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Nach 15 Jahren am Rosengarten
Darum schließt das Tibet-Fachgeschäft in Bad Kissingen
Tibet Art Gallery von innen mit Klangschalen und weiteren Artefakten aus Tibet
 // Carolin Kerber
Bad Kissingen – Die Weltlage hinterlässt Spuren, auch in Bad Kissingen. Ein besonderes Geschäft mit ausgefallenem Sortiment am Rosengarten schließt bald seine Pforten. Das sind die Gründe.

Die Innenstadt ist ab Ende Dezember um einen Laden ärmer: Die Tibet Art Gallery am Rosengarten schließt nach 15 Jahren in Bad Kissingen. Das kleine Geschäft zog in dieser Zeit ein vielfältiges Publikum an – Touristen, Reha-Gäste und Neugierige. Angeboten wurden Klangschalen, Gemälde, Schmuck und buddhistische Statuen aus tibetischer Handwerkskunst. Wie Inhaber Klaus Jürgen Schlotter berichtet, haben sich besonders die Klangschalen über die Jahre zum Verkaufsschlager entwickelt.

Weltkrisen beeinträchtigen Geschäft

„Die Leute halten ihr Geld aktuell lieber zusammen. Seit Beginn der Corona-Pandemie und des Ukraine-Konflikts ist das Geschäft sehr schwierig geworden“, sagt Kunstliebhaber Schlotter. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hätten ihm zunehmend zu schaffen gemacht, sodass er sich schweren Herzens zur Schließung des Ladens entschloss. 

Ein Leben für tibetische Kunst und Kultur

Schlotter eröffnete die Galerie mit dem Wunsch, tibetische Kultur in die Kurstadt zu bringen. Seit mehr als 40 Jahren interessiert er sich für die Religion und die Kunst Tibets. Sechs Jahre lebte er in Nepal und Nordindien – Länder, in die Menschen aus Tibet flüchteten – erzählt er. Diese Erfahrungen prägten sein Sortiment und seine Leidenschaft für die fernöstlichen Kostbarkeiten.

Innenaufnahme Tibet Art Gallery
 // Carolin Kerber

Von Weingasse bis Rosengarten

Das Fachgeschäft für tibetische Kunstgegenstände ist seit 2011 Teil der Bad Kissinger Innenstadt. Fünf Jahre nach der Ersteröffnung in der Weingasse zog der Laden an die Balthasar-Neumann-Promenade. Die Umgebung sei jedoch nicht ideal für den Einzelhandel: Rundherum dominieren gastronomische Betriebe, andere Fachgeschäfte sind kaum vertreten. Inhaber Schlotter vermutet daher, dass künftig ein Café oder Restaurant die Fläche übernehmen wird.

Letzte Gelegenheit zum Stöbern nutzen

Bis zur Schließung Ende Dezember werden Sonderpreise angeboten.  

Info und Kontakt:

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