HSC Coburg
HSC gegen Bietigheim: Duell mit vielen Parallelen
Kommt ein Jaeger geflogen: Rückkehrer Max Jaeger erzielte in den zwei bisherigen Saisonspielen acht Tore.
Kommt ein Jaeger geflogen: Rückkehrer Max Jaeger erzielte in den zwei bisherigen Saisonspielen acht Tore.
Foto: Uwe Gick
Coburg – Zweites Saison-Heimspiel für den Zweitligisten HSC Coburg: Zu Gast ist Bietigheim. Zwischen beiden Klubs gibt es einige Gemeinsamkeiten.

„Auch wenn es nun bereits das dritte Spiel gegen meine ehemalige Mannschaft ist, bleibt es trotzdem noch etwas Besonderes. Ich freue mich darauf, viele der Spieler wiederzusehen“, blickt der Trainer des Handball-Zweitligisten HSC 2000 Coburg (6./2:2 Punte), Brian Ankersen, auf den dritten Spieltag. Am Samstag (19.30 Uhr) ist die SG BBM Bietigheim (14./2:2) in der HUK-Arena zu Gast.

Beide Teams, jeweils mit einem Heimsieg und Auswärtsniederlage gestartet, verbindet sogar noch mehr. Sowohl die Coburger (2016 und 2020) als auch Bietigheim (2014 und 2018) stiegen bislang in vierjährigem Abstand zweimal in die erste Liga auf. In allen Fällen folgte für beide Kontrahenten der sofortige Abstieg. Beide haben nun als Saisonziel das obere Tabellendrittel formuliert und wollen mittelfristig ein drittes Mal in die Beletage des deutschen Handballs.

2. Bundesliga

HSC 2000 Coburg (6.) – SG BBM Bietigheim (14.)

Dem SG-Trainer Iker Romero, neben vielen anderen herausragenden Ergebnissen als Spieler Weltmeister 2005 mit Spanien, fehlen im linken Rückraum Kapitän Rico Barthe und Linksaußen Alexander Pfeiffer. Doch wie homogen sein Team aufgestellt ist, zeigt sich schon daran, dass sich zuletzt fast alle in die Torschützenliste eintragen konnten.

„Grundlage dafür ist eine sehr gute Abwehrarbeit mit den Torhütern. Die müssen wir knacken“, so Ankersen. Dabei gibt es für die Vestestädter ein Wiedersehen mit Konstantin Poltrum, der als Siebenmeter-Killer zu Coburger Zeiten sicherlich auch die bislang 100-prozentige Wurfquote von Florian Billek vom Strich knacken will.

HSC Coburg muss auf Quintett verzichten

Ankersen, der mit dem bisherigen Auftreten seiner Mannschaft „echt super zufrieden“ ist, fehlen weiter fünf Akteure (Bis, Runarsson, Krone, Preller und van der Merwe), aber „das müssen wir mit unserem breiten Kader kompensieren. Bislang ist uns das gut gelungen und ein breiter Kader ist wichtig, weil die Liga immer härter und enger wird“, betont der HSC-Trainer.

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Ein bisschen trauert der 34-jährige Däne noch der Partie beim TuS N-Lübbecke hinterher: „Drei Punkte wären ein starker Start gewesen. Wir hätten einen Zähler verdient gehabt, aber das Glück gegen das gefühlt stärkste Team der Liga war nicht auf unserer Seite.“ Doch einen kleinen Vorteil sieht er jetzt gegen Bietigheim: „Auch wenn sich das Team verändert hat, kenne ich es ja noch gut. Da habe ich ein paar Extra-Tipps.“

HSC Coburg muss auf Bietigheimer Spielmacher achten

Die könnten nicht unwichtig sein – gerade was den gegnerischen Rückraum im Zusammenspiel mit den Kreisläufern anbelangt. Denn: Die Spielmacher Juan de la Pena und Maximilian Öhler – beide sind mit einem erstklassigen Blick zu ihren Kreisläufern Jonathan Fischer und Fabian Wiederstein ausgestattet – strahlen eine ungeheure Torgefahr aus.

18 Treffer gingen vergangene Woche gegen den HC Elbflorenz auf das Konto dieses Quartetts. Da darf man gespannt sein, wie Coburg deren Kreise einschränkt, denn auf den Halbpositionen kommen mit Dominik Claus und Alexander Velz zwei Spieler hinzu, die zuletzt weitere elf Treffer beisteuerten.

Zwei Auswärtsspiele in Folge für den HSC

Coburg muss nach der Partie zwei Auswärtsspiele in Folge absolvieren. Dabei geht es zuerst zum Aufsteiger und Überraschungs-Tabellenführer VfL Potsdam, der das für Ankersen allerdings nicht ist: „Das ist kein normaler Aufsteiger, die haben Top-Talente gepaart mit Erfahrung. Doch das kommt erst noch.“

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Sein Blick gilt erst einmal Bietigheim und dem Vorhaben, in eigener Halle auch diesmal nichts herzugeben. Ob Ankersen ob der fünf Ausfälle den Kader mit Nachwuchsspielern auffüllt, entscheide er wie schon vor zwei Wochen kurzfristig.

Die Aufgebote

HSC 2000 Coburg: Kulhanek, Jochens (?), Apfel – M. Jaeger, Dettenthaler, Glatthard, Fuß, Valkovskis (?), Siegler (?), Ossowski, Billek, Herzig, Knauer, Schäffer, F. Jaeger, Schröder

Trainer: Ankersen

SG BBM Bietigheim: Poltrum, Kanters – Vlahovic, Claus, Lopez, Öhler, de la Pena, Wiederstein, Velz, Hejny, Urban, Brenner, Fischer

Trainer: Romero

Schiedsrichter: Linker (Recklingshausen) / Schmidt (Bochum)

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