Interview
Das sind die Pläne für die Interkulturelle Woche
Souzan Nicholson zeichnet für die Interkulturelle Woche im Landkreis Kulmbach verantwortlich.
Souzan Nicholson zeichnet für die Interkulturelle Woche im Landkreis Kulmbach verantwortlich.
Foto: Archiv
Kulmbach – Souzan Nicholson spricht im Interview über die Vorbereitungen, das Programm und darüber, wie sie offene Begegnungen auch in Zukunft fördern will.

Die Vorbereitungen für die Interkulturelle Woche (IKW) sind in vollem Gange. In mehr als 500 Städten und Gemeinden werden rund 5000 Veranstaltungen durchgeführt – auch im Landkreis Kulmbach. Verantwortlich zeichnet Souzan Nicholson, Integrationslotsin des Landkreises. Im Interview spricht sie über die Vorbereitungen, das Programm und darüber, wie sie offene Begegnungen auch in Zukunft fördern will.

Heuer sind wieder Präsenzveranstaltungen möglich. Wie ist das Programm für dieses Jahr entsprechend gestaltet worden?

Souzan Nicholson: Der gesamte Arbeitskreis bereitet die Interkulturelle Woche schon seit Anfang des Jahres vor. Wir haben uns immer für einige Stunden im Monat getroffen, um darüber zu diskutieren und zu entscheiden, welche Veranstaltungen mit aufgenommen werden sollten. Natürlich hoffen wir auf viele Präsenzveranstaltungen. Ohne die Mitwirkung der knapp 30 Personen im Arbeitskreis wäre es nicht möglich, solch ein vielfältiges Programm auf die Beine zu stellen. Deshalb möchte ich an dieser Stelle auch die Gelegenheit nutzen, mich bei allen Netzwerkpartnern und Fördermittelgebern zu bedanken. Wir starten in die IKW mit einem Gottesdienst und beenden die Woche mit einem interkulturellen Buffet. Das zeigt bereits die Bandbreite und Vielfalt des Programms.

Die Interkulturelle Woche gibt es ja bereits seit 1975. Seit dieser Zeit wird sie bundesweit jährlich durchgeführt. Wie hat sich in dieser Zeit die Veranstaltungsreihe im Landkreis Kulmbach entwickelt?

Die Veranstaltungen orientieren sich am Zeitgeschehen. Nachdem wir im vergangenen Jahr Bundestagswahl hatten, war unser Programm entsprechend mehr auf politische Veranstaltungen ausgerichtet. Dieses Jahr steht natürlich die Ukraine im Fokus, sodass wir im Themenbereich Religion eine Veranstaltung zum Christlichen Glauben in Russland und der Ukraine platziert haben. Bei einem gemeinsamen Kochevent dürfen wir die ukrainische Küche kennenlernen. Das Wichtigste an der IKW ist, dass sich alle Menschen willkommen fühlen und ich bin überzeugt davon, dass unser Programm dies ermöglicht.

Die IKW lebt von Begegnungen und dem offenen Austausch der verschiedenen Kulturen – wie ist der Landkreis Kulmbach diesbezüglich überhaupt aufgestellt und wie wird dieser kulturelle Austausch hier gepflegt?

Die vielen Netzwerkpartner im Bereich Integration und Migration bieten das ganze Jahr über verschiedene Begegnungsmöglichkeiten an, nicht nur innerhalb der IKW. Dem Netzwerk und natürlich auch mir ist es wichtig, die offenen Begegnungen kontinuierlich weiter zu fördern und in den Austausch zu kommen. Wir wollen aber auch weiterhin neue Ansätze schaffen, noch mehr Akzeptanz gegenüber unseren neuzugewanderten Mitbürgern zu bieten. Da sind wir alle in unserer Gesellschaft gefragt mitzuwirken. Der Landkreis Kulmbach ist da ein tolles Beispiel, wie es gelingen kann.

Warum sollte man Teil dieser Interkulturellen Woche sein und wie kann man es werden?

Die Teilnahme ist deshalb wichtig, weil jeder von uns von der Begegnung mit verschiedenen Kulturen profitieren und von ihnen lernen kann. Es ist eine Bereicherung, wenn man für ein bis zwei Stunden in eine andere Kultur eintauchen kann, so impfende ich es zumindest. Die Teilnahme ist übrigens kostenlos, aber eine Anmeldung auf unserer Homepage www.ikw.landkreis-kulmbach.de ist erforderlich. So können wir alle Teilnehmer über Aktuelles zur IKW vom 25. September bis zum 2. Oktober 2 informieren.

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