Klein-Maranello wird das beschauliche Schederndorf in der Gemeinde Stadelhofen auch genannt, wegen der Verbindung der örtlichen Brauerei Will mit dem italienischen Luxus-Fahrzeughersteller Ferrari. Das berühmte springende Pferd spielte am Sonntag allerdings eine untergeordnete Rolle - stattdessen machten drei Audi-Rennwagen in Schederndorf Station.
Die GT3-Boliden gehören dem österreichischen Rennstall Eastalent Racing, mit dem der oberfränkische Profi-Rennfahrer Christopher Haase aus Kulmbach international an den Start geht. Im vergangenen Jahr wurde Haase in Diensten von Eastalent Racing zusammen mit Simon Reicher Meister im International GT Open.
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Zudem feierte das schnelle Duo im Januar mit drei weiteren Fahrerkollegen den Gesamtsieg beim 24-Stunden-Rennen in Dubai. Es ist neben den europäischen Klassikern in Le Mans, Spa-Francorchamps und auf dem Nürburgring sowie dem US-Prestigerennen in Daytona eines der fünf großen 24-Stunden-Rennen im Motorsport-Jahr.
Stars & Cars: Fotos und Smalltalk mit Christopher Haase
Nun gaben sich Haase und Reicher mit ihrem Team in Oberfranken die Ehre. Unter dem Motto „Stars & Cars“ luden sie zu einem Fan-Fest ein, schrieben fleißig Autogramme, standen für Selfies und Fotowünsche zur Verfügung und waren offen für den einen oder anderen Smalltalk unter Petrolheads. Und das alles auf dem Gelände der Brauerei Will.
Am Start war auch der Audi R8 LMS GT3 evo II, mit dem das österreichische Team am kommenden Wochenende in der GT World Challenge Europe (GTWC) an den Start gehen wird. Für Eastalent Racing wird es die Premiere im Sprint-Cup sein, da man bisher nur im Endurance-Cup der GTWC für Langstrecken-Rennen an den Start ging.
Mit genau diesem Fahrzeug absolvierten sie auch das sogenannte Pitstop-Practice, also Demonstrations-Boxenstopps mit Reifen- und Fahrerwechsel inklusive An- und Abfahren. Es war eines der ganz großen Highlights an diesem Sonntag.
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Zahlreiche Schaulustige und Motorsportfans zückten ihre Smartphones und wollten festhalten, wie so ein Boxenstopp in weniger als 15 Sekunden über die Bühne geht. Haase gab im wahrsten Sinne des Wortes Gummi und ließ die Reifen beim Losfahren ordentlich durchdrehen und den Motor aufheulen. Ein einmaliges Geruchs- und Klangerlebnis für die Fans.
Eastalent-Audi für Saisonendphase im International GT Open in neuem Design
Natürlich war auch das Siegerauto aus Dubai am Start - inklusive Kampfspuren vom Rennen. Nur der Wüstenstaub auf dem Heckflügel ist nicht mehr da. Den hat der oberfränkische Regen im Laufe des Sonntags vom Audi gespült.
Und neben dem Siegerauto von Dubai stand ein dritter GT3-Audi lange Zeit unscheinbar und verhüllt. Erst am Nachmittag enthüllten ihn Haase und Reicher gemeinsam mit Brauerei-Chef Konrad Will. Es ist ein Audi mit neuer Folierung für die letzten drei Rennwochenenden in der GT Open.
Das Grunddesign und die Grundfarben hat das Team beibehalten. Nur dominiert jetzt nicht mehr Weiß, sondern Rot. Womit die Brücke nach Klein-Maranello geschlagen ist. Denn bei Ferrari-Fahrzeugen dominiert seit jeher die Farbe Rot.













