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Fußball 3. Liga
Der 1. FC Schweinfurt 05 verliert unnötig bei Viktoria Köln
FC 05 Schweinfurt: Niederlage bei Viktoria Köln
Auf große Unterstützung bauen konnte der FC 05 in Köln, denn viele Fans begleiteten ihr Team ins Rheinland. // Alexander Grober
Schweinfurt – Ausgerechnet als die Elf von Victor Kleinhenz besser im Spiel ist, schlagen die Rheinländer zweimal zu. Und dann spielen Erik Shuranov die Nerven einen Streich.

Fußball 3. Liga

FC Viktoria Köln – 1. FC 05 Schweinfurt 2:0 (0:0)

Die Viktoria aus Köln gehört nun wahrlich nicht zu den Schwergewichten der 3. Liga. Ein Gegner, der einen gewaltigen Umbruch im Sommer zu managen hatte, weshalb die Unterfranken durchaus die Chance auf eine erste Überraschung sahen. Erst recht dank der Unterstützung von etwa 300 sangesfreudigen Fans, die mit in den Sportpark Höhenberg gekommen waren, um den ersten Auftritt ihrer Grün-Weißen zu sehen, 24 Jahre nach dem letzten Aufenthalt im bundesdeutschen Profifußball, damals in der 2. Bundesliga.

„In der ersten Halbzeit haben wir es im Ballbesitz ganz gut gemacht, hinten war es etwas schwammig. Insgesamt war es bis hierhin ein ausgeglichenes Spiel“, sagte FC 05-Präsident Markus Wolf im Pausen-Interview bei MagentaSport. Und lag damit goldrichtig. Das zunächst bessere Team stellte jedenfalls die Elf von Marian Wilhelm mit zwei guten Aktionen von Lex Tyger Lobinger. Nach und nach streiften die Unterfranken ihre Nervosität ab und setzten vorsichtige Nadelstiche, ohne Kölns Keeper Eduardo dos Santos Haesler gefährden zu können. Den ersten Eckball holte Joshua Endres heraus, der folgenden Hereingabe von Johannes Geis fehlte allerdings die Präzision, wie dem gesamten Schweinfurter Spiel vor dem Kabinengang. Zumindest in Sachen Robustheit und Aggressivität bewegten sich die Schnüdel auf Augenhöhe mit dem Gegner.

Ohne personelle Wechsel, aber deutlich griffiger kamen die Gäste vor den offiziell 3287 Zuschauern aus der Kabine mit einem ersten Abschluss und guten Aktionen vom gebürtigen Kitzinger Tim Latteier. Ein guter Eindruck, der binnen zehn Minuten zerstört werden sollte. David Otto hatte kurz zuvor schon die Führung der Viktoria auf dem Fuß, für die dann Lobinger sorgte. Und zwar im Nachschuss, nachdem FC 05-Keeper Toni Stahl einen Otto-Schuss pariert hatte.

FC 05 Schweinfurt: Niederlage bei Viktoria Köln
Ordentlich war nicht gut genug, denn Joshua Endres (links) verlor mit dem FC 05 Schweinfurt bei Viktoria Köln (in rotschwarz). // Alexander Grober

Trainer Victor Kleinhenz reagierte umgehend, brachte Erik Shuranov und Kevin Fery. Ein Wechsel, der zu fruchten schien, weil sich Sebastian Müller und Shuranov zumindest Halbchancen boten. Umso ärgerlicher, dass erneut nur auf der Gegenseite gejubelt wurde, als Simon Handle aus spitzem Winkel und aus stark abseitsverdächtiger Position an Stahl vorbei traf.

Ins volle Risiko ging Kleinhenz mit weiteren Wechseln. Im folgenden Abnutzungskampf enttäuschten die 05er nicht, waren aber auch nicht gut genug, um eine Wende herbeizuführen. Bis zur 85. Minute zumindest, denn nach einem Trikotzupfer von Jonah Sticker gegen Tranziska entschied der Unparteiische konsequent auf Strafstoß – den Shuranov kläglich vergab. Selbst aus elf Metern und ohne Gegenspieler fehlte einmal mehr die Genauigkeit.

Von „gemischten Gefühlen“ sprach später Victor Kleinhenz. „Das Ergebnis enttäuscht uns natürlich. In der ersten Halbzeit hatten wir zu großen Respekt. Da hat uns die Ruhe an der Murmel gefehlt. Nach dem Wechsel wollten und haben wir es zunächst viel besser gemacht, sind dann aber zweimal bestraft worden. Solche Fehler wollen wir bis Freitag abstellen“, so der Wartmannsrother vor dem Heimspiel gegen Energie Cottbus.

Die Statistik zum Spiel

Tore: 1:0 Lex Tyger Lobinger (61.), 2:0 Simon Handle (71.).

Bes. Vorkommnis: Eduardo dos Santos Haesler (Viktoria Köln) pariert Foulelfmeter von Erik Shuranov (86.).

Zuschauer: 3287

Schiedsrichter: Jarno Wienefeld (VfL Lohbrügge)

Schweinfurt: Stahl – Zeller, Meißner (81. Tranziska), Trslic (81. Piwernetz), Krätschmer – Angleberger (63. Fery), Geis - Endres, Müller, Latteier (74. Bausenwein) -Dellinger (63. Shuranov).

 

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