Tausende Autofahrer täglich und vor allem die Anwohner in Garitz können aufatmen: In der Woche vor Weihnachten geht die Großbaustelle am Garitzer Kreisel und am Westring nach einem Jahr zu Ende. Die Zeit der Umleitungen ist vorbei und der Verkehr wird an dem wichtigen Verkehrsknotenpunkt und der stark befahrenen Bundesstraße wieder ganz normal rollen. Das bestätigt das Staatliche Bauamt Schweinfurt auf Nachfrage unserer Zeitung.
„Wir sind sehr froh, dass es ein Ende hat“, sagt beispielsweise Friseurmeisterin Christiane Schießer. Besonders erleichtert ist sie darüber, dass ihre Kunden sie wieder auf geradem Weg und ohne Umleitungen anfahren können. „Das war zum Teil sehr verwirrend“, meint sie. Grundsätzlich habe sich die Baustelle aber weniger schlimm als befürchtet auf ihr Geschäft ausgewirkt. Sie sagt, dass sie grundsätzlich Bedenken gegen den Kreisverkehr gehabt hat, nun aber hofft, dass der neue Kreisel gut angenommen wird.
Garitz fiebert dem Ende der Großbaustelle entgegen
„Die Garitzer haben dem Ende der Baustelle entgegengefiebert“, findet auch Stadträtin Christina Scheit (SPD). Sie selbst sei froh, dass es dem Staatlichen Bauamt sowie den Baufirmen gelungen ist, den straffen Zeitplan einzuhalten – trotz aller Unwägbarkeiten wie etwa Liefer- und Materialengpässen am Bau oder der Energiekrise. „Ich hoffe, dass die Leute das zu schätzen wissen“, sagt die Garitzerin. Dass der Verkehr nächste Woche wieder normal rollen kann, bedeutet allen voran für die Anwohner eine große Entlastung. „Ich freue mich wahnsinnig darauf, dass ich wieder gerade von Garitz nach Bad Kissingen fahren kann und bin dankbar, dass ich nicht mehr Auswärtigen den Weg zeigen muss, wenn sie sich völlig in Garitz verfranzt haben“, meint die Stadträtin lachend.
Der aus Garitz stammende DBK-Stadtrat Florian Keßler lobt ebenfalls Bauamt und Firmen für die reibungslos gelaufenen Bauarbeiten, kritisiert aber, dass die Stadt zeitgleich die Dr.-Georg-Heimstraße erneuert und auch, dass die Theresienstraße während der Arbeiten in Garitz tageweise komplett gesperrt war. Beides sind wichtige Verbindungsstraßen. Insgesamt ist seiner Meinung nach aber befürchtete Verkehrschaos in Bad Kissingen ausgeblieben. „Die Anwohner haben gespürt, dass mehr Verkehr an ihnen vorbeigefahren ist. Die Umleitungen waren gut ausgeschildert. Es muss in den ersten Wochen etwas Chaos gewesen sein, das hat sich dann aber gut eingespielt“, lautet sein Fazit.
Neun Millionen Euro für Kreisverkehr, Radweg und Westring
Bis zum Wochenende sind die größten Arbeiten laut Nina Marder, Pressesprecherin beim Staatlichen Bauamt, abgeschlossen. Aktuell richten die Arbeiter die Straßenränder und Zwischenflächen her und stellen den Geh- und Radweg weitestgehend fertig. „Am Montag wird damit begonnen, die Umleitungsbeschilderung Stück für Stück abzubauen, so dass im Laufe des Tages das erste Auto über den sanierten Westring und den Garitzer Kreisel fahren kann“, sagt sie.
Wie Marder weiter mitteilt, wurde nicht nur der Zeitplan eingehalten, sondern auch das Budget. Neun Millionen Euro investieren die Bundesrepublik, die Stadt und der Landkreis Bad Kissingen in das gesamte Vorhaben. Die Verkehrssicherheit auf der Bundesstraße werde erhöht und Kissingens zentrale Verkehrsader gestärkt, betont sie.
Bürgerfest mit Kinderprogramm
Zur Verkehrsfreigabe laden das Staatliche Bauamt sowie Stadt und Landkreis Bad Kissingen zu einem Bürgerfest am neuen Kreisel ein, am Sonntag, 18. Dezember, ab 11 Uhr. Das Fest beginnt mit einem offiziellen Teil mit Ansprachen sowie der Segnung des Kreisverkehrs.
Der SV Garitz übernimmt die Bewirtung und es wird eine Bildergalerie von den Arbeiten von Beginn bis zum Ende zu sehen sein.
Die Stadtjugendarbeit organisiert ein Kinderprogramm mit Bobbycar-Rennen im Kreisverkehr. „Die Kinder werden die ersten sein, die den neuen Garitzer Kreisel erobern“, so Marder.
Einen Kommentar zum Garitzer Kreisel finden Sie hier.









