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Open Air in der Göss
Weltoffen mit Rap, Rock, Yoga: Kulmbachs Musiker laden ein
Göss Open Air
Oberfrankens Band des Jahres, „100 Prozent Feinripp“, sorgt beim Göss Open Air für Stimmung. // Stephan Stöckel
Signet des Fränkischen Tags von Stephan Stöckel
Kulmbach – Das "Göss Open Air" in der Kulturschule bietet zwei Tage lang ein buntes Programm für Alt und Jung. Am 5. und 6. Juni ist unter anderem Oberfrankens Band des Jahres am Start.
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Noch mehr Gruppen, noch mehr Aktionen und noch mehr Zeit, Musik mit einem coolen Rahmenprogramm in entspannter Atmosphäre und idyllischer Umgebung zu genießen: Das bietet die vierte Ausgabe des Göss Open Airs, das erstmals an zwei Tagen stattfindet. Insgesamt 13 Formationen und Interpreten – von der schmissigen Blaskapelle über den coolen Reimeschmied bis hin zur brachial-brüllenden Metalcombo – sorgen am Freitag und Samstag, 5. und 6. Juni, auf dem Gelände der Kulturschule Gössmannsreuth für ein abwechslungsreiches Programm.

„Am Samstag gibt es wieder ein bunt gemischtes Programm aus Rock und Pop, wie man es aus den vorherigen Jahren kennt. Der Freitagabend richtet sich gezielt an Musikfans, die es härter und lauter mögen“, verkündet Una Langer vom Kulmbacher Kleinkunstverein „Cantine Ruin“. Er richtet das Freiluftspektakel aus, das alle Jahre Hunderte von Fans aus Nah und Fern anzieht. Aufgrund des zweitägigen Programms gibt es auf einer Wiese unweit der Kulturschule einen Campingplatz.

Was hat die Veranstalter bewogen, aus der eintägigen eine zweitägige Veranstaltung zu machen? Da Bühne und Stände schon am Freitagabend stehen würden, habe man sich entschlossen, das Festival um einen Tag zu verlängern, erklärt Langer. Das zweitägige Open Air biete zudem die Chance, schön entspannt in den Samstag hineinzugehen, fügt ihr Vereinskollege Artur Riedel hinzu.

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„Deep Purple“ im Blasmusikgewand gab es 2023 vom Musikverein Weiher. Was haben die Musikanten heuer auf Lager? // Stephan Stöckel

An den Frühschoppen, der von zwei Singer-Songwritern umrahmt wird, schließt sich das Konzert mit der Blaskapelle des Musikvereins Weiher an, gefolgt von einem bunten Mix aus Rock und Pop. Dem Wunsch vieler Fans nach härterer Musik sei man mit dem Konzert am Freitagabend nachgekommen. Auch einen Umzug vermelden die Veranstalter.

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Das Göss Open Air, das alle Jahre Hunderte von Besuchern anlockt, hatte 2023 noch vor der Kulturschule stattgefunden. In diesem Jahr steht die Bühne hinter dem Gebäude. // Stephan Stöckel

Erstmals findet der Musikreigen nicht mehr vor, sondern hinter der Kulturschule statt. Als Grund führen Langer und Riedel die deutlich geringere Lärmbelästigung für die Einwohner von Gößmannsreuth an. Damit sei man einem Wunsch der Stadt Kulmbach nachgekommen. Anfangs fremdelten die Veranstalter mit dem neuen Gelände, doch inzwischen haben sie sich damit angefreundet. „Umrahmt von der schönen Natur ist es hinter dem Gebäude viel heimeliger und idyllischer“, schwärmt Langer.

