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Ski alpin
Ein Virus bremst Schramm aus
Jacob Schramm rätselt, warum er seine guten Trainingsform nicht im Rennen zeigen kann.
Jacob Schramm ist fahrerisch und mental gut in Form - doch jetzt bremst ihn ein Virus aus. // privat
Verbier – Grippeviren haben derzeit Hochsaison. Und sie machen auch vor Leistungssportlern nicht Halt. So hat es auch Skirennfahrer Jacob Schramm erwischt. Trotz Erkrankung startete er bei drei Europacup-Rennen in der Schweiz - die Ergebnisse waren entsprechend.

Immerhin fuhr Jacob Schramm zwei Mal in die Punkteränge. Doch für die Plätze 26 und 28 gab es gerade mal fünf bzw. drei Zähler für die Europacup-Gesamtwertung.  

"Es war eine zähe Woche", stöhnt der 25-Jährige aus Eppenreuth (Gemeinde Grafengehaig) im Landkreis Kulmbach. Zunächst war er nach Stoos in der Schweiz gereist, wo erstmals zwei Super-G-Europacuprennen stattfinden sollten. Doch die mussten wegen zu hoher Temperaturen und einer zu weichen Piste abgesagt werden.  "Dort habe ich mir bereits eine Erkältung eingehandelt, die mich richtig zusammengehauen hat", sagt Jacob Schramm. Dennoch reiste er weiter in die französische Schweiz in den Nobel-Skiort Verbier.

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Schon das Training fuhr der Oberfranke durch Halsschmerzen und leichtes Fieber geschwächt, kam aber auf einen ordentlichen 18. Platz. Beim ersten Abfahrtsrennen belegte er mit 2,88 Sekunden Rückstand auf den Österreicher Manuel Traninger Platz 26, Weltcup-Teamgefährte Dominik Schwaiger (1,91 zurück) wurde Dreizehnter. "Die Bedingungen waren für die hinteren Starter nicht gut, denn die ersten zehn Fahrer hatten Sonnenschein, dann zog Nebel über die Piste", berichtet Schramm, der mit Startnummer 29 ins Rennen ging. 

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Auch beim zweiten Rennen am Donnerstag war der Frankenwälder gesundheitlich noch nicht wieder auf der Höhe. Mit Startnummer 30 reichte es für Schramm nur zu Rang 28, sein Rückstand auf Sieger Lars Rösti (Schweiz) betrug 2,19 Sekunden.  "Die Piste ist durch die Sonneneinstrahlung von Läufer zu Läufer langsamer geworden. Und in meiner körperlichen Verfassung war leider heute auch kein Angriff möglich", sagt Schramm. Dominik Schwaiger (1,67 Sekunden zurück) war auf Platz 15 wieder bester Deutscher.

Jacob Schramm ärgert sich über die Erkrankung: "Ich bin fahrerisch gut drauf und im Kopf inzwischen etwas gelassener - doch dann streikt halt der Körper."

Platz 29 im Super G

Auch im dritten Europacup-Rennen von Verbier kam Jacob Schramm in die Punkteränge. Allerdings reichte es im abschließenden Super G nur zu Rang 29 und zwei Zählern. Mit Startnummer 24 hatte er im Ziel 2,40 Sekunden Rückstand auf Sieger Arnaud Boisset aus der Schweiz. Dominik Schwaiger kam mit 1,77 Sekunden Rückstand auf Rang 19. "Ich hatte wieder kein Glück mit der Sicht, denn zwischen den Fahrern mit der Startnummer 20 und 30 ist eine dicke Wolke durchgezogen. Doch das soll keine große Ausrede sein, denn  bin einfach zu hart gefahren und war zwei Mal zu ungeduldig, was Zeit gekostet hat", analysiert Schramm sein Rennen.

Zum Saisonabschluss wird Jacob Schramm noch beim Europacup-Finale in Kvitfjell starten, wo er kürzlich zwei Weltcup-Rennen bestritt. "Für mich zählt jedes Rennen, um Punkte zu sammeln, damit ich unter die besten 30 in der Gesamtwertung rutsche und damit in der nächsten Saison eine bessere Startnummer haben werde", sagt der Oberfranke.

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