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Verkehr
Kissinger Nordring wird nächste Großbaustelle
Noch diesen Monat rollen am Nordring die Bagger: Die Straße wird erneuert und es wird ein neuer Radweg gebaut.
Noch diesen Monat rollen am Nordring die Bagger: Die Straße wird erneuert und es wird ein neuer Radweg gebaut. // Benedikt Borst
Bad Kissingen – Im Oktober beginnen die Arbeiten an der Umgehung. Sie dauern ein Jahr. Die Straße wird saniert, es entsteht ein neuer Radweg. Auf Autofahrer kommen Einschränkungen zu.

In den nächsten Tagen beginnt die nächste Großbaustelle, die Tausende Autofahrer aus Bad Kissingen und Umgebung betrifft. Das Staatliche Bauamt Schweinfurt und die Stadt Bad Kissingen erneuern den Nordring. „Wir werden Ende Oktober beginnen und erneuern den Nordring von der Kaserne bis zur Salinenstraße“, informiert Oberbürgermeister Dirk Vogel (SPD). Die Arbeiten werden gut ein Jahr dauern und 4,4 Millionen Euro kosten. Den Großteil zahlt der Freistaat, rund 200.000 Euro übernimmt die Stadt. Das freut den Rathauschef, weil Bad Kissingen grundsätzlich viele marode Straßen hat und einen deutlichen Investitionsstau vor sich herschiebt: „Damit leisten wir einen erheblichen Beitrag zur Modernisierung unserer Straßen“, sagt er.

Straße wird schmaler

Saniert wird der Nordring ab Höhe des Kinos bis zur Einmündung der Salinenstraße. Die Fahrbahn wird neu gemacht und die Stadtwerke ertüchtigen Teile ihres Gas-, Wasser- und Stromnetzes. Die Staatsstraße wird zudem verschmälert, zugunsten eines breiteren Geh- und Radwegs.

Die Arbeiten verbessern die Situation vor allem für Radfahrer und Fußgänger. Was ist geplant? Der Teil des Nordrings zwischen der Kaserne und dem Ortsausgang Bad Kissingen in Richtung Hausen (Einmündung „Am Steingraben“), bekommt auf beiden Seiten einen Geh- und Radweg, erläutert Marcel Zimmermann vom städtischen Tiefbau. Der Grünstreifen, der im Moment den Gehweg von der Straße trennt, fällt weg, dafür wird der Gehweg zum Fuß- und Radweg ausgebaut. Die Radwege sind jeweils rechts in eine Richtung befahrbar.

Anbindung an die Schulen

Der Oberbürgermeister verweist auf das dicht besiedelte Gebiet und die Bedeutung der Strecke für den Schulweg. „Ich halte den Radweg für wichtig für unsere Kinder, damit sie sicher zur Schule kommen“, sagt er.

Ab der Einmündung „Am Steingraben“ bis zur Salinenstraße gibt es dann nur noch auf einer Straßenseite einen Geh- und Radweg, und zwar auf der Seite in Fahrtrichtung Hausen. Auch hier wird der bestehende Fußgängerweg entsprechend ausgebaut. Der Radweg endet an der Einmündung Salinenstraße. Radfahrer müssen dann entweder auf die Staatsstraße wechseln, so Zimmermann. Oder sie queren die Salinenstraße und gelangen dann über eine Rampe die Böschung hinunter auf den Salinenradweg entlang der Saale. „Für die Rampe haben wir bereits die Stelle entsprechend gerodet“, berichtet der Planer.

Sperrungen für Autoverkehr

Autofahrer müssen sich ab Oktober ein Jahr lang auf Behinderungen einstellen. Es gibt allerdings eine gute Nachricht: Am Nordring wird es keine kontinuierliche Vollsperrung geben, anders als zuletzt beim Bau des Garitzer Kreisels und der Sanierung des Westrings. „Ab Oktober bis zu den Faschingsferien wird der Nordring zweispurig befahrbar bleiben“, sagt Zimmermann“.

Die Geschwindigkeit wird auf Tempo 30 reduziert, zudem werden Baustellenampeln eingesetzt, wenn nötig. Die Sperrungen und Umleitungen richten sich je nach Bauphase. Sind Teilsperrungen nötig, soll der innerstädtische Verkehr nach Möglichkeit lokal umgeleitet werden, etwa über das Wohngebiet Bad Kissingen Nord-Ost oder die Salinenstraße. „Es wird aber auch eine Phase mit einer Vollsperrung nötig“, warnt Zimmermann vor. Der überregionale Verkehr soll dann großräumig über den Klaushof und Garitz die Baustelle umfahren.

Aus der Bürgerversammlung

Info: Die Stadt hat unlängst über die Pläne am Nordring auf einer Bürgerversammlung zur Kernstadt informiert. Weitere Themen:

Freibad/Hallenbad: Nächstes Jahr beginnt der zweite Sanierungsabschnitt im Terrassenbad. Sprungturm- und Becken sowie Schwimmerbecken werden erneuert, der Kassenbereich sowie Barrierefreiheit, Wasseraufbereitung und Energieversorgung. „Die Kosten sind durch die Decke gegangen“, sagt Vogel. Die Bauzeit beträgt zwei Jahre, die Becken werden zwei Saisons nicht zur Verfügung stehen. Der Nichtschwimmerbereich soll öffnen. Schlechte Nachrichten hatte Vogel auch zum Hallenbad. Hier ist aufgrund der angespannten finanziellen Lage bei den Stadtwerken und hoher Baukosten nicht klar, wann der Neubau realisiert wird.

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