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Die kleinen Besucher können sich schminken lassen. // Stephan Stöckel

Auf dem Hartplatz der Schule stehen die Essenstände. Die Freiluftauftritte enden an beiden Tagen um 23 Uhr. Im Anschluss geht es in der Kulturschule weiter, wo bis 2 Uhr ein DJ auflegen wird. Langer spielt auch mit dem Gedanken, dort eine Karaoke-Show durchzuführen. „Eventuell gibt es noch andere Aktionen im ehemaligen Schulgebäude, in dem die Proberäume der Kulmbacher Bands untergebracht sind. Die Fans sollen sich überraschen lassen, was sie bei der After-Show-Party erwartet.“

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Auch an die Fans härterer Musik wurde gedacht. Sie kommen bei der Kulmbach-Bayreuther Death-Metal-Band „Aimless Death“ auf ihre Kosten. // Stephan Stöckel

Das Programm hingegen, mit dem die Freiluftkonzerte umrahmt werden, steht bereits fest. Die Wald- und Wiesenbande vom Obst- und Gartenbauverein Mainroth unter der Leitung von Tina Vonbrunn wird nach Auskunft Langers wieder eine Kids-Area mit Kinderschminken, Zöpfeflechten, Bastel- und Spielangeboten sowie Zuckerwatte auf die Beine stellen. „Die Besucher können mit Mitorganisatorin und Jogalehrerin Jenny Hoffmann YRapoga machen“, sagt die Rednerin.

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„Wie Gstanzlsingen, nur mit Beat“ – so beschreibt der Oberpfälzer Rapper BBOU seine Musik. // privat

Auch ein Tätowierer ist vor Ort. An einem weiteren Stand werden gebrauchte Band-T-Shirts verkauft. Die Erlöse gehen an ein soziales Projekt. Im Foyer der Kulturschule gibt es wieder den beliebten Kleidertauschraum. „Die Schokofabrik Bayreuth bringt ihre Skatebahn mit Miniramp mit und auch einen Siebdruckstand wird es geben“, zählt Langer zwei weitere Programmpunkte auf. Stolz ist sie auf die 45 ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen, von denen zwölf ein Orgateam bilden. Jeder übernehme ein bestimmtes Aufgabengebiet, wie zum Beispiel Infrastruktur oder das Buchen von Bands.

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Der Lichtenfelser Liedermacher Flausen umrahmt den Frühschoppen am Samstag. // Stephan Stöckel

In diesem Jahr gibt es erstmals einen Vorverkauf. „Das dient der Risikominimierung. Wer ein Ticket im Vorfeld gekauft hat, kommt auch bei schlechtem Wetter zum Festival“, begründet Langer den Schritt. Sie und Artur freuen sich schon riesig auf ein, wie sie es wörtlich formuliert, „tolerantes, weltoffenes und buntes Festival.“

Das Programm

Freitag, 5. Juni: Ab 17 Uhr spielen „WLFGNG“ (Harcore/Kulmbach), „Schlünd“ (Punk/Erfurt), „Aimless Eath“ (Death Metal/Kulmbach/Bayreuth) und Kotze K & die Co. KGs (Punk/Nordenham bei Bremen).

Samstag, 6. Juni: Ab 10.30 Uhr gastieren Flausen (Singer-Songwriter/Lichtenfels), Ben Sommer (Singer-Songwriter/Pechgraben bei Neudrossenfeld), die Blaskapelle des Musikvereins Kulmbach/Weiher, „Mon Coeur“ (Melodic-Harcore/Hof), „Circus Rens & The Meatballs“ (Reggae/Blues/Soul/Rock/Pop aus den Niederlanden), „100 Prozent Feinripp“ (Punk, Pop, Chanson/Kulmbach und Burgkunstadt), „Voodoophonics“ (Blues-Punk/Augsburg), „Park + Riot“ (Hardcore/Leipzig) und „BBOU“ (Hip-Hop/Amberg in der Oberpfalz).

Karten und Eintritt: Unbroken Skateshop, Kressenstein 5, 95326 Kulmbach. Eltern zahlen für ihre Kinder keinen Eintritt oder einen verbilligten Preis, wenn diese zwischen 13 und 15 Jahre alt sind.

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