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Wissensoffensive für alle Schulen
Zukunftsmesse in Kulmbach fördert Nachhaltigkeit
An der Station des Klinikums Kulmbach geht es um Gesundheit und Wohlergehen - ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern.
An der Station des Klinikums Kulmbach geht es um Gesundheit und Wohlergehen - ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern. // Björn Karnstädt
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Kulmbach – Kulmbach erlebt eine Wissensoffensive: Schüler erforschen 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung.
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Wie sieht eine nachhaltige Zukunft aus – und welchen Beitrag können junge Menschen selbst dazu leisten? Mit dieser Frage beschäftigten sich mehr als 250 Schülerinnen und Schüler aus dem Landkreis Kulmbach bei der Projektausstellung „Zukunftsfunken“, die von der Bildungsregion Kulmbach organisiert wurde. Austragungsort war die Max-Hundt-Schule, die die Veranstaltung als Gastgeber maßgeblich unterstützte. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamts hervor.

Schulen aller Kulmbacher Schularten gemeinsam beteiligt

Im Mittelpunkt der Ausstellung standen die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinte Nationen (Sustainable Development Goals – SDGs). An insgesamt 17 Stationen konnten sich die Schülerinnen und Schüler mit Themen wie Klimaschutz, Gesundheit, nachhaltigem Konsum, Bildung oder sozialer Gerechtigkeit beschäftigen. Schulen, Institutionen und Netzwerkpartner aus dem Landkreis gestalteten die einzelnen Stationen und präsentierten Projekte, Experimente und Mitmachangebote.

Eine Besonderheit der Veranstaltung war die breite Beteiligung der Schulen aus dem Landkreis. Von den Gymnasien über die Realschule und die Berufsschule bis hin zu den Mittelschulen – Schulen aller Schularten waren vertreten und gestalteten aktiv Stationen der Ausstellung. Damit wurde deutlich: Bildung und Zukunftsfragen betreffen alle jungen Menschen gleichermaßen.

Außerschulische Partner der Kulmbacher Ausstellung

Ein weiterer Erfolgsfaktor der Veranstaltung waren auch die außerschulischen Partner, die die Projektausstellung „Zukunftsfunken“ bei der Gestaltung der Stationen bereicherten. Mitarbeiter der Stadtwerke und des Klinikum Kulmbachs, Experten aus der Gesundheitsregion plus, aus den Fachbereichen Gleichstellung sowie der Migration und Integration des Landratsamtes Kulmbach, Vertreter des TeenCourt Bayreuths sowie des DDM Neuenmarkts, des Science Lab e.V., der Partnerschaft für Demokratie und der Solidarität für die eine Welt e.V. brachten ihr fachliches Wissen in die einzelnen Themenbereiche ein und standen den Schülerinnen und Schülern als Ansprechpartner zur Verfügung. Durch diese Zusammenarbeit erhielten die Jugendlichen zusätzliche Perspektiven und praktische Einblicke. Gleichzeitig wurde deutlich, wie wertvoll die Kooperation zwischen Schulen und regionalen Partnern ist, die sich gerne für Bildungsprojekte engagieren und junge Menschen auf ihrem Weg unterstützen.

In Kulmbach niederschwellig und mit Freude lernen

Daneben zeigte die Veranstaltung, wie wichtig Kooperation über Schularten hinweg ist. Die Schülerinnen und Schüler wurden bewusst in schulübergreifende Laufgruppen eingeteilt, die sich im 20-Minuten-Takt jeweils vier Stationen ansehen konnten. Dadurch kamen Jugendliche verschiedener Schulen miteinander ins Gespräch und konnten gemeinsam entdecken, diskutieren und lernen.

