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Nachgefragt
Fußgängerbrücke über Bahngleis bei Arnshausen: Abriss kommt
Fußgängersteg bei Arnshausen
Seit 2017 ist der Fußgängersteg über die Bahnlinie von Bad Kissingen nach Gemünden nahe der Ruine Eiringsburg gesperrt. Er wird abgerissen, einen Neubau gibt es nicht. // Benedikt Borst
Bad Kissingen – Lange war unklar, wie es mit dem seit Jahren gesperrten Bahnübergang weitergeht. Jetzt steht fest: Die Brücke wird abgerissen, einen Ersatz gibt es nicht.

Wanderer, Spaziergänger und Radfahrer, die von Bad Kissingen aus zum Wittelsbacher Turm unterwegs sind, stoßen nach einigen Kilometern auf einen alten, maroden und seit acht Jahren gesperrten Holzsteg. Dieser liegt etwa 500 Meter östlich der Ruine Eiringsburg und führt über die Bahngleise der Strecke Bad Kissingen - Gemünden. 

Der Steg wurde ursprünglich errichtet, um auf diesem Weg zu dem beliebten Ausflugsziel zu gelangen.

Erhebliche Sicherheitsmängel am Steg

Einem Leser ist aufgefallen, dass der Steg inzwischen mit einem einbetonierten Eisengeländer abgesichert ist und er stellt sich die Frage, ob die Sperrung nun endgültig zur Dauerlösung wird. Ihn interessiert, ob es offizielle Pläne gibt, den Steg zu erneuern oder abzureißen. Zuständig für das Wanderwegenetz ist die Staatsbad Bad Kissingen GmbH, baulich für den Steg ist das Staatliche Bauamt Schweinfurt verantwortlich.

Unsere Redaktion hat den Sachstand abgefragt. Der Steg wurde 2017 gesperrt, „da die Verkehrs- und Standsicherheit des Konstrukts nicht mehr gegeben war“, erklärt Theresa Preisendörfer, Pressesprecherin der Staatsbad GmbH. Was die Zukunft des Stegs angeht, steht mittlerweile die Entscheidung fest: Er wird abgerissen, einen Ersatz gibt es nicht.

„In den letzten Jahren hat sich der Zustand des Steges massiv verschlechtert, weshalb der Rückbau nötig ist“, sagt sie. Eine Stellungnahme eines beauftragten Ingenieurbüros bestätige das. Aufgrund der Sicherheitsmängel sowie der Einschätzung des Ingenieurs wurde beschlossen, den Steg abzubauen.

Bahnreisende müssen mit Sperrung rechnen

Für die Demontage muss die Bahnstrecke gesperrt werden. Die Arbeiten werden demnach mit der Deutschen Bahn abgestimmt. Der Abriss „dient vor allem dem Schutz der Spaziergängerinnen und Spaziergänger, Wandernden sowie des Bahnverkehrs“, betont Preisendörfer. Ein Neubau lohne sich aus wirtschaftlicher Sicht nicht, weil der Übergang nicht zwingend benötigt werde.

Ausflügler können die Bahnlinie etwa 200 Meter sowie 550 Meter südlich durch Tunnel unterqueren. „Teile des Rundwanderweges Wittelsbacher Turm-Tour sowie Abschnitte des Jakobsweges und des Fränkischen Marienwegs wurden bereits in den zurückliegenden Jahren umgelegt und führen nicht mehr über den Steg“, sagt Preisendörfer.

Der Steg führt bei Kilometer 44-654 über die Bahnlinie. Bei den sichtbaren Veränderungen am Steg handeln es sich laut Preisendörfer um erste Arbeiten, um den Abriss vorzubereiten: Es wurde beidseitig eine Absturzsicherung installiert, unter anderem um den vorbeiführenden Mountainbike-Trail zu sichern.

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