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Aktion in Fußgängerzone
VdK-Tag gegen Gewalt an Frauen in Bad Kissingen
VdK Bad Kissingen
Anlässlich des Aktionstags „Gewalt an Frauen“ informierten die örtlichen Frauenvertreterinnen des VdK-Kreises mit (von links) Christine Dehler (Premich), Heidemarie Eiling (Münnerstadt), Kreisfrauenvertreterin Lorette Weiß (Bad Kissingen), Beate Lorenz (Euerdorf), Martina Straub (Zahlbach), Gabi Markard (Katzenbach) und Andrea Schmitt (Poppenroth). // Sigismund von Dobschütz
VdK Bad Kissingen
VdK-Frauenpower zum Aktionstag „Gewalt an Frauen“ mit den örtlichen Frauenvertreterinnen (von links) Andrea Schmitt (Poppenroth), Gabi Markard (Katzenbach), Heidemarie Eiling (Münnerstadt), Kreisfrauenvertreterin Lorette Weiß (Bad Kissingen), Martina Straub (Zahlbach), Beate Lorenz (Euerdorf) und Christine Dehler (Premich). // Sigismund von Dobschütz
Bad Kissingen – VdK-Frauenvertreterinnen machen gemeinsam bei einem Aktionstag in der Fußgängerzone von Bad Kissingen auf Gewalt an Frauen aufmerksam.

Schon seit 1981 organisieren Menschenrechtsorganisationen weltweit am 25. November den jährlichen Gedenk- und Aktionstag gegen Gewalt an Frauen und für die Stärkung von Frauenrechten, international auch Orange Day genannt. Die von den Vereinten Nationen im Rahmen ihrer zehn Jahre später (1991) gestarteten Kampagne „Orange the World“ festgelegte Farbe Orange symbolisiert dabei eine Zukunft ohne jegliche Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen und Mädchen.

In Bad Kissingen informierten am vergangenen Dienstag mehrere örtliche Frauenvertreterinnen des Sozialverbandes VdK aus dem Landkreis mit Kreisfrauenvertreterin Lorette Weiß (Bad Kissingen) über die Situation in Deutschland und die Ziele des Aktionstages.

„Heute ist der Tag, an dem wir deine Stimme brauchen“, lautete das Motto, unter dem die VdK-Frauenvertreterinnen die Passanten zu aktiver Unterstützung aufforderten. „Denn nur gemeinsam können wir durch Information und Hilfsangebote wie der Hilfstelefonnummer 116 016 einen aktiven Beitrag gegen Gewalt an Frauen leisten“, erklärte Kreisfrauenvertreterin Lorette Weiß im Gespräch mit der Zeitung. Deshalb machten die Frauenvertreterinnen des VdK-Kreisverbands mit Flugblättern und Ansteckbuttons auf sich und damit auf ihr gemeinsames Anliegen aufmerksam. Passanten wurden gebeten, auf Abreißblöcken ihre Meinungen, Forderungen und Botschaften zum Thema „Gewalt an Frauen“ zu notieren.

Kampagne dauert bis 10. Dezember

Nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) wurden im Jahr 2024 weltweit rund 83.000 Frauen und Mädchen getötet. In 60 Prozent der Fälle waren die Täter ihre Partner oder Familienangehörige. Allein in Deutschland starben im vergangenen Jahr 308 Frauen und Mädchen durch Gewalttaten. Im Laufe seines Lebens wird statistisch eines von drei Mädchen Opfer körperlicher oder sexualisierter Gewalt, informierte der Sozialverband VdK auf seinem Flugblatt zur diesjährigen Kampagne, die noch bis zum 10. Dezember andauert – dem Internationalen Tag der Menschenrechte. Noch bedrückender ist die Situation für Mädchen und Frauen mit Behinderung. Demnach ist hier jede Zweite von sexualisierter Gewalt betroffen, meldet der Sozialverband und warnt: „Gewalt gegen Frauen und Mädchen kann tödlich enden. Jeden zweiten Tag wird eine Frau von ihrem Partner umgebracht.“

„Gewalt geht uns alle an und wird von uns nicht akzeptiert“, erklärt der VdK weiter. Doch über Gewalt an Frauen zu sprechen, sei oft noch ein Tabu. „Das ist falsch und gefährlich, denn das Schweigen begünstigt gewalttätiges Verhalten, isoliert Betroffene und lässt sie mit ihren Erfahrungen allein.“ Deshalb sei es notwendig, sich wie am jährlichen Aktionstag öffentlich gegen Gewalt zu positionieren, sich mit Betroffenen zu solidarisieren und über mögliche Hilfsangebote zu informieren. Allerdings warnt der Sozialverband VdK ausdrücklich davor, eigenmächtig Betroffenen helfen zu wollen. „Achten Sie auf Ihre persönlichen Grenzen und leiten Sie Betroffene immer an professionelle Stellen weiter.“

Hilfsangebote

Hilfsangebote für Betroffene in Bayern findet man im Internet unter der Adresse www.bayern-gegen-gewalt.de, beim Hilfstelefon „Gewalt gegen Frauen“ mit der bundesweiten Rufnummer 116 016 oder bei den zuständigen Stellen im Rathaus oder Landratsamt.

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