanlage. Dazu sind auch Besichtigungen, etwa der Biogasanlage Bad Bocklet oder innovativer Projekte der Stadtwerke in Haßfurt, vorgesehen.
Thema Wasserstoff
Das nächsten Treffen am Dienstag, 25. April, um 19 Uhr im Bayerischen Hof in Bad Kissingen soll sich um das Thema Wasserstoff drehen. Ergänzend als Beispiel aus der Praxis soll am Freitag, 28. April, um 15 Uhr eine Wasserstoffanlage angeschaut werden. Anmeldung per Mail an ladeundweile@gmail.com. Weitere Infos: ladeundweile.de.
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