Nach Angaben der Polizei Unterfranken wurden etwa 150 Personen sicher vom Schiff gebracht. Bei dem Schiffsunfall wurde niemand verletzt.
126 Passagiere und 22 Besetzungsmitglieder evakuiert
Um 23:10 Uhr wurde die Polizei informiert, dass das Schiff auf Höhe von Karlstadt leckgeschlagen war und mit erheblichem Wassereintritt zu kämpfen hatte. Sofort wurde eine großangelegte Rettungsaktion eingeleitet, an der die Polizei, die Feuerwehr, das Technische Hilfswerk (THW) und Rettungsdienste beteiligt waren.
Die ersten Untersuchungen ergaben laut Meldung der Polizei Unterfranken, dass das Schiff, das mit 126 Passagieren im Seniorenalter aus Großbritannien und 22 Besatzungsmitgliedern an Bord auf dem Weg von Budapest nach Düsseldorf war, wahrscheinlich aufgrund eines Navigationsfehlers des Schiffführers beschädigt wurde. Der Vorfall ereignete sich beim Ausfahren aus der Schleuse bei Himmelstadt, wo das Heck des Schiffes einen kleinen Felsen am Grund des Mains touchierte.
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Dank des schnellen Eingreifens der Einsatzkräfte, die das eintretende Wasser aus dem Schiff pumpen konnten, wurde ein Sinken des Schiffes verhindert. Die Passagiere und die Besatzung wurden gegen 03:00 Uhr sicher evakuiert und in einer nahegelegenen Turnhalle untergebracht, wo das Bayerische Rote Kreuz (BRK) die Versorgung übernahm.
Polizei ermittelt zum Unglück bei Karlstadt
Die Wasserschutzpolizei der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Noch ist der genaue Sachschaden, der durch den Vorfall entstanden ist, nicht beziffert. Der Schiffsverkehr auf dem Main musste während der Rettungs- und Evakuierungsaktionen eingestellt werden. Insgesamt waren rund 250 Einsatzkräfte vor Ort, um die Situation zu bewältigen.
Die Weiterfahrt des Schiffes wurde bis auf Weiteres untersagt, während die Untersuchungen andauern.
red