Bau einer Wasserfilteranlage - an der Station "Sauberes Wasser & Sanitäreinrichtungen" des Science Lab e.V. geht es um die Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle.
Bau einer Wasserfilteranlage - an der Station "Sauberes Wasser & Sanitäreinrichtungen" des Science Lab e.V. geht es um die Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle. // Björn Karnstädt

Das Konzept der Ausstellung setzte bewusst auf interaktive und niederschwellige Zugänge. An den Stationen wurde experimentiert, diskutiert, ausprobiert und präsentiert. Ziel war es, die großen globalen Themen verständlich, greifbar und auch mit Freude zu vermitteln.

Großes Interesse der Kulmbacher Schüler

Dass dieser Ansatz aufging, war während der gesamten Veranstaltung deutlich spürbar: Die Schülerinnen und Schüler zeigten großes Interesse an den einzelnen Stationen und hatten sichtbar Freude daran, ihre eigenen Projekte zu präsentieren oder die Angebote der anderen Gruppen zu erkunden.

CvL-Realschulleiter Dr. Matthias Niedermeier (hinten), Landrat Klaus Peter Söllner (mitte), Dr. Michael Pfitzner (vorn) lassen sich von Schülerinnen die nachhaltige Nutzung von Rohstoffen und Produkten erläutern.
CvL-Realschulleiter Dr. Matthias Niedermeier (hinten), Landrat Klaus Peter Söllner (mitte), Dr. Michael Pfitzner (vorn) lassen sich von Schülerinnen die nachhaltige Nutzung von Rohstoffen und Produkten erläutern. // Björn Karnstädt

Neben den vielen Schülerinnen und Schülern waren auch zahlreiche Ehrengäste anwesend. Dazu gehörten die Schulleitungen der beteiligten Schulen, politische Vertreter des Landkreises sowie Netzwerkpartner der Bildungsregion Kulmbach. Zu Beginn der Veranstaltung richteten der Landrat des Landkreises Kulmbach, Klaus Peter Söllner (FW), sowie der Kulmbacher Oberbürgermeister Ingo Lehmann (SPD) Grußworte an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Landrat Söllner würdigt Engagement der Schulen

Landrat Söllner betonte dabei die Bedeutung der Bildung für nachhaltige Entwicklung und hob hervor, dass die globalen Herausforderungen unserer Zeit nur gemeinsam bewältigt werden können. Besonders würdigte er das Engagement der Schulen und der vielen beteiligten Institutionen, die die Ziele nachhaltiger Entwicklung für junge Menschen anschaulich und praxisnah erlebbar machten.

Einen besonderen Dank richtete er zum einen an die Initiatorin Nicole Neuber, die im Rahmen der Bildungsregion Kulmbach die Projektausstellung ins Leben gerufen hat, und zum anderen an die Schulleitung der Max-Hundt-Schule mit Simone Zimmerer und Frank Macht, die die Planung der Veranstaltung maßgeblich unterstützt und die Schule als Veranstaltungsort zur Verfügung gestellt hatten.

Starker Impuls für die Bildungsregion Kulmbach

Mit der Projektausstellung „Zukunftsfunken“ verfolgte die Bildungsregion Kulmbach das Ziel, Bildung für nachhaltige Entwicklung stärker im Landkreis zu verankern und junge Menschen frühzeitig für globale Zusammenhänge zu sensibilisieren. Gleichzeitig sollte die Veranstaltung zeigen, wie wertvoll die Zusammenarbeit von Schulen, Verwaltung, Wirtschaft und zivilgesellschaftlichen Partnern ist.

Die positive Stimmung während der gesamten Veranstaltung zeigte deutlich, dass dieses Ziel erreicht wurde: Die Schülerinnen und Schüler waren mit großem Engagement dabei, stellten Fragen, diskutierten miteinander und präsentierten stolz ihre eigenen Beiträge. „Zukunftsfunken“ hat damit eindrucksvoll gezeigt, dass nachhaltige Entwicklung kein abstraktes Konzept ist, sondern ein Thema, das junge Menschen bewegt – und bei dem sie selbst aktiv mitgestalten möchten.

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