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Torjäger im Interview
Rico Seller: Rhöner Torjäger mit Instinkt und Ehrgeiz
Torjäger im Interview
Gewann die Torjäger-Kanone der Heimatzeitung mit 25 Treffern in der A-Klasse Rhön 1: Rico Seller von der SG Waldfenster/Lauter. // Alexander Pfülb
Waldfenster – 25 Treffer und ein Spitzname, der im Männerballett entstand. Der Torjäger der SG Waldfenster/Lauter plaudert aus dem Nähkästchen. Wen der 20-Jährige als Weltmeister tippt.

Mit dem Titelkampf nichts zu tun hatte die SG Waldfenster/Lauter. Umso beachtlicher, dass die Spielgemeinschaft mit Rico Seller den besten Torjäger der A-Klasse Rhön 1 aufbot. 25 Tore gingen auf das Konto des 20-jährigen Studenten aus Waldfenster, der in der Jugend auch beim TSV Aubstadt spielte.

Was war Ihr schönster und was Ihr wertvollster Treffer in der abgelaufenen Saison?

Rico Seller: Mein schönster Treffer war wahrscheinlich das 3:1 gegen die SG Gräfendorf im Heimspiel in Waldfenster. Nach dem Hacken-Zuspiel von Noel Förster kam ich am Außenverteidiger vorbei und schoss kurz nach der Mittellinie an der rechten Außenlinie Richtung Tor, als der gegnerische Torwart in der letzten Minute mit im Angriff seiner Mannschaft war. Als wertvollsten Treffer würde ich das 2:1 in Unterzahl gegen den FC Untererthal II bezeichnen. Nach einem 0:1-Rückstand gewannen wir noch mit 3:1.

In der A-Klasse gab es gravierende Änderungen. Mit deutlich mehr Spielen in der neuen Saison. Sehen Sie das mit Skepsis oder Vorfreude?

Auf der einen Seite bin ich etwas skeptisch, durch die sehr kurze Sommerpause. Auf der anderen Seite freue ich mich aber sehr auf die neue Saison und bin gespannt auf einige neue Gegner, gegen die ich noch nie gespielt habe.

Haben Sie sich für die neue Saison eine Tormarke und/oder ein anderes Ziel gesetzt?

Eine Tormarke habe ich mir nicht gesetzt. Ich möchte in jedem Spiel alles geben, sodass wir als Mannschaft so erfolgreich wie möglich sind.

Mit welchen Fußball-Schuhen waren Sie erfolgreich? Warum ausgerechnet dieses Modell?

Ich spiele mit den Nike Air Zoom Mercurial. Einfach, weil sie mir am besten passen.

Woher kommt Ihr Spitzname Heiko?

Den habe ich Stefan Eckert zu verdanken, der mich an meinem ersten Männerballett-Training so genannt hat. Das hat sich dann mit der Zeit so durchgesetzt. 

Hätte sich Ihr Bruder Luca nicht verletzt, wäre es sogar ein Dreikampf um die Torjägerkanone mit Vincent Kiesel von der SG Haard/Nüdlingen geworden. Wie viel Ehrgeiz haben Sie entwickelt, um die Torjäger-Kanone zu ergattern?

Ja, die Verletzung von Luca war sehr bitter. Nachdem sein Saison-Aus klar war, hat er mir aber immer wieder gesagt, dass ich die Kanone holen soll. Treibende Kraft war also vor allem mein Bruder. 

Sie studieren aktuell irgendwas mit Zahlen in Würzburg. Sind Sie vor dem Tor eher instinktiv oder berechnend?

Ich entscheide vor dem Tor einfach instinktiv. 

Natürlich muss es auch um die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko gehen. Wie intensiv und interessiert verfolgen Sie die Spiele?

Ich verfolge die WM sehr interessiert, wobei ich viele Spiele aufgrund der Anstoßzeiten spätabends oder mitten in der Nacht nicht anschaue. 

48 statt 32 Mannschaften sind es erstmals. Finden Sie das gut oder sind das zu viel Mannschaften für eine WM?

Ich finde, dass es zu extrem ist. Alleine in der Gruppenphase gab es schon sehr viele Spiele. Trotzdem sind danach noch 32 Mannschaften dabei. So viele, wie es sonst bei einem ganzen Turnier gab. Das finde ich übertrieben.

Wer wird Weltmeister? Warum?

Nachdem die Deutschen jetzt raus sind, würde ich auf Frankreich tippen, weil deren kompletter Kader extrem gut aufgestellt ist und sie einfach zusammen als Team spielen.

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