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Großbaustelle Nordring
Diese Sperrungen kommen jetzt auf Autofahrer und Anwohner zu
Marcel Zimmermann (Mitte) vom städtischen Tiefbau und Bauleiter Bastian Klebrig (Glöckle Bau, rechts) schauen sich den Untergrund für den neuen Fuß- und Radweg am Nordring an.
Marcel Zimmermann (Mitte) vom städtischen Tiefbau und Bauleiter Bastian Klebrig (Glöckle Bau, rechts) schauen sich den Untergrund für den neuen Fuß- und Radweg am Nordring an. // Benedikt Borst
Bad Kissingen – Der Nordring wird für 4,4 Millionen Euro erneuert sowie der Radweg neu und ausgebaut. Ab Mittwoch, 21. Februar, müssen sich Autofahrer, Schulen und Anwohner auf neue Einschränkungen einstellen.

Die Arbeiten am Nordring gehen voran und auf Autofahrer, Anwohner, Schulen und Fußgänger kommen die nächsten Einschränkungen zu. Ab nächsten Mittwoch, 21. Februar, müssen sie sich auf neue Sperrungen und Umwege einstellen. Hintergrund: Staat und Stadt erneuern den Nordring auf 1,4 Kilometern Länge zwischen ehemaliger Kaserne und Salinenstraße für 4,4 Millionen Euro.

Zusätzlich wird der vorhandene Radweg auf der Innenstadtseite der Straße ausgebaut und auf der gegenüberliegenden Seite neu und bis zur Salinenstraße weitergebaut.

Radwegrampe in den Park

"Wir haben den alten, vorhandenen Geh- und Radweg an den Schulen entlang bis zur Steinstraße abgebaut", berichtet Marcel Zimmermann vom städtischen Tiefbauamt. Die Versorgungsleitungen sind dort in der Erde. Aktuell stellen die Arbeiter die Bodenschicht her und machen alles so weit fertig, dass bei passendem Wetter asphaltiert werden kann.

"Parallel bauen wir an der Salinenstraße die Rampe und den Einfahrtsbereich für den neuen Radweg in den Park", erklärt er. Der neue Radweg entlang des Rings hört an der Salinenstraße auf und wird über die Rampe mit dem Radweg an der Salinenpromenade verbunden. Hier haben sich die Arbeiten hochwasserbedingt verzögert. Für die Dauer der Rampenarbeiten ist die Salinenstraße im Baustellenbereich halbseitig gesperrt.

Arbeiten am Nordring
Aktuell wird der Radweg im entlang des Jack-Steinberger-Gymnasiums neu gebaut. // Benedikt Borst

Ab Mittwoch geht es darum, die Versorgungsleitungen an vier Kreuzungen zu verlegen. Das macht Sperrungen und Umleitungen nötig. "Der Nordring wird aber in dieser Phase in beide Richtungen befahrbar sein", kündigt Zimmermann man. An den Kreuzungen wird jeweils eine Straßenseite gesperrt, die andere bleibt frei. Um den Verkehr zu regeln, werden Baustellenampeln aufgebaut. 

Schulverkehr wird umgeleitet

Besonders große Auswirkungen werden die Arbeiten an der Steinstraße haben. Die Steinstraße ist die Zufahrt zur Bayernhalle, zum Jack-Steinberger-Gymnasium und zur Anton-Kliegl-Mittelschule. Die Einmündung zum Nordring wird bis voraussichtlich Ende der Osterferien komplett gesperrt.

"Wir machen die Steinstraße zur Sackgasse", sagt Zimmermann. Die Einbahnstraßenregelung wird aufgehoben, Anwohner und Lehrer können die Steinstraße aus der Gegenrichtung erreichen.  Der Schulbusverkehr wird in die Pfalzstraße verlegt.

Die Pfalzstraße wird bei den kommenden Sperrungen für Anwohner und Schulverkehr eine wichtige Rolle spielen.
Die Pfalzstraße wird bei den kommenden Sperrungen für Anwohner und Schulverkehr eine wichtige Rolle spielen. // Benedikt Borst

Die Einmündung in die Straße "Am Steingraben" ist ebenfalls bis Sommer komplett dicht. Autofahrer müssen über das Gewerbegebiet in der ehemaligen Kaserne ausweichen. Fußgänger können den Nordring in Richtung Stadtmitte nur über die Pfalzstraße erreichen. Die Fußwegverbindung von "Am Steingraben" zum Nordring in Richtung Hausen bleibt offen. 

Umwege für Fußgänger

Auch die Kreuzung mit der Pfalzstraße sowie die Einmündung mit der Friedrich-List-Straße werden ab Mittwoch bis wahrscheinlich in den Sommer hinein zur Baustelle. Bei der Pfalzstraße ist nur die Einmündung in Richtung Innenstadt betroffen, die Gegenseite in Richtung Kaserne nicht. Laut Zimmermann ist vorgesehen, dass Autos vom Nordring in die Pfalzstraße Richtung Schulen abbiegen. Allerdings wird es nicht mehr möglich sein, aus dieser Richtung den Nordring zu erreichen. Autofahrer müssen über die Max- oder die Salinenstraße ausweichen.

Bei der Friedrich-List-Straße handelt es sich um eine Sackgasse. Die Arbeiten sind nach Angaben Zimmermanns also so vorgesehen, dass die Straße jederzeit mit dem Auto vom Nordring aus anfahrbar ist. Für Fußgänger gilt das jedoch nicht. Die Einmündung muss aus Sicherheitsgründen für Fußgänger abgeriegelt werden. Offizielle Umleitung für sie ist der Stichweg in die Pfalzstraße. 

Die Arbeiten sowie die Verkehrsführung sei relativ komplex. "Wir appellieren an die Verkehrsteilnehmer, immer auf die Verkehrsschilder zu achten", sagt Zimmermann.

Kritik an Warnbarken

Von Autofahrern gibt es viel Kritik, dass die geänderten Fahrspuren auf dem Nordring mit Warnbarken markiert sind und nicht mit einem gelben Streifen am Boden, wie sonst üblich. Es wird bemängelt, dass die Warnbarken die Straße zusätzlich verengen.

Bastian Klebrig, dem Bauleiter der zuständigen Baufirma, wären die gelben Fahrbahn-Markierungsbänder auch lieber, aber: "Aufgrund der nassen Witterung hält die Folie im Moment nicht", sagt er. Sie sollen aber dennoch in den kommenden Tagen angebracht werden. Die Stadt reagiere auf die Kritik und wolle den Autofahrern entgegenkommen. 

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