Pelé ist tot. Edson Arantes do Nascimento, wie der Stürmer mit vollem Namen hieß, erlag am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) einem Krebsleiden. Die brasilianische Fußball-Ikone hatte den Fußball wie kaum ein anderer geprägt. Pelé war schon zu Lebzeiten eine Legende. Der Weltverband FIFA hatte ihn zum «Spieler des 20. Jahrhunderts» gekürt. Mit 77 Treffern in 92 Länderspielen ist Pelé bis heute Rekordtorschütze der Seleção. Pelé hinterlässt sieben Kinder und seine Ehefrau Márcia Cibele Aoki. Und natürlich auch viele traurige Gesichter in der unterfränkischen Fußball-Szene.
Jürgen Pfau (BFV-Bezirksvorsitzender)
"Er war ein begnadeter Techniker. Im 20. Jahrhundert war er der Größte, in den 50-er und 60-Jahren der unumstrittene Star, hat als einziger Spieler drei Weltmeistertitel erreicht. Mir ist er aber eher durch sein Auftreten nach seiner Karriere in Erinnerung. Er wusste, wo er herkam, hat das nie vergessen und sich dann viel für Schwächere eingesetzt. Und das macht einen ,Großen' aus, nicht nur im eigenen Erfolg baden, sondern auch etwas davon abgeben können."
Christian Gmünder (Trainer FC 05 Schweinfurt)
"Eine riesige Legende. Er hat Dinge im Fußball plötzlich so einfach werden lassen, er hat mit seinen Dribblings, seinem Tempo, seinen Toren eine neue Zeitrechnung begonnen. Er war auf dem Platz in vielen Situationen überlegen und hat auch außerhalb des Sports viel für Brasilien getan. Er hat den Armen des Landes, ganz besonders der farbigen Bevölkerung ein Gesicht gegeben. Auch dadurch hat er das Bild des Fußballs verändert."
Matthias Gerhardt (Ex-Zweitliga-Spieler des FC 05 Schweinfurt)
"Ich selbst hab ihn ja nicht mehr live anschauen dürfen, denn ich da eher in der Maradona-Glanzzeit aufgewachsen Aber ich habe natürlich viele Dokus, Filme und Ausschnitte gesehen. Und jeder, der Fußball liebt, sieht da, ein Genie er war. Pelé ist eine Legende und sicherlich der kompletteste Spieler, den es in der Fußball-Geschichte je gab."
Steffen Rögele (Trainer SG Oberpleichfeld/Dipbach/Prosselsheim)
"Zu meiner Kindheit als 1976er Jahrgang wollten auf dem Bolzplatz eher alle Lothar Matthäus sein. Aber natürlich habe ich durch meinen Vater viel mitbekommen von diesem Ausnahmefußballer. Wir haben Videos angeschaut und gesehen, wie außergewöhnlich viele seiner über 1000 Tore waren. Und wenn über einen Sportler auch als Mensch nur Positives erzählt wird, dann ist das schon etwas besonderes. Auch wenn es viele überragende Fußballer gibt, man nannte Pelé wohl zurecht den größten aller Zeiten."










