Unsere Leserinnen und Leser fühlen sich wohl in ihren Heimatorten. Das hat die Umfrage im Heimatmonitor ergeben. Die Bewertungen sind recht positiv.Besonders gut schneidet Aura ab. Erfreuliche Noten gibt es auch für die Sauberkeit. Das liegt vor allem daran, dass der Entsorgungsservice, beispielsweise in den Wertstoffhöfen, positiv bewertet wird. Dies führt dazu, dass die Sauberkeit in der Gesamtwertung aller Fragen mit 7,70 Punkten von zehn möglichen die besten Bewertungen bekam.
Eine Sache des Gefühls
„Wie bewerten Sie die Lebensqualität in Ihrem Wohnort?“ und „Wie beliebt ist Ihr Wohnort bei Außenstehenden?“ lauteten die beiden Fragen zur Lebensqualität. Interessant ist, dass die Menschen die Lebensqualität in ihren Orten zwar oft positiv sehen, aber gleichzeitig glauben, dass ihr Wohnort bei Außenstehenden weniger beliebt ist. Was diese gefühlte Außenansicht angeht, schneiden durchweg alle Kommunen schlechter ab als bei der Frage nach der Lebensqualität. Das führt dazu, dass in der Gesamtwertung 7,02 Punkte erreicht werden. Wäre lediglich die Lebensqualität Bewertungskriterium gewesen, wären 7,58 Punkte erreicht worden, ein sichtbarer Unterschied. Die größte Diskrepanz findet man in Schondra. Für die Lebensqualität geben die Umfrageteilnehmer aus der Rhön-Gemeinde ihrem Dorf immerhin sieben Bewertungspunkte, während Schondra bei der Frage, wie beliebt der Wohnort bei Außenstehenden ist, nur auf 4,76 Punkte kommt.
Plus für Gemeinschaftssinn und Natur
Im Heimatmonitor konnten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen ihre persönliche Meinung zur Lebensqualität äußern. Ein(e) Leser(in) aus Hammelburg schreibt: „... Also ich lebe sehr, sehr gerne hier in Hammelburg. Das Schöne ist, egal wo man hingeht, man kennt immer jemanden. Und in den meisten Fällen kann man sich auch aufeinander verlassen, wenn's mal ein Problem gibt. Die Natur ist direkt vor der Haustür. Es gibt viele Möglichkeiten sich die Zeit zu vertreiben. Einfach Heimat zum wohlfühlen... Daumen hoch!!!“
Geschäfte fehlen
Unmut wird ebenso geäußert. Besonders drastisch ist eine Bekundung aus Oberleichtersbach: „Keine Lebensmittel, kein Bäcker, kein Metzger, keine Kneipe: Null Lebensstandard.“
„Die Lebensqualität jetzt ist gut, aber es wird kaum etwas getan, um zu sichern, dass sie auch noch in einigen Jahrzehnten gut ist, heißt es in einer Stellungnahme aus Bad Kissingen.
Dass die Hallenbäder geschlossen sind, sehen viele als Manko. „Es ist außerordentlich bedauerlich, dass unsere Weltkulturerbe-Stadt kein Hallenbad besitzt“, ist beispielsweise nachzulesen. Eine Aussage aus Bad Brückenau lautet: „Die Schließung der Sinnflut ist eine Katastrophe.“ Geklagt wird auch über mangelhafte Verkehrsanbindungen: „Der öffentliche Verkehr ist so schlimm; wenn man kein Auto hat, ist man erledigt“, so eine Meinung aus Oberthulba.
Immer wieder fällt in den Nennungen der Wunsch nach einem besseren Internet auf dem Land und nach Einkaufsmöglichkeiten .
Themen der Woche
Kaum eine Rolle spielt bei den Meinungen die Sauberkeit. Nur aus Oerlenbach kommt die Klage, dass Hundehalter die Hinterlassenschaften ihrer Tiere auflesen und entsorgen sollen.
Wer aber draußen unterwegs ist, bekommt den Eindruck, dass Abfälle in Straßen und Natur durchaus ein Thema sind. Reporterin Heike Beudert befasst sich in dieser Woche mit diesem Thema und damit, ob es Präventionsmöglichkeiten gibt.
In Hammelburg wird beim Thema Lebensqualität vor allem die Innenstadt kritisiert. Immer mehr Geschäfte fallen weg, für die Flächen findet sich kein Nachmieter und die Gebäude bleiben leer. Der Wunsch vieler Bürger: Eine Fußgängerzone am Marktplatz, ähnlich wie in Karlstadt oder Lohr am Main. Volontärin Milena Meder berichtet in dieser Woche, warum Hammelburg keine Fußgängerzone hat und welche Erfahrungen andere Städte mit Fußgängerzonen gemacht haben.
Warum gibt es bei der Bewertung der Lebensqualität den Unterschied zwischen Innen- und Außenansicht? Reporterin Heike Beudert hat nach Antworten gesucht. Sie stellt in dieser Woche drei Menschen vor, die gerne im Landkreis wohnen und sie unterstützt haben, eine Antwort zu geben.
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