Das Energiebündel geht mit neuem Programm auf Tournee: Ralf Schmitz „fliegt“ als Superman durch die Republik. Über ein Jahr lang tourt der 51-jährige Rheinländer mit dem Mundwerk wie ein Maschinengewehr und dem verschmitzten Grinsen durchs Land. Viermal kommt er auch nach Franken. Kurz vor Tourstart haben wir mit dem Rheinländer gesprochen.
Über ein Jahr auf Tour, wie schafft man das?
Ralf Schmitz: Das ist ganz einfach. Es fühlt sich nicht wie müssen an, sondern wie dürfen. Die Leidenschaft für das, was ich tue, trägt mich immer. Und dazu kommt natürlich noch ein tolles Team, das mich schon seit vielen Jahren begleitet und unterstützt.
Wie schaut das neue Programm aus?
Alles dreht sich um Superhelden. Vor allem um die Helden des Alltags, des Lebens und der Herausforderungen. Und die bekannten schauen auch mal kurz vorbei. Da verkauft Thor seinen Hammer bei Horst Lichter oder ich bin nach einer wahren Geschichte mit zwei Polizisten auf Streife unterwegs. Und das Wichtigste: die Improvisationen. Es gibt einen Außenreporter, der nicht weiß, wovon er berichtet. Wirklich alle Zuschauer geben in einer anderen Szene den Text vor und ich muss daraus eine Szene spielen. Und vieles vieles mehr.
Du bespielst die größten Hallen der Republik, bist aber auch in kleineren Städten zu Gast. Gibt es da unterschiedliche Herangehensweisen?
Das Einzige, was sich ändert, sind Technik und Bühnenbild. Da ich ohnehin fast alles improvisiere, kann ich auch spontan auf alles eingehen.
Kommst du im Superman-Kostüm auf die Bühne und vielleicht sogar geschwebt?
Jeder Superheld führt ja ein Doppelleben. Mal schauen, ob ich meines verrate.
Wie würdest du dich selbst beschreiben?
Ich würde mich als positiv eingestellten, manchmal ungeduldigen, leidenschaftlichen Beobachter beschreiben. Dem es großen Spaß macht, die Menschen mit Ideen zu überraschen.
Du warst schon häufiger im Frankenland, was ist dir dabei aufgefallen oder gibt’s sogar irgendwelche Verbindungen?
Ganz offensichtlich bin ich gerne bei euch, sonst würde ich nicht so oft wiederkommen. Das liegt vermutlich daran, dass mir die pure, ehrliche Art der Franken gut gefällt. Das Herz auf der Zunge. Damit kann ich gut umgehen.
Du mischst dich ja gerne unters Publikum, passiert dies spontan oder guckst du dir vor der Show deine „Opfer“ aus?
Alles passiert absolut spontan. Ich lasse mich überraschen und folge meinem Instinkt, reagiere auf das, was ich höre oder sehe. Dadurch entstehen ganz von allein ehrliche, authentische Begegnungen. Und das ist genau das, was ich möchte!
Wie schafft man das eigentlich, so schnell so viel Text fehlerfrei auszusprechen. Muss man das üben, kann man das lernen, oder ist das gegebenes Talent?
Bei festen Texten hilft natürlich repetieren und üben kolossal. Man verinnerlicht den Text sozusagen. Wer ein Ass aus dem Ärmel schütteln möchte, muss vorher eins reingesteckt haben, habe ich mal gehört. Und dann sind ein schneller Kopf und nicht zuletzt die Freude an dem, was man tut, das offene kleine Geheimnis fürs Gelingen.
Interview: Ralf Kestel
Termine von Ralf Schmitz in Franken
Ralf Schmitz gastiert am 15. Oktober in der Freiheitshalle Hof und tags darauf in der tectake-Arena in Würzburg sowie im kommenden Jahr am 22. April in Nürnberg und am 23. Oktober in Bamberg. Karten gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, telefonisch unter 0951/23837 oder unter kartenkiosk-bamberg.de.
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