Kulmbach
– Hier können die Füße fühlen und der Kopf lernen: Auf dem Kulmbacher Rehberg verbindet sich Abenteuer mit Bildung. Der Naturlehrpfad ist ein Erlebnis für alle Sinne - nicht nur für Kinder.
In der Sprunggrube die eigene Sprungkraft mit der von allerlei Tieren vergleichen, auf dem Barfußpfad die verschiedenen Bodenbeläge des Waldes erfühlen, vom Liegestuhl aus in die Baumkronen blicken und auf Schautafeln die Lebensräume von Tieren, Pflanzen und Pilzen entdecken – all das bietet der etwa vier Kilometer lange Naturlehrpfad am Rehberg an insgesamt 21 Stationen.
Hier können nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene eine Menge lernen.
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Die Attraktion am Rehberg ist der erste einer Serie von Ausflugstipps der Bayerischen Rundschau für schöne Sommerferientage daheim.
Ideal für heiße Sommertage
Gerade für heiße Sommertage ist der schattige Wald ein ideales Ausflugsziel, denn dort ist es meist ein paar Grad kühler als in der Stadt.
Stadtförsterin Carmen Hombach hat sich das Konzept für den Naturlehrpfad Rehberg ausgedacht. // FOTOGALERIE
Dagmar Besand
Große Schautafeln vermitteln anschaulich Wissen über den Lebensraum Wald. Sitzbänke laden ein, Pause zu machen. // FOTOGALERIE
Dagmar Besand
Auf einem Baumartenpfad werden die heimischen Bäume des Waldes vorgestellt. // FOTOGALERIE
Dagmar Besand
Sie tun niemandem weh: Aus Holz geschnitzte Kanonen. Sie erinnern an die letzte Belagerung Kulmbachs durch Napoleons Truppen im Jahr 1806. // FOTOGALERIE
Dagmar Besand
Verlaufen kann man sich am Rehberg nicht. Der Naturlehrpfad ist gut beschildert. // FOTOGALERIE
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Diese Treppe und ein verschlungener Pfad führen zum Rehturm. Der Abstecher lohnt sich. // FOTOGALERIE
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Der Rehturm erhebt sich hoch über den ihn umgebenden Wald. Oben lockt eine Aussichtsplattform. // FOTOGALERIE
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Aufgang zum Rehturm. // FOTOGALERIE
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Im Rehturm: Die Wendeltreppe schraubt sich mit 126 Stufen nach oben. // FOTOGALERIE
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Der Lohn der Mühe: Von der Spitze des Rehturm hat man eine tolle Aussicht auf die Plassenburg und die Stadt Kulmbach. // FOTOGALERIE
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Blick in die Ferne vom Kulmbacher Rehturm. // FOTOGALERIE
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Informative Schautafeln über die essbaren und giftigen Pilze des Waldes werden durch geschnitzte Skulpturen ergänzt. // FOTOGALERIE
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Der Kulmbacher Rehturm ist in den Naturlehrpfad integriert. // FOTOGALERIE
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Welcher Baum mag das sein? In Handarbeit und mit viel Liebe zum Detail wurden die Klapptafeln gestaltet und mit Bootslack wetterfest versiegelt. // FOTOGALERIE
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Einfach aufklappen und schon verrät die Tafel, welchen Baum man vor sich hat. Für die ganz Bildungshungrigen gibt es auch den lateinischen Namen dazu. // FOTOGALERIE
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Die Natur mit nackten Füßen erkunden, das kann man auf dem Barfußpfad. // FOTOGALERIE
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Auf dem Barfußpfad wechselt der Untergrund alle paar Meter: Pflastersteine, Holz, Kiesel, Sand, Moos - ein Erlebnis für alle Sinne. // FOTOGALERIE
Dagmar Besand
Wie weißtspring // FOTOGALERIE
Dagmar Besand
Fertig zum Tierweitsprung: Wer schafft es so weit wie eine Maus, wer macht dem Reh Konkurrenz? // FOTOGALERIE
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Dieses Eichhörnchen läuft nicht weg. Der Holzkünstler Michael Schütt hat diese Figur und einige weitere mit einer Kettensäge aus einem Baumstamm geschnitzt. // FOTOGALERIE
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Dieser riesige Totholzhaufen ist ein wertvoller Lebensraum. Die Schautafel erklärt, wer sich dort wohl fühlt. // FOTOGALERIE
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Pause inmitten einer Idylle: Einfach mal auf den Liegestuhl legen, nichts tun und in die Baumwipfel und Wolken gucken. // FOTOGALERIE
Dagmar Besand
„Es ist am besten, wenn man sich sein Wissen selbst erarbeitet“, meint sie. „Und hier macht das auch noch richtig Spaß!“
Mit ihrem fleißigen Team hat die Försterin dafür gesorgt, dass das Abenteuer Natur am Rehberg seit 2012 ein Erlebnis für alle Sinne ist.
Die Stationen zielen darauf ab, den Forscherdrang zu wecken. So verstecken sich interessante Details und Ratespiele auf Klapptafeln an Sträuchern, Bäumen und beim Feuchtbiotop.
Informative Schautafeln über die essbaren und giftigen Pilze des Waldes werden durch geschnitzte Skulpturen ergänzt. // Dagmar Besand
Ein Baumartenpfad stellt die Charakteristika einzelner Bäume heraus und bietet dazu passende Erklärungen. Hier erfährt man zum Beispiel, dass früher diejenigen als reich galten, die Buchen als Brennholz verwendeten.
Den Pfad zu absolvieren, dauert ungefähr zwei Stunden, je nachdem, was man alles ausprobieren möchte, kann man auch leicht mehr Zeit im Wald verbringen.
Und wenn man schon einmal oben ist, auf dem Rehberg, kann man die Gelegenheit nutzen, den 26,4 Meter hohen Rehturm zu besteigen. Wer die 126 Stufen nach oben gemeistert hat, wird mit einem grandiosen Ausblick über die Stadt Kulmbach und auf die Plassenburg belohnt.
Der Rehturm wurde im Jahre 1498 erstmals namentlich erwähnt. Eingegliedert in ein System von Wachtürmen, hatte er einst die Funktion, durch leuchtende Signalfeuer die Bewohner der Plassenburg und der Stadt Kulmbach vor drohenden Gefahren zu warnen. Dieses Alarmsystem erstreckte sich von Bamberg über den Frankenwald und das Fichtelgebirge bis ins Vogtland.
Der Rehturm erhebt sich hoch über den ihn umgebenden Wald. Oben lockt eine Aussichtsplattform. // Dagmar Besand
Im Bundesständischen Krieg (1553/54) wurde der Turm zerstört und erst 1889/91 wiederaufgebaut. In den 1970er Jahren war er so baufällig, dass er gesperrt werden musste. Dank Spenden aus der Kulmbacher Bevölkerung konnte er wieder saniert werden. Heute ist der Rehturm einer der bekanntesten Aussichtstürme im Kulmbacher Land und ein beliebtes Ausflugsziel.