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Rhöner Torjäger im Interview
Elias Seufert: Der Waldberger kann mehr als Tore schießen
Rhöner Torjäger im Interview
Gewann mit 33 Toren in der Kreisklasse Rhön 1 die Torjägerkanone der Heimatzeitung: Elias Seufert von der SG Waldberg/Stangenroth. // Jürgen Schmitt
Waldberg – Der Torjäger der SG Waldberg/Stangenroth spricht im Interview über einen komplizierten Saisonverlauf und die Folgen seines Ehrgeizes. Wen der 25-Jährige als Weltmeister tippt.

Für die SG Waldberg/Stangenroth ist Elias Seufert so etwas wie eine Lebensversicherung. Nach einer komplizierten Hinrunde waren es vor allem die Tore des 25-Jährigen, die dem Kreisklassisten zum letztlich sicheren Klassenerhalt verhalfen. Im Interview spricht der Waldberger, der als Servicetechniker für Telekommunikationstechnik arbeitet, über Anfragen anderer Vereine, über seinen Ehrgeiz – und gibt natürlich einen Weltmeister-Tipp ab.

Mit 33 Toren haben Sie erneut den Bestwert in der Kreisklasse Rhön1 aufgestellt. Was war Ihr schönster und was Ihr wertvollster Treffer in der abgelaufenen Saison?

Elias Seufert: Der schönste Treffer war wahrscheinlich der Freistoß im Rückspiel gegen die SG Frankenbrunn. Als wichtigster Treffer fällt mir jetzt gerade nicht so viel ein, außer vielleicht einer der Treffer im Rückspiel gegen die SG Sulzthal/Ramsthal. Nach dem Sieg hatten wir ein kleines Polster gegen den Abstieg. 

Bis zur Winterpause lief es gar nicht gut bei der SG Waldberg/Stangenroth. Auch bei Ihnen nicht. Wie habt Ihr den Turnaround geschafft? Es wurde dann ja noch ein ordentlicher Mittelfeldplatz.

Das ist ja bei uns schon fast normal, dass wir aus der Hinrunde nicht viele Punkte mitnehmen. Zu Beginn der Saison hatten wir leider auch ein paar Verletzte und angeschlagene Spieler. Und wenn man dann mal ein paar Spiele in Folge verliert, fehlt auch einfach mal das Glück. Nachdem die Personalprobleme ein bisschen weniger wurden, haben wir uns in der Rückrunde auch mal in einen Lauf gespielt und hatten das bisschen Glück, was uns vorher gefehlt hat.

Auf dem Platz gelten Sie als sehr emotionaler Typ. Ist das eine Stärke oder Schwäche? Und wie äußert sich Ihr Ehrgeiz?

Das ist schwer zu sagen. Es kann schon eine Stärke sein, wenn man ehrgeizig ist und alles geben will. Manchmal ist es aber auch etwas zu viel bei mir, was man dann auch gerne mal bis zu den Zuschauern hört.

Sie haben die Torjäger-Trophäe zum dritten Mal in den vergangenen vier Jahren gewonnen. Dass da Anfragen höherklassiger Vereine kamen und kommen, ist ein offenes Geheimnis. War es mit einem möglichen Wechsel mal richtig knapp? Gab es ein Angebot, das Ihnen schmeichelte?

Es kamen schon Angebote, bei denen man sich schon mal überlegt, ob das vielleicht der richtige Schritt wäre. Es gab auch ein paar Gespräche mit verschiedenen Vereinen, aber am Ende habe ich mich dann doch immer für die DJK Waldberg entschieden. 

Kurioserweise standen Sie in der abgelaufenen Saison auch mal im Tor. Wie kam es denn dazu?

Ich hatte bei der Mannschaftsversammlung eigentlich nur aus Spaß gesagt, dass ich ins Tor gehen würde, falls da einer gebraucht wird. Dass dann der eigentliche Torwart am Spieltag verhindert war, habe ich nicht erwartet. Dann durfte ich halt auch mal im Tor aushelfen. 

Sie sind im Vereinsleben fest integriert und mittlerweile sogar in der erweiterten Vorstandschaft der DJK Waldberg. Was sind Ihre Aufgaben?

Ich unterstütze unsere sportliche Abteilung. Da kann es um verschiedenste Sachen gehen wie Kaderplanung, Spielbetrieb oder darum, einen Abstreuplan zu erstellen. 

Haben Sie sich für die neue Saison eine Tormarke und/oder ein anderes Ziel gesetzt?

Eine Tormarke habe ich mir tatsächlich noch nie gesetzt. Ein Ziel wäre es trotzdem mal, mit ein paar mehr Siegen aus den ersten zehn Spielen zu gehen und nicht wieder die Hinrunde zu verschlafen. 

Mit welchen Fußball-Schuhen waren Sie erfolgreich? Warum ausgerechnet dieses Modell?

Ich trage den Puma King. Mit meinen Plattfüßen habe ich wenig Auswahl, was Fußballschuhe betrifft. Hauptsache, die Fußballschuhe sind breit und aus Leder. 

Natürlich muss es auch um die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko gehen. Deutschland ist raus aus dem Turnier. Wo liegen Ihrer Meinung nach die Ursachen des Scheiterns? Ist Jürgen Klopp als möglicher neuer Bundestrainer die richtige Wahl?

Es war kein richtiger Wille zu sehen. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass die Mannschafft überhaupt nicht eingespielt ist. Und ja, Klopp wäre auch meine erste Wahl als neuer Bundestrainer. 

Wer wird Weltmeister?

Ich denke, Frankreich wird dieses Mal Argentinien im Finale schlagen.

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