Die beiden für Freitag, 2. Februar, und Samstag, 3. Februar, geplanten Abfahrten im französischen Nobel-Skiort werden ersatzlos gestrichen, teilte der Welt-Skiverband FIS mit. Zu hohe Temperaturen hätten der präparierten Abfahrtspiste so sehr zugesetzt, dass Rennen darauf zu gefährlich wären. Nur der am Sonntag geplante Slalom könne stattfinden. "Das ist natürlich sehr schade, denn damit verpasse ich zwei weitere Weltcup-Chancen zum Lernen", ärgert sich der Oberfranke über die Wetterkapriolen.
Insgesamt neun Stationen waren in diesem Weltcup-Winter für die Speedfahrer (Abfahrt, Super-G) vorgesehen. In drei Skigebieten (Zermatt, Beaver Creek, Chamonix) konnte wegen schlechte Wetterverhältnisse oder zu schlechter Schneebedingungen nicht gefahren werden. Für Jacob Schramm gibt es jetzt nur noch eine Chance in diesem Winter auf sein zweites Weltcup-Rennen. Mitte Februar darf er mit nach Norwegen, wo in Kvitfjell je eine Abfahrt und ein Super-G anstehen. Weil beim Weltcup-Finale in Saalbach-Hinterglemm (16. bis 24. März) nur die besten 25 Fahrer starten dürfen, ist Schramm da nur Zuschauer.
Nach Saalbach-Hinterglemm wird er aber in der kommenden Woche mit dem deutschen Weltcup-Team unter der Regie von Bundestrainer Christian Schwaiger trainieren. Europacup-Rennen stehen in nächster Zeit keine an.
Eppenreuth statt Chamonix
Auch an seinem Zweit-Wohnsitz in Berchtesgaden herrscht derzeit schneelose Tristesse: "Es regnet gerade", sagt Schramm. Das Wochenende verbringt er bei seiner Familie im heimatlichen Eppenreuth (Gemeinde Grafengehaig) im Frankenwald. Auch dort gab die weiße Pracht in diesem Winter nur ein kurzes Gastspiel. Schramm will aber in Oberfranken sowieso nur abschalten: "Ich werde ein wenig Musik machen und mich mit alten Freunden treffen."
Immerhin konnte Jacob Schramm vor ein paar Tagen an seinem Hausberg, dem Götschen bei Bischofswiesen, zwei drittklassige FIS-Super-G-Rennen bestreiten, bei denen einmal mit 0,03 Hundertstel und dann mit drei Zehntel Rückstand auf seinen Weltcup-Teamgefährten Dominik Schwaiger jeweils Zweiter wurde. "Die Fahrten waren ein gutes Renntraining", sagt der Oberfranke.







