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Sommerkunstwochen
Hier können junge Künstler von Profis lernen
OB Ralf Hartnack, Teilnehmerin Uta Joschko, Jutta Lange und Kursleiterin Rita Oppold im Gespräch.Uschi Prawitz
OB Ralf Hartnack, Teilnehmerin Uta Joschko, Jutta Lange und Kursleiterin Rita Oppold im Gespräch.Uschi Prawitz // 
Kulmbach – Es gibt Veranstaltungen, die längst zum festen Bestandteil des Kulmbacher Sommers geworden sind. Die Kulmbacher Sommerkunstwochen gehören dazu. Das ist der Grund.
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 Bereits zum 17. Mal laden sie in diesem Jahr dazu ein, gemeinsam mit renommierten Künstlerinnen und Künstlern neue Techniken auszuprobieren, den eigenen Blick zu schärfen und sich kreativ weiterzuentwickeln.

Zum Auftakt begrüßte Oberbürgermeister Ralf Hartnack (WGK) die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines dreitägigen Aquarellkurses im Werkraum der Oberen Schule.

Unter der Leitung der Künstlerin Rita Oppold begannen die Teilnehmerinnen, sich Schritt für Schritt der Aquarellmalerei zu nähern. Es ging um Licht, Perspektive und die Frage, wie sich mit wenigen Farbtönen Tiefe und Atmosphäre erzeugen lassen.

Gäste von weiter weg

Dass die Sommerkunstwochen seit Jahren Menschen weit über Kulmbach hinaus anziehen, zeigte Uta Joschko aus Bayreuth. Sie nimmt seit vielen Jahren regelmäßig teil und hatte sich kurzfristig angemeldet, als feststand, dass die Kurse doch stattfinden können. „Ich frage mich jedes Jahr, weshalb wir so etwas nicht in Bayreuth haben“, sagte sie.

Vor allem der Unterricht bei professionellen Künstlerinnen und Künstlern mache den besonderen Reiz aus. „Es ist unbezahlbar, was man von den Profis lernen kann – ein Höhepunkt in meinem Jahr.“ Den großen ehrenamtlichen Einsatz würdigte sie ausdrücklich: „Jutta Lange ist der Nährboden der Sommerkunstwochen. Ohne sie würde alles umfallen.“

Tatsächlich stand die Durchführung der Sommerkunstwochen in diesem Jahr zeitweise auf der Kippe. Aufgrund eines Missverständnisses war zunächst unklar, ob die Kurse stattfinden können. Gemeinsam mit der Stadt Kulmbach konnte jedoch eine Lösung gefunden werden, sodass das beliebte Angebot wie geplant durchgeführt wird.

Für Initiatorin Jutta Lange ist das ein Grund zur Dankbarkeit. „Es ist toll, welches Interesse die Stadt Kulmbach hat. Danke für die Wertschätzung und für die Möglichkeit, die Schulräume zu nutzen“, sagte sie.

Die Idee zu den Sommerkunstwochen entstand aus eigenen Erfahrungen. Im Bamberger Raum habe sie erlebt, wie wertvoll der direkte Austausch mit professionellen Künstlern sei. Genau diese Möglichkeit wollte sie auch nach Kulmbach bringen.

Dabei gehe es um weit mehr als das Erlernen einer bestimmten Technik. Wer mit erfahrenen Künstlerinnen und Künstlern arbeite, entdecke neue Materialien, entwickle ein Gespür für Perspektiven und finde immer wieder neue Wege des künstlerischen Ausdrucks.

„Wie schafft man es, auf einem flachen Blatt Papier in die Weite zu gehen?“, beschrieb Lange eine der vielen Fragen, mit denen sich die Teilnehmenden beschäftigen. Gerade dieses gemeinsame Entdecken und Ausprobieren mache den besonderen Charakter der Sommerkunstwochen aus.

Das Kursprogramm bietet auch in diesem Jahr wieder eine große Bandbreite – von Aquarell- und Acrylmalerei über Zeichnung und Druckgrafik bis hin zu experimentellen Techniken. Anfänger sind dabei ebenso willkommen wie Fortgeschrittene, die ihre Fähigkeiten weiterentwickeln möchten.

Besonders freut Jutta Lange, dass sich der nachhaltige Erfolg der Sommerkunstwochen inzwischen an vielen Stellen zeigt. „Bei den Ausstellungen auf der Plassenburg tauchen immer wieder Namen ehemaliger Teilnehmer auf“, erzählt sie. Für viele seien die Kurse der Einstieg in eine langfristige künstlerische Entwicklung gewesen.

Auch Oberbürgermeister Hartnack betonte die Bedeutung des Angebots für die Stadt. „Wir freuen uns als Stadt sehr, dass das Angebot so gut genutzt wird und dank verschiedener Sponsoren auch wieder kostenfreie Workshops für Jugendliche angeboten werden können“, sagte er. Gerade für Kinder und Jugendliche seien diese Kurse ein niederschwelliger Zugang zur Kunst.

Für dieses Jahr stehen die Sommerkunstwochen damit auf einer sicheren Grundlage. Ob es darüber hinaus auch wieder Winterkunstwochen geben wird, lässt Jutta Lange noch offen. „Mal schauen“, sagt sie. Fest geplant ist dagegen erneut eine Schaufensterausstellung in der Galerie Kotyba, in der möglichst viele Werke präsentiert werden sollen, die während der diesjährigen Sommerkunstwochen entstanden sind.

Hier kann man selbst kreativ werden

Wer selbst kreativ werden möchte, hat dazu in den kommenden Wochen noch zahlreiche Gelegenheiten. Informationen zum Kursprogramm sowie Anmeldemöglichkeiten unter kulmbacher-sommerkunstwochen.de

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